Corona-Zwischenbilanz
Viele Verdachtsfälle und wenig Erkrankte am Klinikum Schärding

Nach vier Monaten Corona zieht das Klinikum Schärding erste Bilanz – und gibt Ausblick auf die nächsten Monate.
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Klinikum Schärding zieht nach vier Monaten Corona Bilanz – und informiert über wenig Infizierte und vorgehaltene Betten.

SCHÄRDING (ebd). Das Klinikum Schärding war – wie auch der gesamte Bezirk – weniger drastisch von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen als ursprünglich befürchtet. Mit gezielten Maßnahmen stellte sich die Klinikleitung auf eine erhöhte Anzahl von an Covid-19 Erkrankten ein und konnte so die sichere Versorgung der Patienten gewährleisten. „Sämtliche Prozesse und Abläufe im Klinikum haben sich durch Covid-19 geändert. Aufgrund des hervorragenden Einsatzes unserer  Mitarbeiter konnten die erforderlichen Maßnahmen rasch umgesetzt werden. Dabei mussten manche Anordnungen bereits wenige Tage später neuerlich adaptiert werden“, informiert Thomas Meindl, Ärztlicher Direktor im Klinikum Schärding. Neben einer Erweiterung der Kapazitäten auf der Intensivstation wurde auf der Abteilung für Innere Medizin eine stufenweise Erhöhung der Bettenanzahl für den Bedarfsfall geplant. „Auch die Versorgung mit Schutzmaterialien und Medikamenten war durch rechtzeitig gesetzte Maßnahmen zu jedem Zeitpunkt gesichert“, ergänzt der Kaufmännische Direktor Thomas Diebetsberger.

Viele Verdachtsfälle, wenige Erkrankte

Zwischen März und Juli wurden in der Ambulanz des Klinikums zahlreiche Verdachtsfälle abgeklärt, mit nur 66 positiven Testergebnissen im gesamten Bezirk. Eine überschaubare Anzahl davon musste stationär behandelt werden. Zu verzeichnen war ein Todesfall. Wurden zu Beginn der ersten Welle die Testungen noch extern durchgeführt, konnte das Klinikum ab Mai hausintern effizientere Methoden einsetzen, was zu einer erheblichen Arbeitserleichterung und geringerem Materialeinsatz führte. Das Risiko, sich mit Covid-19 anzustecken, ist im Krankenhaus nicht höher als in anderen Lebensbereichen, im Gegenteil: Eine österreichweite Untersuchung der AGES zeigt, dass in den Krankenhäusern so gut gearbeitet wurde, dass es in diesem Bereich zu den wenigsten Infektionen kam. „Keine Person, die stationär im Klinikum Schärding aufgenommen wurde, hat sich nachweislich während ihres Aufenthalts mit dem Coronavirus angesteckt“, erklärt Martina Bruckner, Pflegedirektorin im Klinikum Schärding. „Knapp 570 Mitarbeiter wurden vom Hygiene-Team hinsichtlich Corona geschult und über die sich laufend ändernden Richtlinien informiert. Die Zusammenarbeit mit der Pflege und den Stationsleitungen war sehr konstruktiv, das gesamte Team hat eine starke Leistung erbracht“, so die Pflegedirektorin.

Verschobene Operationen abgearbeitet

Zwischen Mitte März und Ende Juni konnten aufgrund der verhängten Corona-Maßnahmen weniger Patienten aufgenommen werden als geplant. „Deswegen hat sich die Wartezeit für einige Behandlungen verlängert. Wir konnten allerdings gerade bei den sogenannten elektiven, also zeitlich frei wählbaren Eingriffen den Rückstand bereits fast vollständig aufarbeiten“, betont der Ärztliche Direktor. Nach wie vor werden für den Fall erneut steigender Infektionszahlen sowohl auf der Normalstation als auch auf der Intensivstation Betten frei gehalten, um jederzeit Covid-19- Erkrankte aufnehmen und isoliert versorgen zu können.

Freie Betten für Corona-Erkrankte

„Aus den veränderten Prozessen konnten auch positive Erkenntnisse gezogen werden, etwa in den Bereichen Terminambulanzen und Besuchsregelung. Sowohl Patienten als auch Besucher halten sich kooperativ daran“, hebt Meindl hervor. Auch wenn die Rückkehr in den Regelbetrieb mittlerweile schrittweise erfolgt ist, gelten weiterhin strenge Schutz- und Hygienemaßnahmen. So bleibt etwa die bereits seit März geltende Maskenpflicht für alle Patient und Besucher weiterhin bestehen. „Die erste Welle hat uns mit niedrigen Fallzahlen weniger drastisch getroffen. Auf Basis der veränderten Abläufe und getroffenen Maßnahmen sind wir im Klinikum Schärding auf zukünftige Herausforderungen optimal vorbereitet“, so Diebetsberger.

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