17.10.2014, 11:14 Uhr

Skigebiete in den Startlöchern: Die großen Drei aus dem Pinzgau fiebern Winter entgegen

Helmuth Thomas (Geschäftsführer Saalbacher Bergbahnen), KR Ferdinand Eder (Obmann Fachverband der Salzburger Seilbahnen), Dr. Erich Egger (Vorstand Schmittenhöhebahn AG), Ing. Norbert Karlsböck (Vorstand Gletscherbahnen Kaprun AG) und Rudolf Eberl (Geschäftsführer Leoganger Bergbahnen). (Foto: Neumayr/MVV)
PINZGAU. Schnee ist die Basis für erfolgreichen Wintertourismus – dafür sorgen die drei großen Pinzgauer Skigebiete Schmitten Zell am See, Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang und Kitzsteinhorn Kaprun mit nahezu vollständig beschneibaren Pisten und dem Gletscher als sicherem Schneegaranten.

104 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr

Mehr als 104 Millionen Euro Umsatz und über 3,5 Millionen Skier Days konnten die drei Skigebiete trotz nicht idealer Witterungsbedingungen in der Wintersaison 2013/2014 verbuchen. Mit über 1.000 Mitarbeitern und einem Investitionsvolumen von 54,5 Millionen Euro sind sie auch in der kommenden Wintersaison 2014/2015 wieder Wirtschaftsmotor und touristisches Rückgrat der Region. Das gemeinsame Kinder- und Jugendticket „Power of Zehn“ geht mit unverändertem Preis von nur zehn Euro ins fünfte Jahr. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen in den Skigebieten steigt seit Jahren.

Nahezu völlig beschneibares Pistennetz

Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang, die Schmitten in Zell am See und das Kitzsteinhorn Kaprun stehen für Schneesicherheit und höchste Schneekompetenz. Ein nahezu vollständig beschneibares Pistennetz und Salzburgs einziges Gletscherskigebiet bieten die Voraussetzungen für schneesichere und extralange Wintersaisonen von Oktober bis Ende Mai. Die rund 160 Spezialisten der Pisten- und Schneimannschaften mit ihrem langjährigen Know-how sowie eine Infrastruktur aus 982 hochmodernen und damit hocheffizienten Beschneiungsanlagen, 14 Speicherteichen und 83 Pistengeräten sorgen für erstklassige Wintersportbedingungen.

Energiemanagement

Zudem entwickeln die drei großen Pinzgauer Skigebiete auch das Energiemanagement stetig weiter – so stammen etwa am Kitzsteinhorn 70 % des Strombedarfs für die Beschneiung aus eigener Erzeugung in einem kombinierten Pump- und Kleinkraftwerk. Die Schmitten wiederum ist 2013 mit einer der größten gebäudeintegrierten Photovoltaik-Anlagen des Landes Salzburg (2.300 m2 Solarpaneele; 300.000 kWh Stromleistung jährlich) ans Netz gegangen. Mit der Optimierung von Seilbahnen und Beschneiungssystemen realisiert der Skicircus Einsparungen beim Energieverbrauch – wie beispielsweise bei einem 2012 von klima:aktiv ausgezeichneten Optimierungs-Projekt der Asitzbahn in Leogang, bei der seither durch Wärmerückgewinnung eine jährliche Energieeinsparung von bis zu 315.000 kWh erreicht wird.

120 Millionen seit 2002 investiert

Mehr als 120 Mio. Euro für Ausbau der Beschneiung seit 2002
Seit dem Jahr 2002, in dem die drei Skigebiete mit der gemeinsamen Saisonkarte „Ski Alpin Card“ den Grundstein für ihre Zusammenarbeit gelegt haben, haben sie in Summe mehr als 120 Millionen Euro in Ausbau und Optimierung der Beschneiung investiert. Das entspricht mehr als einem Viertel des Gesamtinvestitionsvolumens im selben Zeitraum (451,4 Mio. Euro). „Die umfangreichen und vorausschauenden Investitionen unserer drei Skigebiete in die Beschneiung machen sich bezahlt – und das für die gesamte Region“, sagt Ing. Norbert Karlsböck, Vorstand der Gletscherbahnen Kaprun AG. „Gerade der warme und in weiten Teilen des Landes naturschneearme Winter 2013/2014 hat wieder deutlich gezeigt, wie wichtig schneesichere Skigebiete für die heimische Wirtschaft und den Tourismus sind. Ohne leistungsfähige Beschneiungssysteme in Verbindung mit dem entsprechenden Know-how wäre es in der vergangenen Wintersaison in vielen Orten zu drastischen Einbußen gekommen.“ Die perfekt maschinell beschneiten Pisten und der Gletscher hatten großen Anteil daran, dass Skicircus, Schmitten und Kitzsteinhorn eine erfolgreiche Wintersaison 2013/2014 mit mehr als 104 Millionen Euro Umsatz und über 3,5 Millionen Skier Days verbuchen.

Gemeinsame Skikarte

6 Monate Schneegarantie ab 8.11. mit der Ski Alpin Card
Mit der gemeinsamen Saisonkarte „Ski Alpin Card“ vereinen der Skicircus, das Kitzsteinhorn und die Schmitten ihre individuellen Besonderheiten und Stärken zu einem Wintersportangebot, das in Sachen Vielfalt, Schneesicherheit und Attraktivität seinesgleichen sucht: 338 Pistenkilometer in allen Schwierigkeitsgraden, abwechslungsreiche Freeride- und Skitourenrouten, 106 hochmoderne Seilbahnen und Lifte, zehn Snow-Parks, Fun-Slopes, Flutlichtpisten, Winterwanderwege und vieles mehr. Und das bei sechs Monaten Schneegarantie vom ersten Pulver auf dem Gletscher am Kitzsteinhorn bis zum letzten Firn im Frühjahr.
Familien profitieren beim „Ski Alpin Card“-Kauf vom „Familien-Bonus“: Sie erhalten, wenn sie für die beiden ältesten Kinder der Familie Saisonkarten kaufen, die Saisonkarten für alle weiteren Kinder (Jahrgang 1996 oder jünger) kostenlos dazu. Die „Ski Alpin Card“ ist bis einschließlich 4. Dezember 2014 zum ermäßigten Vorverkaufspreis von 510 Euro (Jugendliche: 380 Euro; Kinder: 250 Euro) erhältlich und gilt von 8. November 2014 bis 3. Mai 2015.
„Power of Zehn“ geht ohne Preiserhöhung in die fünfte Saison
Ein zentraler Schwerpunkt der Zusammenarbeit von Schmitten, Kitzsteinhorn und Skicircus ist die Zielgruppe Kinder und Jugendliche. Zum Erfolgsmodell hat sich dabei die im Winter 2010/2011 eingeführte Aktion „Power of Zehn“ entwickelt, bei der Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren das Tagesticket an Samstagen zum Preis von nur zehn Euro erhalten. Im Winter 2013/2014 wurden bereits mehr als 28.700 „Power of Zehn“-Tickets verkauft, das bedeutet eine Verdoppelung der Kinder- und Jugendlichen an Samstagen im Vergleich zu 2009/2010, dem Winter vor der „Power of Zehn“-Einführung. Im kommenden Winter geht „Power of Zehn“ in die fünfte Saison – auch diesmal ohne Erhöhung des Ticketpreises. Mehr Infos unter www.powerofzehn.at.


Kinder und Jugendliche lieben Wintersport

Skigebiete begeistern Jahr für Jahr mehr Kinder und Jugendliche für Wintersport
Sehr erfreulich: auch insgesamt betrachtet steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen in den drei Skigebieten seit Jahren kontinuierlich. Mehr als 88.700 Kinder- und Jugendtickets wurden im vergangenen Winter 2013/2014 insgesamt verkauft – im Vergleich mit dem Winter 2009/2010 entspricht das einem Plus von 36,4 %. „Wir können in unseren Skigebieten Jahr für Jahr mehr Kinder und Jugendliche für den Wintersport begeistern. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Neben preisattraktiven Aktionen wie „Power of Zehn“ spielt unser Angebot eine bedeutende Rolle. Das reicht von Snowparks, Kinderländern und Spezialpisten bis hin zu unterschiedlichsten Events und Veranstaltungen für alle Altersklassen“, sagt Dr. Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahnen AG.

Investitionsvolumen Wintersaison 2014/201: 54,4 Millionen Euro

Mit einem Gesamtvolumen von 54,4 Millionen Euro investieren die drei Skigebiete kräftig in die Wintersaison 2014/2015. Die Investitionen reichen von der Neuerrichtung oder Modernisierung von Seilbahn-, Lift- und Beschneiungsanlagen bis hin zu Sicherheitsmaßnahmen, neuen Pistengeräten und Serviceeinrichtungen.

Saalbach Hinterglemm Leogang

Insgesamt 38,5 Millionen Euro beträgt die Investitionssumme des Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang für den kommenden Winter. Unter anderem erweitern zwei neue Bergbahnen das Angebot, berichtet Rudolf Eberl, Geschäftsführer der Leoganger Bergbahnen: „Mit der neuen Steinbergbahn, einer 10er-Einseilumlaufbahn, erhält Leogang seine zweite Seilbahn vom Tal hinauf in den Skicircus. Bei dem 18-Millionen-Euro-Projekt handelt es sich um die erste Umlaufbahn mit 10-Personen-Kabinen im Skigebiet. Zudem ersetzt eine 8er-Sesselbahn in Saalbach Hinterglemm den Polten 4er-Sessellift.“ Mit der Errichtung eines neuen Speicherteichs mit einem Fassungsvermögen von rund 80.300 Kubikmetern investiert der Skicircus auch heuer in das Beschneiungssystem. Für Adrenalin und Action sorgen neben Funcross- und Rennstrecken, Snowparks und vielem mehr die neuen „Snow Trails“. „Dabei handelt es sich um aufregende Wellenbahnen im gesamten Skicircus“, verrät Helmuth Thomas, Geschäftsführer der Saalbacher Bergbahnen.

Gletscherbahnen

Das Investitionsvolumen der Gletscherbahnen Kaprun AG für die Wintersaison 2014/2015 beträgt 10,1 Millionen Euro. Der Löwenanteil fließt in die Errichtung der Kombibahn Gletscherjet 3 und der 10er-Kabinenbahn Gletscherjet 4, mit denen der Gletscher ab Herbst 2015 direkter, schneller und komfortabler erreichbar sein wird. „Die neue Bahnen-Achse wird den zentralen Skiraum am Gletscher wesentlich verändern und besonders für Kinder und Wintersport-Einsteiger noch attraktiver machen“, sagt Vorstand Norbert Karlsböck. Mit standortbezogenen Informationen und Tipps wurde das dichte WIFI-Netz am Kitzsteinhorn weiter kundenfreundlich aufgewertet. Mit der „Schneekönigin“ und dem „Eisbrecher“ bieten sich Skitourengehern im Herbst zwei attraktive Routen. Ein eigener Infopoint, Veranstaltungen und ein speziell auf die Zielgruppe ausgerichtetes Speisen- und Getränkeangebot der Kitzsteinhorn-Gastronomie sorgen für optimale Skitouren-Erlebnisse. Das mittlerweile legendäre ICE CAMP presented by Audi Quattro geht kommenden Winter in die 9. Auflage und wird auch diesmal wieder vom Bildhauer und Eiskünstler Max Seibald komplett neu gestaltet.

Schmittenhöhebahn

Rund 5,8 Millionen Euro investiert die Schmittenhöhebahnen AG in die Wintersaison 2014/2015. „Mit dem so genannten Nordhang von der Sonnengratbahn-Bergstation hinunter nach Viehhofen machen wir für Freerider eine frühere Skiabfahrt wieder befahrbar. Der Nordhang bietet eine vier Kilometer lange, pulvrige und lawinengesicherte Naturschneeabfahrt ins Tal“, berichtet Vorstand Erich Egger. Zudem wurde die Streckenführung der „Funslope XXL“ – die sich mit einer Länge von 1.300 Metern zurecht das Prädikat „Longest Funslope in the World“ verdient – optimiert und verbreitert, um eine noch erlebnisreichere Abfahrt durch den Wald zu garantieren. Mit der neuen SpotOn Video-App können sich die Wintersportler Videos der eigenen Funslope-Fahrt direkt aufs Handy holen. „Dazu muss man einfach den SpotOn Video Tracker runterladen und aktivieren. Sechs Kameras filmen dann automatisch die Abfahrt auf der Funslope. Anschließend kann man sich das Video in HD-Qualität auf das Smartphone laden und auf allen Social Media Kanälen teilen“, erläutert Erich Egger.

Auch abseits der Pisten viel zu bieten

Auch abseits der Pisten sorgen die drei großen Pinzgauer Skigebiete mit Top-Events für Spannung und gute Laune: Am Kitzsteinhorn beginnt die Saison nicht nur früh sondern auch spektakulär: Von 7. bis 9. November feiert das neue Winteropening „WOW Glacier Love“ Premiere und verwandelt sowohl das Kitzsteinhorn als auch das Ortszentrum von Kaprun in ein großes, actionreiches Partygelände. Weitere hochkarätige Veranstaltungen folgen, darunter der Tourenskiwettbewerb „Kitzsteinhorn Schneekönig“ am 29.11. und der „X OVER Ride Freeride World Qualifier“ am 28.03. Den Startschuss im Skicircus bildet das legendäre, weltweit größte Motorschlittenrennen „Snow Mobile“ (5.-8.12.), eine Woche später geht mit dem „Rave on Snow“ (11.-14.12.) das weltweit größte Winterfestival der Clubszene über die Bühne. Am 30.01. wird der „White Style Contest“ in Leogang ausgetragen, der in der internationalen Freeride Mountainbike Szene bereits Kultstatus genießt. Der FIS Ski Weltcup der Herren lockt von 21. bis 22. Februar schließlich die Weltelite der Alpin-Skirennläufer zu Super-G und Abfahrt nach Saalbach Hinterglemm. Das Veranstaltungsangebot der Schmitten reicht diesen Winter vom Bayern-1-Skiopening (12.-14.12.) über das Schmitten Nite Race (28.01.) und den traditionellen Trasslauf (31.01.) bis hin zu den „Red Turns – Weingenuss auf 2.000 Metern“ (06.-08.03.) oder dem beliebten „Splash Contest mit Ö3 Pistenbully am 28.03. Auch diesen Winter: Die Köche der Bergrestaurants bieten ihren Gästen jeden Sonntag beim „Pinzga Tag!“ traditionelle Pinzgauer Schmankerl von Pinzgauer Kasnock’n bis Erdäpfelnidei.

Ausblick und Erwartungen Wintersaison 2014/2015

Die drei Skigebiete blicken zuversichtlich in die Wintersaison 2014/2015. „Wir haben auch heuer wieder umfangreich investiert und unsere Infrastruktur zielgerichtet ausgebaut, stehen mit modernster Beschneiungstechnik und dem Gletscherskigebiet für Schneesicherheit bis weit ins Frühjahr hinein und bieten mit unseren drei Skigebieten Wintersport in seiner ganzen Vielfalt. Zudem sind wir mit einem breiten Nationenmix in unserer Gästestruktur international und damit stabil aufgestellt“, sind sich Erich Egger, Norbert Karlsböck, Helmuth Thomas und Rudolf Eberl einig.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.