Rotes Kreuz Pongau
Freiwillige halten den Dienst in der Krise aufrecht

Horst Winkler vom Bezirksrettungskommando berichtet, dass die Dienststellen im Pongau auch durch viele freiwillige Mitarbeiter bestens für die Corona-Krise gerüstet sind.
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  • Horst Winkler vom Bezirksrettungskommando berichtet, dass die Dienststellen im Pongau auch durch viele freiwillige Mitarbeiter bestens für die Corona-Krise gerüstet sind.
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Wie das Rote Kreuz im Pongau mit der aktuellen Herausforderung rund um das Corona-Virus umgeht, verrät Horst Winkler vom Bezirksrettungskommando im Bezirksblätter-Gespräch.

PONGAU (aho). "Wir halten den Freiwilligenbetrieb nach wie vor aufrecht", schießt Horst Winkler (Bezirksrettungskommando für Öffentlichkeit und Kommunikation) eine gute Nachricht voraus. "Die Anweisungen werden streng befolgt: Es dürfen nur mehr Personen, die aktiv ihren Dienst beim Roten Kreuz leisten, in die Dienststellen – betreten darf das Haus sonst keiner, auch niemand, der nicht definitiv zu einem Dienst eingeteilt ist."

Noch kein Krisenstab im Bezirk nötig

Mit Stand Montag werden die Einsätze nach wie vor vom Krisenstab aus Salzburg koordiniert. "Dort hat man momentan noch alles im Überblick, derzeit gibt es noch keinen Krisenstab im Bezirk. Wir sind alle guter Dinge und frohen Mutes, das alles gut über die Bühne zu bringen, wenn sich die Menschen an die Vorgaben der Regierung halten", sagt Winkler. Freilich häufen sich die Anrufe beim Roten Kreuz. "Es gibt in jedem Gespräch Standardfragen, ob es sich um Krankheit, Verletzung oder Sonstiges handelt. Bei Corona-Verdachtsfällen verweisen wir auf die Gesundheitshotline 1450. Auch wenn es hier zu Wartezeiten kommt, muss man ausharren und darf nicht die Notrufleitung blockieren – die ist ausschließlich für Notfälle vorbehalten."

"Warnungen ernst nehmen"

Von Seiten des Roten Kreuzes wiederholt man die eindringliche Warnung, sich an die Regierungsvorgaben zu halten. "Zu oft wird das Thema noch bagatellisiert, manche nehmen es immer noch nicht ernst genug. Wichtig ist es, sich an die Maßnahmen zu halten, sonst wirken sie nicht", warnt Winkler.

Mehr als 60 Ex-Zivis gemeldet

Die Solidarität der Rot-Kreuz-Mitarbeiter sei derzeit besonders groß. "Nachdem die Zivildiener der letzten Jahre über die Medien zur Mithilfe per freiwilliger Meldung aufgerufen worden sind, haben wir im Pongau bereits mehr als 60 positive Antworten erhalten. Momentan besteht kein zusätzlicher Bedarf", sagt Winkler, der aber auch weiß, dass sich dies jederzeit ändern könne. Zum Eigenschutz betreten die Sanitäter im Notfall Wohnungen meist mit Mundschutzmaske. "Die Menschen brauchen sich davor nicht fürchten. Die Mitarbeiter versuchen eben alles zu nutzen, um das eigene Gesundheitssystem nicht zu belasten. Es liegt auch in der Eigenverantwortung der Freiwilligen, ob sie einen Dienst machen oder nicht."

Auf Notfälle gut vorbereitet

Für Notfälle von Coronapatienten oder Corona-Notfälle ist man bestens vorbereitet. "Sollte sich etwa ein Corona-Infizierter ein Bein brechen und die Notrufnummer wählen, gibt es zunächst die übliche Kurzbefragung. Dann wird der Patient in eigens eingerichtete Bereiche im Krankenhaus transportiert, wo er behandelt wird", erklärt Winkler. Bei Notfällen, die durch den Coronavirus verursacht werden, komme indes ein gesondertes Team vom Landesverband. "Solche Fälle werden von einem eigenen Team betreut, wir brauchen derzeit noch keine Infektionstransporte in den Bezirksstellen. Sollten mehrere Infektionstransportfahrzeuge benötigt werden, stehen die Autos dafür in den Bezirksstellen bereit, jedes Rot-Kreuz-Fahrzeug kann umgerüstet werden. Auf Infektionstransporte wurden auch alle Rot-Kreuz-Mitarbeiter in der Sanitätsausbildung geschult und trainiert", weiß Winkler.

Hände waschen, daheim bleiben

Neben dem Einschränken bzw. Meiden von sozialen Kontakten zählt das richtige Händewaschen zu den besten Vorsichtsmaßnahmen, die jeder Einzelne leisten kann, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das Rote Kreuz zeigt im folgenden Video, wie man sich die Hände gründlich reinigt:

Weitere Beiträge zum Thema Coronavirus in Salzburg

Die Bezirksblätter haben einen Themen-Channel zum Coronavirus in Salzburg eingerichtet. Zahlreiche Beiträge dazu findest du hier:
>>> www.meinbezirk.at/corona-salzburg <<<

Horst Winkler vom Bezirksrettungskommando berichtet, dass die Dienststellen im Pongau auch durch viele freiwillige Mitarbeiter bestens für die Corona-Krise gerüstet sind.
Horst Winkler, Bezirksrettungskommando (Öffentlichkeit und Kommunikation).

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Autor:

Alexander Holzmann aus Pongau

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