Salzburger Festspiele
Eröffnung der Salzburger Festspiele 2024

Die Salzburger Festspiele 2024 sind eröffnet. Im Bild v.l.: Kristina Hammer (Präsidentin Salzburger Festspiele), Präsident Petr Pavel (Tschechien) mit Gattin Eva Pavlová, Nina Chruschtschowa, Festspielrednerin und Urenkelin vom einstigen sowjetischen KP-Parteichefs Nikita Chruschtschow, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Markus Hinterhäuser, künstlerischer Leiter Salzburger Festspiele, Doris Schmidauer, Christina Haslauer, Landeshauptmann Wilfried Haslauer | Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
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  • Die Salzburger Festspiele 2024 sind eröffnet. Im Bild v.l.: Kristina Hammer (Präsidentin Salzburger Festspiele), Präsident Petr Pavel (Tschechien) mit Gattin Eva Pavlová, Nina Chruschtschowa, Festspielrednerin und Urenkelin vom einstigen sowjetischen KP-Parteichefs Nikita Chruschtschow, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Markus Hinterhäuser, künstlerischer Leiter Salzburger Festspiele, Doris Schmidauer, Christina Haslauer, Landeshauptmann Wilfried Haslauer
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Mit dem traditionellen Empfang mit militärischen Ehren sowie einem Festakt in der Felsenreitschule wurden heute, am 26. Juli 2024 die 104. Salzburger Festspiele offiziell eröffnet. 

Die Salzburger Festspiele 2024 sind eröffnet. Im Bild v.l.: Kristina Hammer (Präsidentin Salzburger Festspiele), Präsident Petr Pavel (Tschechien) mit Gattin Eva Pavlová, Nina Chruschtschowa, Festspielrednerin und Urenkelin vom einstigen sowjetischen KP-Parteichefs Nikita Chruschtschow, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Markus Hinterhäuser, künstlerischer Leiter Salzburger Festspiele, Doris Schmidauer, Christina Haslauer, Landeshauptmann Wilfried Haslauer | Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
  • Die Salzburger Festspiele 2024 sind eröffnet. Im Bild v.l.: Kristina Hammer (Präsidentin Salzburger Festspiele), Präsident Petr Pavel (Tschechien) mit Gattin Eva Pavlová, Nina Chruschtschowa, Festspielrednerin und Urenkelin vom einstigen sowjetischen KP-Parteichefs Nikita Chruschtschow, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Markus Hinterhäuser, künstlerischer Leiter Salzburger Festspiele, Doris Schmidauer, Christina Haslauer, Landeshauptmann Wilfried Haslauer
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SALZBURG. Bei Kaiserwetter wurden heute die Salzburger Festspiele eröffnet. Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Bundespräsident Alexander van der Bellen begrüßen Salzburg neben dem tschechischen Präsidenten Petr Pavel zahlreiche Ehrengäste. Die Festrede hielt Nina Chruschtschowa, Urenkelin des einstigen sowjetischen KP-Parteichefs Nikita Chruschtschow. Während der Landeshauptmann einen minutenlangen Applaus für seine Rede erhielt, brillierte Bundespräsident Alexander van der Bellen mit einer humorvollen, aber nachdenklich stimmenden Eröffnungsansprache.

Hoffnung durch die "Engel des Alltags"

Der Landeshauptmann Wilfried Haslauer brachte das Ringen zwischen den Engeln und Dämonen in dieser Welt und "uns" selbst auf die Bühne in dem er ein sehr lebhaftes Bild in seiner Ansprache zeichnete. „Die Salzburger Festspiele bringen das Ringen zwischen Engeln und Dämonen in uns auf die Bühne. In Zeiten von Kriegen, Inflation, rasender technologischer Entwicklung, gesellschaftlicher Änderungen, medialer Umwälzungen, kultureller Verwerfungen wächst die Sehnsucht nach Ordnung und Sicherheit, nach einem Leben, wie es früher einmal war. Die Schattenseiten der Vergangenheit werden ausgeblendet. Wenig beachtet und für selbstverständlich genommen: die schweigende Mehrheit all jener, die Beispiel geben, an sich und unser Land glauben und es tagtäglich am Laufen halten“, so der Landeshauptmann.

Kunst ist das, was bleibt

Die diesjährige Festspielrednerin Nina Chruschtschowa, Professorin für Internationale Beziehungen und Komparatistik in New York, ging auf Idealismus in Zeiten von Krieg und Frieden ein. Dabei sparte sie weder an Kritik am Vorgehen von Moskau, noch am in Kiev beschlossenen Antikulturgesetz gegen Russland, dass einen Teil deren gemeinsamen Geschichte ausklammert. Für die Rednerin ist vielmehr die Kunst idealistisch, indem sie das Beste in uns zum Vorschein bringt. Sie ist „das, was von uns bleibt, wenn wir nicht mehr da sind.“ Sie kann Tyrannei und Krieg nicht verhindern, entlarvt sie aber immer wieder aufs Neue. „Hätten die Machthaber im Kreml die Lektionen beachtet, die sie die Kunst über vergangene tyrannische Regime gelehrt hat, dann hätte es in Russland nicht so viele Diktaturen gegeben. Aber Herrscher sind schlechte Schüler. Sie wissen Kultur nicht zu schätzen – sonst hätten Stalin und Putin keine Meisterwerke vernichtet und nicht Künstlerinnen und Künstler inhaftiert“, so die Festspielrednerin.


"Wie sind wir eigentlich"

Von Optimismus, Ironie und einer österreichischen Selbstreflexion war die Rede von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der traditionell als letzter sprach, um danach die Festspiele zu eröffnen, geprägt. "Wir stehen vor vielen großen Entscheidungen. Klima. Energie. Migration. Sicherheit. Friede. Freiheit. Das sind die Themen, über die wir entscheiden müssen. Entscheiden wir nicht voll Angst. Sondern voll Zuversicht. Wir brauchen uns nicht zu fürchten und keine Angst zu haben. Die Zukunft ist für uns ein schöner Ort. Weil wir so viel mitbringen. Wir sind Österreich, wir machen das schon", so Van der Bellen. In seiner Rede stellte er einen Bezug auf Österreich an und erinnerte an einen Satz den er vor fünf Jahre gebraucht hatte „So sind wir nicht“ und stellte dazu die Frage: wie "wir denn eigentlich sind". Zum Ende seiner Rede schlussfolgerte der Bundespräsident, "Österreich macht neben allen Eigenklischees eine Neugierde aus und "keine trotzige Beharrlichkeit". Und in Österreich liebe man am Ende doch das Schöne. Das Schöne finde man in Österreich ja sogar im 'vermeintlich Schirchen' ", der Bundespräsident merkte lächelnd an: "ich hoffe, das hat jetzt jeder verstanden. Das Publikum quittierte mit Klatschen und Gelächter. Danach waren die Salzburger Festspiele des Jahres eröffnet.

Traditionell werden Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Bundespräsident Alexander Van der Bellen und die zahlreichen Ehrengäste bei der offiziellen Festspieleröffnung mit militärischen Ehren am Residenzplatz empfangen. | Foto: Martin Schöndorfer
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SALZBURG. Mit allen Militärischen und Offiziellen Ehren wurde der Bundespräsident Alexander van der Bellen am Salzburger Residenzplatz empfangen. Den Start machte gerade die Salzburger Militärmusik. Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Bundespräsident Alexander Van der Bellen schreiten auf dem Residenzplatz eine Ehrenformation des Bundesheeres ab und treffen gegen 10.45 Uhr mit ihren Gästen vor dem Festspielhaus ein, wo sie von Festspielpräsidentin Kristina Hammer bereits erwartet wurden.

Traditionell werden Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Bundespräsident Alexander Van der Bellen und die zahlreichen Ehrengäste bei der offiziellen Festspieleröffnung mit militärischen Ehren am Residenzplatz empfangen. | Foto: Martin Schöndorfer
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Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit Präsident Petr Pavel (Tschechien) beim Empfang der Salzburger Festspiele am Residenzplatz. | Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
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Empfang mit militärischen Ehren am Salzburger Residenzplatz und der feierlichen Eröffnung im Großen Festspielhaus. Im Bild v.l.: Landeshauptmann Wilfried Haslauer mit Präsident Petr Pavel (Tschechien) begrüßen Landespolizeidirektor Bernhard Rausch am Residenzplatz | Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
  • Empfang mit militärischen Ehren am Salzburger Residenzplatz und der feierlichen Eröffnung im Großen Festspielhaus. Im Bild v.l.: Landeshauptmann Wilfried Haslauer mit Präsident Petr Pavel (Tschechien) begrüßen Landespolizeidirektor Bernhard Rausch am Residenzplatz
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Chruschtschow-Urenkelin hält Festspielrede

Beim Festakt um 11 Uhr spielt das Mozarteum-Orchester Werke von Sergej Prokofjew, Max Bruch und Alfred Schnittke. Festspielpräsidentin Hammer, Landeshauptmann Haslauer und Vizekanzler Werner Kogler richten Grußworte an die Gäste. Die Festrede hält Nina Chruschtschowa, Urenkelin des einstigen sowjetischen KP-Parteichefs Nikita Chruschtschow, gefolgt von der Eröffnungsansprache des Bundespräsidenten.

Kristina Hammer, Präsidentin Salzburger Festspiele | Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
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Landeshauptmann Wilfried Haslauer | Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
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Vizekanzler Werner Kogler | Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
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Wirtschaftsfaktor Salzburger Festspiele

Die Festspiele sind für die Salzburger Wirtschaft ein wichtiger Konjunkturmotor. 250 Millionen Euro an Wertschöpfung in Österreich werden erzielt, davon 199 Millionen in Salzburg. Das weltweit führende Dreispartenfestival mit Oper, Konzert und Schauspiel sorgt für 2.943 Vollzeitarbeitsplätze in Österreich, davon 2.589 in Salzburg, sowie für 96 Millionen Euro an Steuern und Abgaben, listet die aktuelle Festspielstudie-Wertschöpfungsanalyse auf. Zum Salzburger Kultur als starker Standortfaktor HIER

Redaktion
Martin Schöndorfer und Carmen Kurcz

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