Gewitterfront
"Ohne Schutzbauten wäre Leogang unter Wasser gestanden"

Das neue Filterbauwerk in Leogang/Kraller hat bestens funktioniert.
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  • Das neue Filterbauwerk in Leogang/Kraller hat bestens funktioniert.
  • Foto: WLV/Gebhard Neumayr
  • hochgeladen von Johanna Grießer

Am 28. Juli zog eine Gewitterfront mit Sturm, Hagel und Starkregen über den Pinzgau und richtete Schäden an (>HIER< mehr dazu). Schutzbauten konnten jedoch noch schlimmeres verhindern, wie das Land Salzburg berichtet:

PINZGAU. "Ohne die neuen Schutzbauten an der Leoganger Ache bei der Steinbergbahn wäre das Ortszentrum von Leogang unter Schlamm und Wasser gestanden", berichtet Gebhard Neumayr, der Gebietsleiter der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) für den Pinzgau. "Die Sperre hat bestens funktioniert und das Geschiebe zurückgehalten." Gleiches gilt für die Verbauung am Birnbach, der ebenfalls im Leoganger Gemeindegebiet in die Ache mündet.

Maria Alm am stärksten betroffen

In Maria Alm trat ein Bach über die Ufer. "Es wurden einige Felder überflutet, eine Tiefgarage im Ortszentrum stand unter Wasser und einige Güterwege wurden in Mitleidenschaft gezogen", schildert Bürgermeister Hermann Rohrmoser.

"Die Bevölkerung war gleich zur Stelle und hat geholfen, das Wasser umzuleiten, wo es möglich war. Sogar Gäste haben mitgeholfen", erzählt der Bürgermeister und lobt den starken Zusammenhalt in seiner Gemeinde. "Auch die Bauhof-Mitarbeiter und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr waren sofort zur Stelle", sagt Hermann Rohrmoser. 

Noch mehr Sicherheit

In Maria Alm wurde ein Teil der Schutzmaßnahmen am Krallerwinklbach bereits fertiggestellt. "Dort wo der Bach bereits abgesenkt worden ist, hat sich gezeigt, dass diese Maßnahmen wirken. Probleme gab es hier am noch nicht fertiggestellten Abschnitt", erklärt Gebhard Neumayr (WLV).

Bürgermeister Hermann Rohrmoser ergänzt: "Die ersten Maßnahmen haben schon gewirkt. Nach den abgeschlossenen Bauarbeiten sollte die Hochwassergefahr nächstes Jahr dann bestmöglich gebannt sein."

Wichtige Maßnahmen

31 Millionen Euro sind es, die heuer in Schutzprojekte der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) im Bundesland Salzburg investiert werden. Wie wichtig diese Maßnahmen sind, zeigt sich laut Landesrat Josef Schwaiger nach den vergangenen Unwettern deutlich.

"Besonders im Pinzgau, wo in den vergangenen Jahren besonders viele Projekte realisiert worden sind, haben sich die Schutzbauten gut bewährt und stärkere Auswirkungen auf besiedelte Räume verhindert", sagt Josef Schwaiger in einer ersten Bilanz.

Österreichweit größtes WLV-Projekt im Glemmtal

Allein im Vorjahr wurden landesweit in nahezu 100 Einzugsgebieten von Wildbächen und Lawinen Schutzmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro errichtet, informiert das Landesmedienzentrum. "Diese kontinuierlichen Investitionen haben bestens gewirkt. Das Land setzt mit der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) gemeinsam alles daran, um den Schutz vor Muren und Hochwasser in den betroffenen Gebieten weiter zu verbessern", betont Landesrat Schwaiger, und weiter: "Die Tatsache, dass das größte WLV-Projekt Österreichs im Glemmtal mit 58 Millionen Euro in Salzburg umgesetzt wird, zeigt den hohen Stellenwert, den der Schutz vor Naturgefahren bei allen Partnern hat."

Hauptprojekte 2020 im Pinzgau

Folgende Hauptprojekte stehen heuer im Pinzgau an:

  • Manlitzbach in Uttendorf
  • Saalach in Saalbach
  • Krallerwinklbach in Maria Alm
  • Thumersbach in Zell am See
  • Dientenbach in Dienten
  • Gleitschneeschutz im gesamten Bezirk

Mehr über die Wildbach- und Lawinenverbauung im Pinzgau lesen Sie >HIER<.
Mehr Beiträge aus Maria Alm lesen Sie >HIER<. 

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