Neuer Berufsschulstandort
Salzburg bildet nun eigene Pflegekräfte aus
- v.l.: Manfred Jenni (Schulqualitätsmanager in der Bildungsdirektion), Christoph Burgschwaiger (Projektkoordinator des Umbaus, Bildungsdirektion), Christina Raaber (Pflegelehrling im 1. Lehrjahr), Landesrätin Daniela Gutschi und Direktor Günther Friedrich (LBS 3)
- Foto: Land Salzburg/Neumayr/Hofer
- hochgeladen von Michael Kretz MSc
Ein wichtiger Schritt für die Pflegeausbildung in Salzburg ist gesetzt. Ab dem kommenden Schuljahr wird die theoretische Ausbildung für Pflegelehrlinge erstmals im Bundesland selbst angeboten. Damit entfällt für viele junge Menschen der bisher notwendige Weg nach Tirol, ein Schritt, der nicht nur den Ausbildungsalltag erleichtert, sondern auch als klares Signal gegen den Fachkräftemangel in der Pflege gewertet wird.
SALZBURG. Seit zwei Jahren wird die Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz in Salzburg im Rahmen einer dualen Lehre angeboten. Während die praktische Ausbildung in regionalen Einrichtungen erfolgt, mussten die Lehrlinge bislang für den schulischen Teil gebündelt an die Tiroler Fachberufsschule nach Innsbruck wechseln, verbunden mit mehrwöchigen Aufenthalten fernab des Wohnorts.
Das ändert sich nun grundlegend: An der Landesberufsschule 3 in Salzburg-Itzling entsteht aktuell ein eigener Ausbildungsstandort für Pflegelehrlinge. Im Zuge von Umbauarbeiten werden bestehende Räumlichkeiten modernisiert und neu strukturiert. Künftig stehen neben zwei Klassenzimmern auch drei spezialisierte Praxisräume zur Verfügung, in denen realitätsnahe Pflegesituationen simuliert werden, von der Versorgung im Krankenhaus über die Pflege im Heim bis hin zur Betreuung im eigenen Zuhause.
- Landesrätin Daniela Gutschi und Direktor Günther Friedrich (LBS 3)
- Foto: Land Salzburg/Neumayr/Hofer
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Landesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) sieht darin einen entscheidenden Fortschritt: Die Ausbildung werde dadurch attraktiver, gleichzeitig könne man gezielt dem steigenden Bedarf an Pflegepersonal begegnen. Auch Direktor Günther Friedrich betont die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts und spricht von einer „Wiederbelebung“ der vorhandenen Ressourcen am Standort.
Bereits im Schuljahr 2026/27 sollen rund 45 bis 50 Lehrlinge in den ersten beiden Ausbildungsjahren in Salzburg unterrichtet werden. Dass dieser Schritt möglich wird, ist nicht zuletzt auf die positive Entwicklung der Pflegelehre im Bundesland zurückzuführen. Laut Bildungsdirektion hat sich das neue Ausbildungsmodell etabliert und stößt auf großes Interesse.
Der Umbau selbst erfolgt in den Sommermonaten und gilt als ambitioniertes Projekt mit kurzer Umsetzungszeit. Erfahrungen aus vergleichbaren Einrichtungen in anderen Bundesländern fließen dabei ebenso ein wie aktuelle Anforderungen an eine moderne Pflegeausbildung.
Mit dem neuen Standort wird Salzburg künftig einen wesentlichen Teil der Pflegeausbildung eigenständig abdecken, ein Ausbau, der sowohl für Lehrlinge als auch für das gesamte Gesundheitssystem spürbare Vorteile bringen dürfte.
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