Soziale Netzwerke werden immer öfter zur Falle
Warum wurde es so einfach uns zu Belügen
- hochgeladen von Michael Kretz MSc
Personen verlieren ihre Ersparnisse an falsche Polizisten, ganze Familien werden über WhatsApp oder Telegram mit haarsträubenden Theorien über „geheime Eliten“ und „verheimlichte Wahrheiten“ verunsichert. Die Zahl der Opfer von Trickbetrug steigt ebenso wie die Zahl derer, die sich in den Parallelwelten sozialer Medien von Verschwörungserzählungen einfangen lassen. Aber warum ist das eigentlich so?
Ein Grund ist die gewohnte Nähe der Kanäle, über die diese Täuschungen verbreitet werden. WhatsApp, Telegram, Signal & Co. sind für viele Menschen intime Kommunikationsmittel, über die Familie, Freunde und Bekannte wechselseitig in Kontakt treten. Was dort ankommt, wirkt „vertraut“ und daher glaubwürdig – auch wenn es im Hintergrund anonym von Kriminellen oder Propagandisten gesteuert wird. Misstrauen fällt schwer, weil es die privaten Kommunikationssphären durchdringt.
Betrüger und Ideologen nutzen gezielt Verunsicherung. In Zeiten von Krisen, Unsicherheit und wachsendem Misstrauen gegenüber Politik und Institutionen sind Menschen anfälliger, einfache Antworten auf komplexe Fragen zu glauben oder reflexartig zu handeln, ohne zu prüfen.
Hinzu kommt ein Mangel an digitaler Medienkompetenz. Viele wissen nicht, wie leicht sich Videos manipulieren, Profile fälschen und Nachrichtenketten inszenieren lassen. Fake News, Phishing-Nachrichten wirken täuschend echt. Es ist kaum mehr möglich, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden, gerade wenn Emotionen angesprochen werden.
Aktuelle Nachrichten aus Salzburg auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.