Großübung in Gastein
230 Einsatzkräfte probten auf der Schlossalm den Ernstfall
- Einsatzkräfte trainierten den Ernstfall auf der Schlossalm in Bad Hofgastein.
- Foto: Land Salzburg/Neumayr/Hölzl
- hochgeladen von Michael Kretz MSc
Vermisste Kinder im Speicherteich, Personen in einer Seilbahn und Rettungseinsätze am Klettersteig auf der Schlossalm in Bad Hofgastein mussten rund 230 Einsatzkräfte acht Übungsszenarien gleichzeitig bewältigen. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz, sehen aber auch Verbesserungsmöglichkeiten.
BAD HOFGASTEIN. Rettungseinsätze am Berg verlangen den Einsatzkräften viel ab. Schwer zugängliches Gelände, die Versorgung mit Löschwasser und die Bergung aus Gondeln stellen besondere Anforderungen an Organisation und Zusammenarbeit. Wie gut die Abläufe ineinandergreifen, wurde am Samstag, 3. Oktober, bei einer Großübung auf der Schlossalm erprobt.
- Einsatzkräfte trainierten den Ernstfall auf der Schlossalm in Bad Hofgastein.
- Foto: Land Salzburg/Neumayr/Hölzl
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Um 15 Uhr wurden rund 230 Einsatzkräfte alarmiert. Bis etwa 19 Uhr arbeiteten sie an acht unterschiedlichen Schadensstellen. Beteiligt waren die Freiwilligen Feuerwehren, die Berg- und Wasserrettung, die Alpinpolizei, örtliche Polizeiinspektionen sowie die Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau.
Rettung aus Gondeln und Suche im Speicherteich
Während Feuerwehrkräfte mit Atemschutzgeräten in der Bergstation im Einsatz waren, suchte die Wasserrettung im Speicherteich nach vermissten Kindern. Die Bergrettung übte die Bergung von Personen aus der Seilbahn. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rettung vom Klettersteig.
- Einsatzkräfte trainierten den Ernstfall auf der Schlossalm in Bad Hofgastein.
- Foto: Land Salzburg/Neumayr/Hölzl
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Rund 100 Statistinnen und Statisten halfen dabei, die Situationen möglichst realistisch darzustellen. Auch das Zusammenspiel von Drohnenteam und Flugrettung sowie die Abläufe bei einsetzender Dunkelheit gehörten zu den Übungsaufgaben.
„Die exponierte Lage am Berg war für die teilnehmenden Kräfte etwas Besonderes. Hier muss jeder Handgriff sitzen. Denn im Ernstfall zählt jede Minute“, sagt Michael Rachensperger, Katastrophenschutzreferent im Pongau. Kenntnisse über verfügbare Löschwasserquellen und mögliche Gefahren könnten im tatsächlichen Einsatz wertvolle Zeit sparen.
Einsatzleitung bündelte die Informationen
Für die Koordination war das Einsatzleitfahrzeug die zentrale Anlaufstelle. Dort liefen die Informationen zusammen und wurden an die einzelnen Schadensstellen weitergegeben. Nach Einschätzung Rachenspergers funktionierte die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen sehr gut.
- Einsatzkräfte trainierten den Ernstfall auf der Schlossalm in Bad Hofgastein.
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Die Übung machte zugleich deutlich, wo Abläufe noch verbessert werden können. „Es hat uns aber auch gezeigt, wo noch kleines Optimierungspotenzial besteht. Genau deshalb finden die Übungen statt, damit wir alle Abläufe unter die Lupe nehmen können“, bilanziert der Katastrophenschutzreferent.
Mehrere Monate Vorbereitung
Die Initiative für die Großübung kam von den Gasteiner Seilbahnen. Der Vorbereitung gingen mehrere Monate Planung voraus. Die Bergbahn stellte Räumlichkeiten und Gelände zur Verfügung, damit die Einsatzorganisationen unter möglichst praxisnahen Bedingungen trainieren konnten.
Übungsleiter Rupert Sendlhofer, Ortsfeuerwehrkommandant von Bad Hofgastein, sieht die gesetzten Aufgaben erfüllt. „Wir haben alle unsere Ziele erreicht“, erklärt er. Besonders die Koordination zwischen Einsatzleitung und Mannschaften sowie die Personenrettung standen im Mittelpunkt.
Auch Andreas Innerhofer, Vorstandsvorsitzender der Gasteiner Bergbahnen AG, bedankte sich bei den Beteiligten für die Abwicklung. Für die Einsatzorganisationen liefern die Erfahrungen auf der Schlossalm eine Grundlage, um die gemeinsamen Abläufe für künftige Notfälle weiter zu verbessern.
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