Salzburg will das Rekordniveau im Winter halten

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Nach einem starken Sommer startet Salzburg mit hohen Erwartungen in die Wintersaison 2026/27. Die Tourismuswirtschaft will an den Nächtigungsrekord des vergangenen Winters anschließen. Helfen sollen zusätzliche Angebote abseits der Pisten und große Sportveranstaltungen darunter erstmals das Finale der Vierschanzentournee der Frauen in Bischofshofen.

SALZBURG. Mit 16,05 Millionen Nächtigungen erreichte Salzburg im Winter 2025/26 einen neuen Höchststand. Das Plus gegenüber der Vorsaison betrug 3,1 Prozent. Für den kommenden Winter lautet das Ziel, dieses Ergebnis möglichst zu halten.

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„Wir haben den Ehrgeiz, dieses hohe Niveau zu erhalten“, sagt Leo Bauernberger, Geschäftsführer der SalzburgerLand Tourismus GmbH.

Rückenwind liefern die bisherigen Sommerzahlen: Von Mai bis August 2026 wurden im Bundesland 11,75 Millionen Nächtigungen gezählt. Das sind um 2,8 Prozent oder rund 320.000 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für eine abschließende Sommerbilanz fehlen allerdings noch die Monate September und Oktober.

Saisonstart am Kitzsteinhorn

Den Auftakt zum Salzburger Skiwinter macht das Kitzsteinhorn: Am Samstag, 10. Oktober, soll dort der Skibetrieb beginnen. Weitere Gebiete folgen in den kommenden Wochen. Obertauern plant den Start für den 20. November. Zum Auftaktprogramm gehören Konzerte der Fantastischen Vier am 28. November und von Anastacia am 4. Dezember.

Für die Bewerbung des Winterurlaubs setzt die SalzburgerLand Tourismus GmbH in dieser Saison fünf Millionen Euro ein. Im Mittelpunkt stehen der deutschsprachige Raum und die Niederlande. Die Kampagne unter dem Motto „Dafür leben wir“ soll neben dem Skifahren auch die übrigen Winterangebote sichtbar machen.

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Die Ausgangslage auf den Herkunftsmärkten ist unterschiedlich: Während die Nächtigungen arabischer Gäste im bisherigen Sommer um rund 30 Prozent zurückgingen, verzeichneten unter anderem Tschechien, Großbritannien, die USA und Israel zweistellige Zuwächse. Österreich und Deutschland legten um 2,2 beziehungsweise zwei Prozent zu. Die breite Verteilung der Gäste auf unterschiedliche Märkte habe sich erneut bewährt, betont Bauernberger.

Mehr Auslastung außerhalb der Spitzenzeiten

Skifahren bleibt die wichtigste Säule des Salzburger Wintertourismus. Zugleich gewinnen Kombinationen mit Erholung, Kulinarik und Kultur an Bedeutung. Winterwandern, Langlaufen, Thermen und Adventangebote sollen zusätzliche Gäste ansprechen und die Auslastung außerhalb der klassischen Ferienzeiten verbessern.

„Wir wollen den Winter nicht auf das Skifahren reduzieren“, sagt Bauernberger.

Dass Angebote außerhalb der Hauptsaisonen stärker nachgefragt werden, zeigen nach Angaben der Tourismusgesellschaft auch die längerfristigen Zahlen: In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Nächtigungen im Mai und Juni um 26,7 Prozent, im September und Oktober um 20,5 Prozent.

Für den kommenden Winter erwartet Bauernberger wegen des frühen Ostertermins Ende März eine kompakte Saison. Umso wichtiger wird für die Betriebe die Nachfrage zu Beginn und gegen Ende des Winters.

Zwei Weltcuprennen in Flachau

Internationale Sportveranstaltungen sollen Salzburg zusätzlich ins Blickfeld rücken. Ab 10. Dezember stehen die Gastein Classics auf dem Programm. Flachau richtet am 4. und 5. Jänner 2027 erstmals zwei Damenrennen unter Flutlicht aus: Auf einen Nachtriesenslalom folgt am nächsten Abend der Nachtslalom.

Am 27. und 28. Februar ist außerdem die Rückkehr des alpinen Ski-Weltcups nach Saalbach Hinterglemm auf den Zwölferkogel vorgesehen zwei Jahre nach der dortigen Weltmeisterschaft.

Historische Premiere in Bischofshofen

Eine besondere Neuerung bringt die Vierschanzentournee: In der Saison 2026/27 treten erstmals auch die Frauen an allen vier Tourneeorten an. Ihr Finale auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen ist für den 5. Jänner angesetzt. Einen Tag später folgt traditionell die Entscheidung bei den Männern. Die Premiere fällt mit der 75. Auflage der Tournee zusammen.

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Für Manfred Schützenhofer, Präsident des Skiclubs Bischofshofen und OK-Chef der Tournee, eröffnet das neue Chancen für den Sport und die Region. Auch Skisprung-Olympiasieger Daniel Huber begrüßt die Entwicklung. Der Seekirchner, der 2022 in Bischofshofen einen Heimsieg feierte, sieht darin eine wichtige Möglichkeit, jungen Mädchen dieselbe Begeisterung für den Sport zu vermitteln, die ihn selbst als Kind erfasst hat.

Ende Jänner kommt ein weiteres Sportereignis hinzu: Die neue „Mountain Classic“ soll am 30. und 31. Jänner Spiele der ICE Hockey League und der Women’s Hockey League unter freiem Himmel in den Schanzenauslauf bringen. Anschließend soll die Eisfläche bis Mitte März öffentlich nutzbar bleiben.

Michael Rettenwender, Geschäftsführer der Salzburger Sonnenterrasse und des Tourismusverbands Bischofshofen, sieht darin ein Angebot, das sowohl Gäste als auch Einheimische anspricht.

Öffentlicher Verkehr als Teil des Urlaubs

Eine wichtige Rolle spielt auch die Mobilität. Seit der Einführung des Guest Mobility Tickets im Mai 2025 wurden laut den vorgelegten Angaben mehr als 7,5 Millionen Tickets ausgegeben. Nächtigungsgäste können damit während ihres Aufenthalts den öffentlichen Verkehr im Bundesland nutzen.

Das Angebot soll Wege vor Ort erleichtern und Urlaub ohne eigenes Auto attraktiver machen. Gerade bei der Verbindung von Skigebieten, Ausflugszielen, Thermen und Kulturangeboten wird die Erreichbarkeit zu einem Bestandteil des touristischen Gesamtangebots.

Bedeutung reicht über Hotels hinaus

Wie stark Salzburg wirtschaftlich vom Tourismus geprägt ist, zeigen die zuletzt verfügbaren Daten aus dem Jahr 2023: Die direkte und indirekte touristische Wertschöpfung lag bei rund 4,84 Milliarden Euro. Das entsprach 13,2 Prozent des Bruttoregionalprodukts. Rund 41.900 Arbeitsplätze, gerechnet in Vollzeitäquivalenten, waren direkt oder indirekt mit dem Tourismus verbunden.

Eine gut ausgelastete Wintersaison ist damit nicht nur für Hotels und Gastronomie entscheidend. Auch Handel, Verkehr, Kultur- und Freizeitbetriebe profitieren von der Nachfrage. Ob Salzburg das Rekordniveau des Vorjahres halten kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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Nächtigungszahlen im Juli 2026 fast auf Vorjahresniveau
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