Interview
"Die Ambition zur Nummer eins hab ich"

Stefan Wimmer ist mit Bundespolitik nicht immer zufrieden.
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Stefan Wimmer ist aktuell die Nummer zwei der Schärdinger Stadt-SPÖ. Aber wie lange noch?

SCHÄRDING. Im Interview spricht der Umwelt-Stadtrat über seine politische Zukunft, Mülltrennung und weshalb er mit der Bundespolitik nicht immer zufrieden ist.

Herr Wimmer, Sie haben im Juni 2018 die Agenden als Umweltstadtrat von Margareta Stockenhuber übernommen. War für Sie gleich klar, dass Sie das machen?
Wimmer: Fraktionsintern eigentlich schon. Deshalb habe ich das Amt gerne übernommen. Ich war bis September 2012 bereits Stadtrat und von 2015 bis 2018 Fraktionsobmann.

Was sind Ihre Ziele?
Plastik fasten ist ja aktuell in aller Munde. Ich bin gerade dabei, ein Konzept zu erstellen, wie etwa Müll in öffentlichen Bereichen verstärkt getrennt werden kann. Ich könnte mir hier eine Zusammenarbeit mit dem Bezirksabfallverband vorstellen. Es ist mir auf jeden Fall wichtig, dass der Müll reduziert wird, da sind wir dran.

Wenn Sie als Umweltstadtrat durch Schärding gehen – sind Sie dann mit dem, was sie sehen, zufrieden?
Grundsätzlich ja, wobei es natürlich immer etwas zu tun gibt. Aufgefallen ist mir, dass in den vergangenen Monaten viele Bäume gefällt wurden. An bestimmten Stellen ist eine Aufforstung nötig.

Welche Vorhaben stehen sonst noch auf Ihrer Agenda?
Großer Höhepunkt ist am 15. September der autofreie Stadtplatz. Aber um ehrlich zu sein, bin ich nach wie vor dabei, mich in meine neue Aufgabe hineinzuarbeiten.

Sehen Sie die SPÖ-Stadtpartei gut aufgestellt?
Ja. Ich finde die Mischung macht's und das passt im Moment gut. Aber wie bei jeder anderen Partei auch, ist es schwierig, junge Leute für die politische Arbeit zu bekommen.

Sie sind ja aktuell hinter Vizebürgermeister Günter Streicher die Nummer zwei der Schärdinger SPÖ. Da stellt sich natürlich die Frage, ob da noch mehr kommt?
Dass ich irgendwann die Nummer eins werde, davon gehen vermutlich viele Leute aus. Ambitionen habe ich natürlich, aber ich bin noch jung und habe noch Zeit, Erfahrungen zu sammeln. Wann der richtige Zeitpunkt kommen wird, werden wir gemeinsam mit der SPÖ Stadtpartei und Günter Streicher bekannt geben.

Also könnten Sie sich auch das Bürgermeister-Amt vorstellen?
(Grinst). Ja, ich könnte es mir vorstellen.

Und für was steht Stefan Wimmer?
Ich habe immer viel Wert darauf gelegt, auch mit den politischen Mitbewerbern ein gutes Verhältnis zu pflegen. Nicht weil es dabei um einen Kuschelkurs geht, sondern weil ich für offenen Dialog bin. Natürlich hat jeder seine eigene Meinung, aber Diskussionen sollten immer auf Augenhöhe stattfinden und nicht untergriffig sein. Schließlich wurden wir für Schärding gewählt, um das Beste für die Stadtgemeinde zu machen.

Wie sind Sie eigentlich mit der Bundespolitik der SPÖ zufrieden?
Ich bin immer sehr kritisch. Ob in Wien die richtigen Entscheidungen getroffen werden, da bin ich mir nicht sicher. Aber ich bin optimistisch, dass wir mit der neuen Bundeschefin Rendi Wagner auf dem richtigen Weg sind.

Könnte es nicht auch Orientierungslosigkeit sein?
Vielleicht. Wir treten aber auch viel zu leise auf. Außerdem würde ich mir wünschen, dass die Bundespolitik mehr auf uns in der Peripherie eingeht. Manchmal komme ich mir da schon etwas verlassen vor. Ich verstehe auch nicht, warum es nicht gehen soll, dass in Oberösterreich jedes Viertel ein Grundmandat hat – eben auch das Innviertel.

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