Wasserrettung
Ein Jahr mit Höhen und Tiefen

Bei der Suchaktion beim Kraftwerk Werfen, durch das sehr trübe Wasser ertasteten die Einsatzkräfte eher das Gebiet, als dass sie es sahen.
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  • Bei der Suchaktion beim Kraftwerk Werfen, durch das sehr trübe Wasser ertasteten die Einsatzkräfte eher das Gebiet, als dass sie es sahen.
  • Foto: WR Bischofshofen
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Die Wasserrettung Bischofshofen resümierte vor Kurzem ihr Jahr 2018. Dabei gab es viele Erfolge, aber auch vergebliche Einsätze.

BISCHOFSHOFEN. Die Wasserrettung ist im Salzachpongau ein fixer Bestandteil der Rettungskette. Die Ortsstelle Bischofshofen sieht auf ein Jahr voller Erfolge, aber auch auf vergebliche Einsätze zurück. Sie wurden zu 28 Einsätzen gerufen und leisteten dabei 970 Stunden für die Allgemeinheit.

Jahr begann gut

Das Jahr 2018 begann mit zwei Ausrückungen bei denen glücklicherweise niemand zu Schaden kam. Im Jänner sank ein Fahrzeug in der Salzach bei Hallein, allerdings gab es keinen Personenschaden. Bei einem Einsatz in St. Andrä im Lungau wurde eine vermisste Person noch vor der Wasserrettung von einem Polizeihund entdeckt.

Im Frühling kein Glück

Im April konnte bei einem Großeinsatz der Ortsstellen Schwarzach, Gastein, St. Johann und Bischofshofen die gesuchte Person beim Schwarzbachgraben nur noch tot geborgen werden. Im gleichen Monat half die Ortsstelle Bischofshofen bei der Suche eines Verunfallten im Mondsee. Im Mai stürzte ein Auto in den hochwasserführenden Zederhausbach. Vom Fahrer fehlte jede Spur, er wurde am nächsten Tag tot aufgefunden.

Kleines Weihnachtswunder

Ein glücklicheres Ende nahm ein Einsatz am zweiten Weihnachtstag in St. Johann wurde zur Personenrettung bei der "Langen Brücke" gerufen. Nur 14 Minuten nach Alarmeingang wurde die Person den Einsatzkräften des Roten Kreuzes übergeben.

Zusammen geht es besser

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungsorganisationen ist von enormer Bedeutung. Deshalb werden zu den regelmäßigen Übungsabenden der Einsatzmannschaft auch immer wieder Großübungen abgehalten.m Frühling wurde auf Einladung der Feuerwehr Pfarrwerfen ein Verkehrsunfall an der Salzach simuliert. Im Sommer wurde beim Ausbildungstag der Hauptberuflichen Rot Kreuzmitarbeiter des Salzachpongau ebenso ein Verkehrsunfall als Einsatzübung abgearbeitet. Darüber hinaus wird je eine Einsatzübung im Frühling, Sommer und Herbst abgehalten.

Fortgebildet

Aus- und Fortbildung gehören zu dem täglichen Brot der Wasserretter, so legten Sarah Stindl und Florian Hauer die Prüfung zum Fließwasserretter ab. Elisabeth Gewolf nahm die zeitintensive Ausbildung zum Rettungstaucher in angriff und schloß ihren Tauchleistungsschein erfolgreich ab. Den Grundkurs für Funktionäre besuchte Roland Steger und ist nun als Fahrzeug- und Gerätewart in der Ortsstelle tätig.

Toller Nachwuchs

Besonders stolz darf die Wasserrettung Bischofshofen auf ihre Jugendarbeit sein. Bei den Landesmeisterschaften im Rettungsschwimmen im April erlangten die Kids zahlreiche Topplatzierungen, darunter sogar zwei Landesmeistertitel. Auch sie üben regelmäßig, genießen aber auch die vielen Freizeitaktionen wie Jugendlager oder Thermenbesuche. Vanessa Berger und Christoph Kern feierten vergangenes Jahr nicht nur ihren 16. Geburtstag, die beiden wechselten auch in die aktive Einsatzmannschaft der Ortsstelle.

Rettung miterleben

In der Öffentlichkeit präsentierten sich die Wasserretter bei ihrem Sommerfest mit dem Sonnwendschwimmen und besonders beeindruckend für den Nachwuchs bei der Safetytour Kindersicherheitsolympiade im Mai. Außerdem veranstaltet sie während des gesamten Jahres Anfänger- und Rettungsschwimmerkurse.

Unter der Brücke

Ein eher unbekanntes Einsatzgebiet der Wasserrettung ist ihre Arbeit bei Brückenbaustellen. Für zwei Brückenbaustellen entlang der Salzach am Pass Lueg wurde die Wasserrettung den Sommer über mehrmals für einen technischen Einsatz angefordert. Unter anderem wurden für die Bauarbeiter Sicherungssysteme im Fluss aufgebaut. Zwei Nachteinsätze der Wasserrettung Bischofshofen forderte die ÖBB Brückenbaustelle am Pass Lueg Ende November. Bei den Aus- und Einhubarbeiten der Brückenteile wurde von der Behörde ein Sicherungsdienst an der Salzach angeordnet. Mit jeweils zehn Einsatzkräften stand die Wasserrettung zwei Nächte bei Minustemperaturen an der Salzach bereit, musste aber zum Glück nicht eingreifen.

Autor:

Anita Marchgraber aus Pongau

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