Stelzer: "Er wird aus dem Landtag ausscheiden"
Weilbuchner gibt erneut Führerschein ab

Landtagsabgeordneter Gerald Weilbuchner erneut bei Alkofahrt angehalten.
  • Landtagsabgeordneter Gerald Weilbuchner erneut bei Alkofahrt angehalten.
  • Foto: Land OÖ
  • hochgeladen von Petra Höllbacher

WIEN, BURGKIRCHEN (höll). Jetzt ist es ihm schon wieder passiert. Jungpolitiker Gerald Weilbuchner (ÖVP) muss den Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgeben. Wie nun bekannt wurde, wird Weilbucher als Konsequenz seines Fehlverhaltens nun auch seinen Sitz im Landtag abgeben: „Der mittlerweile zweite Vorfall von Trunkenheit am Steuer durch Gerald Weilbuchner ist nicht nur unverantwortlich, sondern auch inakzeptabel", betont Landeshauptmann Thomas Stelzer. Bundesrat Ferdinand Tiefnig übernimmt Weilbuchners Landtagssitz ab Februar 2019.

Verkettung unglücklicher Umstände

Gegenüber der Kronenzeitung versicherte der Landtagsabgeordnete aus Burgkirchen: "Ich ärgere mich über mich selbst so sehr, dass ich es garnicht sagen kann. Drei Jahre habe ich aufgepasst." Auf meinbezirk.at bedauert er sein Verhalten zutieftst: "Nach meinem persönlichen Fehler 2015 habe ich mir geschworen, nie mehr alkoholisiert ein Auto zu steuern. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände ist es am 25. November doch wieder passiert. Diese persönliche Unsolidität soll einer erfolgreichen OÖVP nicht im Wege stehen. Ich will auch meine Familie schützen, da der öffentliche Druck sehr belastend ist. Daher werde ich bei der nächsten Landtagssitzung am 31. Jänner 2019 zurücktreten“, sagt Gerald Weilbuchner.

Zwei Promille im Blut

Mit zwei Promille im Blut wurde der 28-Jährige am 25. November in Wien von der Polizei angehalten. Wie es dazu kam, schildert Weilbuchner so: "Ich habe nach einer durchfeierten Nacht in Wien mit meiner Freundin gestritten. Sie hat mich aus der Wohnung geworfen und mir den Schlüssel abgenommen. Da hab´ ich mich ins Auto gesetzt und geriet in die Polizeikontrolle."

Zweiter Vorfall

Der Führerschein ist für zehn Monate weg. Wie hoch die Verwaltungsstrafe ausfallen wird, steht noch nicht fest.
Bereits 2015 wurde Weilbuchner nach einer Alkofahrt in Linz angehalten. Damals hatte er 1,58 Promille.

"Hat seine zweite Chance nicht genutzt"

„Kein Mensch ist davor gefeit, Fehler zu machen, natürlich auch Politiker nicht. Aber man sollte aus seinen Fehlern lernen, vor allem wenn man als Politiker eine Vorbildfunktion ausübt. Ich finde es daher schade, dass er seine zweite Chance nicht genützt hat, denn er hat seine Aufgabe als Abgeordneter sehr engagiert wahrgenommen“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer. Weilbuchner wird sein Landtagsmandat abgeben. Seine Amtszeit im Landtag dauerte gerademal ein Jahr: Erst Ende Jänner 2018 hatte der Burgkirchner den Platz von Landtagsabgeordnetem Franz Weinberger eingenommen.

Mehr zum Thema:
Ferdinand Tiefnig übernimmt Landtagsmandat

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