02.11.2017, 07:30 Uhr

„Mann-Sein“ in vielen Bereichen ein Risikofaktor

Männer gelten nach wie vor als Vorsorgemuffel –vor allem bei Prostatakrebs wäre diese aber unabdingbar. (Foto: Markus Bormann/Fotolia)

Am 3. November ist Weltmännertag – und ja, es gibts sie, die kleinen Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

BEZIRK (ebd). Und zwar nicht nur im Leben, sondern auch abseits vieler gängiger Klischees. In punkto Gesundheit ist „Mann-Sein“ in vielen Bereichen ein Risikofaktor. Grund genug, um dem starken Geschlecht einmal jährlich am 3. November einen Aktionstag zu widmen. Tendenziell trinken Männer mehr Alkohol, essen mehr Fleisch, gehen leichtfertiger gesundheitliche Risiken ein und haben eine um durchschnittlich fünf Jahre kürzere Lebenserwartung als Frauen. „Auch hinsichtlich bestimmter Krankheiten haben die Männer ein höheres Erkrankungspotential“, informiert Christoph Kopf, Leiter der Abteilung Chirurgie am LKH Schärding.

Prostata und Lunge oft betroffen

Lungenkrebs ist nicht nur extrem gefährlich, er betrifft auch deutlich mehr Männer wie Frauen. Zwischen 50 und 75 Jahren ist er beim „starken Geschlecht“ die häufigste Krebs-Todesursache. Männer rauchen nicht nur häufiger als Frauen, sondern gehen auch weniger zum Arzt. Während das persönliche Risiko an einem Lungenkrebs zu erkranken, aktiv und effektiv durch das Nichtrauchen gesenkt werden kann, gibt es für das Prostatakarzinom mit der urologischen Untersuchung und der Bestimmung des PSA-Wertes sowie für den Darmkrebs mit der Vorsorgekoloskopie wirksame und breit verfügbare Früherkennungsmöglichkeiten. Aber nur jeder Vierte lässt die empfohlenen Untersuchungen durchführen.


Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll

Die Vorsorge ist ein wesentliches Element zur Früherkennung von bösartigen Erkrankungen. Häufig treten Symptome erst später auf, wodurch sich die Chance auf Heilung deutlich verringert. Daher gilt der Satz: „vorbeugen ist besser als heilen“. Leider gelten Männer nach wie vor als Vorsorgemuffel, die Untersuchungen so lange wie möglich aufschieben. „Das Risiko an einer bösartigen Erkrankung wie beispielsweise Prostatakrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Trat Prostatakrebs bereits in der Familie auf, ist das Erkrankungsrisiko etwa dreimal so hoch. Aus diesem Grund sollten Männer über 45 Jahre einmal jährlich eine entsprechend Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen“, empfiehlt der Experte.
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