Liberaler als Sebastian Kurz: Pinzgauer ÖVP-ler

ÖVP-Truppe In der BB-Redaktion: GF Michael Riedmann und die NR-Wahl-Kandidaten Maria Hutter, Salome Rattensberger und Michael Obermoser.
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PINZGAU (cn).  Der Landtagsabgeordnete Michael Obermoser von der ÖVP (er ist auch Bürgermeister der Gemeinde Wald) stellte diese Woche der BB-Redaktion die Pinzgauer Kandidaten - er selber gehört natürlich auch dazu - für die Nationalratswahl vor: Es sind dies Gertraud Salzmann aus Saalfelden (Pädagogin und Juristin; auch Spitzenkandidatin für das Bundesland Salzburg), Maria Hutter aus Bruck (Gaferlbäuerin, Pädagogin und Obfrau der Pinzgauer ÖVP-Frauen), Salome Rattensberger aus Maishofen (Direktorin der Berufsschule Zell am See) sowie Muris Ribo aus Saalfelden (Jungunternehmer im Bereich Pflasterbau).
Salzmann und Ribo konnten beim Redaktionsbesuch nicht persönlich dabei sein; mitausgerückt war hingegen der Mittersiller Michael Riedmann, seit einem Monat Geschäftsführer der ÖVP Pinzgau (siehe unten). 

6er-Tragerl als Wahlgeschenk...

Riedmann, der just in der anstrengenden Wahlkampf-Zeit seiner Vorgängerin Carmen Boschele nachgefolgt war, spricht von einer "intensiven, aber sehr spannenden Phase". Michael Obermoser gab "Schmankerl" von früher zum Besten: "In den 90er-Jahren zum Beispiel haben wir 6er-Tragerl Bier an die Haushalte verteilt mit dem Spruch ,Mit uns verdursten Sie nicht'. Einfach unvorstellbar heute... Fast noch unglaublicher kommt mir vor, dass damals in Wald noch darüber diskutiert worden ist, ob man einen Kindergarten braucht oder nicht. Wie erzkonservativ auch unsere Bürgermeister damals noch waren!"

Viermal Ja zur Home-Ehe

Apropos konservativ: Was hält denn die anwesende ÖVP-Truppe von der Ehe für Homosexuelle; ihr "Chef" Sebastian Kurz ist ja bekanntlich dagegen. Es zeigt sich, dass die Pinzgauer Parteikollegen liberaler sind als Kurz. Bei einer Freigabe des Klubzwangs würden alle vier mit "Ja" abstimmen. 

"Fünf von ihnen sind Krakeeler..."

Zur Sprache kam auch die oftmals vorherrschend scheinende untergriffig agierende Streit-Kultur in der Politik. "Warum ist das so, obwohl Parteienvertreter immer wieder betonen, dass sie das nicht möchten?" Dazu Obermoser: "Bei uns im Salzburger Landtag etwa sind 36 Abgeordnete, fünf von ihnen sind Krakeeler. Das genügt, damit die Stimmung immer wieder einmal verdorben ist." 

Hier ein Artikel über den Geschäftsführerwechsel in der ÖVP Pinzgau:
https://www.meinbezirk.at/pinzgau/politik/geschaeftsfuehrung-oevp-pinzgau-auf-carmen-boschele-folgt-michael-riedmann-d2212504.html

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