AMS Salzburg
Warum Sicherheitsschleusen in Salzburg keine Option sind, Linz aber testet

Die AMS-Geschäftsstelle Salzburg-Umgebung in der Auerspergstraße. | Foto: AMS
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  • Die AMS-Geschäftsstelle Salzburg-Umgebung in der Auerspergstraße.
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Das AMS Linz startet mit Sicherheitsschleusen als Pilotprojekt für ganz Österreich. Salzburg setzt vorerst auf ein Bündel anderer Maßnahmen gegen die Aggression von Kunden. 

SALZBURG, OBERÖSTERREICH. Während in Oberösterreich neue Sicherheitsmaßnahmen anlaufen, bleibt in Salzburg vorerst alles beim Alten. Das Arbeitsmarktservice Oberösterreich (AMS OÖ) führte ab 15. April in der Linzer Geschäftsstelle als Pilotprojekt für ganz Österreich Sicherheitsschleusen ein. Hintergrund ist das 2025 beschlossene Sicherheitskonzept „Case Management“, das für bestimmte Zielgruppen zusätzliche Schutzvorkehrungen vorsieht. Eine Ausweitung auf weitere Standorte in Oberösterreich ist nach Evaluierung möglich.

Seit 15. April gibt es in der Linzer AMS-Geschäftsstelle Sicherheitskontrollen.   | Foto: AMS Linz
  • Seit 15. April gibt es in der Linzer AMS-Geschäftsstelle Sicherheitskontrollen.
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Sicherheit auch in Salzburg großes Thema 

In Salzburg hingegen sind derzeit keine Sicherheitsschleusen geplant. „Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Thema Sicherheit, sehen aber aktuell keinen Anlass für bauliche Maßnahmen wie Schleusen“, erklärt Julia Kröll, Landesgeschäftsführerin des Arbeitsmarktservice Salzburg (AMS).

Fokus auf Prävention statt baulicher Barrieren

Statt technischer Zugangskontrollen setzt das AMS Salzburg auf ein Bündel anderer Maßnahmen. Externe Sicherheitsmitarbeiter sind insbesondere in der Stadt Salzburg im Einsatz. Ihre Präsenz habe vor allem eine abschreckende Wirkung, sagt Kröll. Zudem werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig im Umgang mit herausfordernden Situationen geschult – „etwa in deeskalierender Gesprächsführung und klarer Abgrenzung”, erklärt die Landesgeschäftsführerin.

Julia Kröll, Landesgeschäftsführerin des Arbeitsmarktservice Salzburg | Foto: AMS/Hannelore Kirchner
  • Julia Kröll, Landesgeschäftsführerin des Arbeitsmarktservice Salzburg
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Beschimpfungen an der Service-Line 

Laut Kröll betreffe aggressives Verhalten einen kleinen Personenkreis. Auffällig sei jedoch, dass Übergriffe, vor allem verbaler Natur, häufig telefonisch stattfinden. „Beschimpfungen, Beleidigungen oder Schreien erleben vor allem Kolleginnen und Kollegen in der Service-Line. Am Telefon sagt man manches offenbar leichter und härter als im direkten Gegenüber“, formuliert es Kröll. Die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Mitarbeitenden stehe klar im Vordergrund. „In seltenen Fällen wird dann auch ein Hausverbot ausgesprochen“, so Julia Kröll.

Beratung beim AMS kommt derzeit ohne Sicherheitskontrolle aus.  | Foto: smarterpix, AndreyPopov
  • Beratung beim AMS kommt derzeit ohne Sicherheitskontrolle aus.
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Eine auffällige zeitliche Häufung von Vorfällen gebe es laut Kröll nicht. Vielmehr handle es sich um individuelle Problemlagen oder Konflikte im Zusammenhang mit der Einhaltung von Spielregeln des AMS. 

Bauliche und budgetäre Fragen

Sicherheitsschleusen seien nicht nur eine organisatorische, sondern auch eine bauliche und budgetäre Frage. Viele Gerichte oder Bezirkshauptmannschaften seien architektonisch bereits entsprechend ausgestattet. Beim AMS Salzburg sei das derzeit nicht vorgesehen. „Solche Systeme sind kostenintensiv und setzen ein entsprechendes Raumkonzept voraus“, betont Kröll.

Alles blickt nach Linz

Mit Interesse blickt man in Salzburg dennoch nach Linz. „Die Ergebnisse des Pilotprojekts sollen genau analysiert werden. Auch bundesweit ist das Thema in Diskussion. Innerhalb der Organisation findet regelmäßig ein Austausch der Sicherheitsverantwortlichen statt, zuletzt erst in dieser Woche im Rahmen einer Erhebung“, sagt die Landesgeschäftsführerin.

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Beratung beim AMS kommt derzeit ohne Sicherheitskontrolle aus.  | Foto: smarterpix, AndreyPopov
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Arbeitsmarktservice Salzburg | Foto: pjw
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