Zusätzliche Parkplätze
Grünes Licht für die Erweiterung der Mönchsberggarage

 Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass für den Ausbau der Garage keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist.
  • Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass für den Ausbau der Garage keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist.
  • Foto: Neumayr
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Für den Ausbau der Parkgarage im Mönchsberg ist laut Gerichtsurteil keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich.

SALZBURG. Für die heiß diskutierte Erweiterung der Mönchsberggarage gibt es jetzt grünes Licht: Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass für den Ausbau der Garage keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist.

Für Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) ist damit eine wichtige Hürde für die Erweiterung der Altstadtgarage aus dem Weg geräumt. "Dem Baubeschluss dürfte nun nichts mehr im Weg stehen. Erfreulich ist für mich nicht nur die vom Verwaltungsgerichtshof erteilte rechtliche Bestätigung, sondern auch die Tatsache, dass ein jahrelanges Verhindern und Blockieren nunmehr sein Ende findet“, so Preuner.

Mehr Parkraum für Innenstadtbewohner

Der Bürgermeister sieht durch die Erweiterung der Parkgarage positive Auswirkungen für das Stadtbild, denn mit der jetzt "zügig anzugehenden Erweiterung werde die Voraussetzung für eine weitere Freimachung der Innenstadt von parkenden Kfz geschaffen. Die Bewohner der Innenstadt erhalten dadurch ausreichend Parkraum. Gerade in den letzten Monaten haben sich von Bewohnerseite die Beschwerden über den Parkplatzmangel im Altstadtbereich massiv gehäuft", betont Preuner. 

Für SPÖ ist Begegnungszone sehr wichtig

Positiv zeigt sich auch die SPÖ: Klubvorsitzende Andrea Brandner sieht mit dem Ausbau der Garage die Möglichkeit, die Anzahl der Oberflächenparkplätze in der Stadt zu reduzieren: "Mit weniger parkenden Autos und Verkehr steigt die Aufenthaltsqualität in der Stadt. Die Altstadt wird vom Verkehr entlastet und gleichzeitig werden die Wirtschaftstreibenden dort gestärkt.“ 

Für Brandner sei besonders wichtig, beim Ausbau die geplante Begegnungszone zwischen Neutor und Anton-Neumayr-Platz zu berücksichtigen. "Beide Maßnahmen tragen zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt wesentlich bei. Deshalb darf aber auch auf die Begegnungszone auf gar keinen Fall vergessen werden", so Brandner. 

Bürgerliste: "Rückschlag für den Klimaschutz"

Die grüne Umwelt- und Baustadträtin Martina Berthold (Bürgerliste) nennt das Urteil einen "herben Rückschlag für den Klimaschutz. 650 zusätzliche Parkplätze belasten unsere Gesundheit, unsere Natur und unser Klima." Sie wolle weiterhin entschieden gegen den Ausbau der Mönchsberggarage kämpfen.

 „In Zeiten der Klimakrise ein derartiges Megaprojekt durchzuziehen, ist wider die Vernunft und ein katastrophales Erbe für nachfolgende Generationen. Noch mehr Autos in der Innenstadt bedeuten noch mehr Lärm und Belastung für die Salzburgerinnen und Salzburger und verstopfte Straßen", erklärt Berthold. 

Gefährden Bauarbeiten den Almkanal?

Für sie sei der Garagenausbau nicht nur verkehrspolitisch "widersinnig". Die Baustelle bedrohe laut Berthold den Natur- und Naherholungsraum am Krauthügel im Nonntal. "Dort soll der gesamte Aushub der Baustelle zwischengelagert und dann mit bis zu 20.000 LKW-Fahrten abtransportiert werden. Offen ist auch noch, ob die Bauarbeiten nicht auch den denkmalgeschützten Almkanal gefährden. Ein Einsturz wäre fatal", so die grüne Stadträtin. Sie fordert stattdessen, das Geld in die Salzburger Öffis und ein intelligentes Park und Ride-System für Touristen zu investieren.

Autor:

Lisa Gold aus Salzburg-Stadt

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