Zebrastreifen gefordert
Braucht die L229 in Pfarrwerfen einen Schutzweg?

Am Abschnitt zwischen Dienstleistungszentrum und der Bushaltestelle beim M-Preis gibt es keinen Zebrastreifen.
  • Am Abschnitt zwischen Dienstleistungszentrum und der Bushaltestelle beim M-Preis gibt es keinen Zebrastreifen.
  • hochgeladen von Alexander Holzmann

Pfarrwerfen prüfte die Frequenz der Straßenüberquerungen auf der Werfenwenger Landesstraße.

PFARRWERFEN (aho). Über zu wenig Unterstützung für fußgänger- und radfahrerfreundliche Maßnahmen beklagt sich Pfarrwerfens Gemeindevertreterin Sumeeta Hasenbichler (SPÖ) per Leserbrief. Sie fordert, einen "dringend benötigten Zebrastreifen an der stark befahrenen Werfenwenger-Landesstraße entlang dem M-Preis in Pfarrwerfen und dem neuen Dienstleistungszentrum Eco-Point" zu errichten. "Der Schutzweg wurde mit dem Argument abgelehnt, dass statistisch gesehen die meisten Unfälle auf den Zebrastreifen passieren würden. Man solle lieber die Kinder dazu erziehen, beim Queren der Straße aufzupassen", behauptet Hasenbichler.

Verkehrszählung ist erfolgt

"Tatsache ist, dass es aufgrund des starken und unübersichtlichen Verkehrs ein lebensgefährliches Unterfangen ist, diese Straße – auch ein wichtiger Schulweg – überhaupt zu überqueren", sagt die Gemeindevertreterin. Auf Anfrage stellte Bürgermeister Bernhard Weiß (ÖVP) klar, dass die Gemeinde keinesfalls einen Schutzweg verhindern wollte: "Die Statistiken zu den Unfallzahlen auf Schutzwegen waren nicht der ausschlaggebende Grund. Ganz im Gegenteil haben wir eine Verkehrszählung in Auftrag gegeben. Bei neun Messungen an drei Tagen zu drei Tageszeiten wurde aber nur zweimal die nötige Zahl von 30 Querungen erreicht, wobei einmal eine Schulklasse über die Straße gegangen war. Das Ergebnis war für Bezirkshauptmannschaft und Polizei eindeutig – ein Zebrastreifen ist hier nicht notwendig."

"Nur Mutige queren Straße"

Die geringe Frequenz erklärt Hasenbichler dadurch, "dass nur wenige Mutige sich trauen, hier zu Fuß zu gehen, und auch in unserem Fall die Kinder zum Physiotherapeuten mit dem Auto gefahren werden. Ich frage mich: Welches Signal senden wir an die Bevölkerung? Bitte fahr mit dem Auto, weil zu Fuß gehen lebensgefährlich ist. Wir brauchen jetzt mehr Schutzwege. Jeder Tag mehr ist ein Tag, an dem Menschenleben mutwillig gefährdet werden."
Der Bürgermeister weist darauf hin, dass die meisten Besucher des Physiotherapeuten ohnehin aufgrund von Verletzungen mit dem Auto gefahren werden. Außerdem habe man sich bereits vorher darauf geeinigt, das Ergebnis der Zählung als bindend anzunehmen: "Wir müssen uns auch an die Gegebenheiten halten und können einen Zebrastreifen auf einer Landesstraße nicht ohne Zustimmung der zuständigen Behörden errichten. Bisher hat es laut Polizei auch keine Probleme gegeben."

Lösung in zwei Jahren

Zudem gestalte sich die Festlegung einer Position für einen Zebrastreifen schwierig: "Die Leute queren die Straße an verschiedenen Stellen. Auf der einen Seite müsste das Dorf mit dem Dienstleistungszentrum verbunden werden, auf der anderen Seite bräuchten die Schüler eine Querungshilfe eher bei der rund 100 Meter entfernten Bushaltestelle", sagt Weiß. Hasenbichler bedauert, dass eine Querungshilfe erst nach zwei Jahren kommen solle. Diese könne laut Weiß nur im Zuge einer neu errichteten Linksabbiegespur (von Werfenweng kommend Richtung M-Preis) entstehen. "Für diese Straße und die Abbiegespur ist das Land zuständig. Im Zuge dieser Bauarbeiten soll eine Insel zur leichteren Überquerung der Straße entstehen – damit ist aber frühestens in zwei Jahren zu rechnen."

>>> Hier geht's zum vollständigen Leserbrief von GV Sumeeta Hasenbichler

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