Gesundheits- und Sozialsprengel Stumm
Pensionisten sind rund 2.800 Stunden freiwillig im Einsatz
- Landesrätin Cornelia Hagele besuchte im Rahmen ihrer Bezirkstour den Gesundheits- und Sozialsprengel Stumm. Im Bild (v.l.): Ehrenamtliche Helferin Maria, Bgm Franz Kolb, ehrenamtliche Helferin Theresia, Geschäftsführerin Erika Leonhartsberger, LR Cornelia Hagele, Obmann Fritz Brandner, DGKP Viertl Nicola und ehrenamtlicher Helfer Erwin.
- Foto: Martina Obertimpfler
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Im Rahmen ihrer Bezirkstour besuchte Landesrätin Cornelia Hagele am 20. August den Gesundheits- und Sozialsprengel Stumm. Dabei wurde deutlich: Neben der professionellen Pflege sind es vor allem die zahlreichen Ehrenamtlichen, die einen wichtigen Beitrag für ältere und hilfsbedürftige Menschen leisten.
STUMM. Rund 100 Klientinnen und Klienten werden vom Gesundheits- und Sozialsprengel Stumm betreut. Hinter dieser Arbeit stehen 13 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und 27 engagierte Pensionistinnen und Pensionisten, die sich freiwillig einbringen. Sie liefern Essen aus, übernehmen Fahrdienste, helfen im Haushalt und unterstützen ältere Menschen bei alltäglichen Aufgaben. Das wichtigste dabei ist, Zeit für die Menschen zu haben. Denn für viele ältere Leute ist Einsamkeit ein großes Thema. Ein Besuch, ein Gespräch oder ein gemeinsamer Kaffee, sind für sie genauso wertvoll wie die alltägliche Pflege und praktische Hilfe. „Das Wichtigste ist der Kontakt zu den Menschen“, weiß Geschäftsführerin vom Gesundheits- und Sozialsprengel Stumm und Umgebung Erika Leonhartsberger.
Vielfältige Hilfe im Alltag
Im ganzen Land, wie auch im Bezirk Schwaz ist die Betreuung älterer Menschen eine zentrale Aufgabe. Insgesamt gibt es im Bezirk elf Heime mit 684 Heimplätzen. Eine wichtige Ergänzung dazu ist die Tagespflege. Sie kann dazu beitragen, Angehörige zu entlasten und den Verbleib älterer Menschen in ihrem gewohnten Umfeld zu ermöglichen. Die Arbeit der Gesundheits- und Sozialsprengel in der Tagespflege spielt dabei eine wichtige Rolle. Tagespflege entlastet Angehörige und ermöglicht es älteren Menschen, länger in ihrem vertrauten Zuhause zu bleiben. Gleichzeitig kann sie helfen, die Wartezeit auf einen Heimplatz zu überbrücken. Damit Menschen möglichst lange gut und selbstständig zu Hause leben können, bietet der Sprengel vielfältige Unterstützung im Alltag. Die Aufgaben reichen von der Pflege und Unterstützung beim Duschen über Haushaltshilfe und Einkäufe bis hin zum Fensterputzen. Auch „Essen auf Rädern“ gehört zum Angebot. Viele dieser Leistungen wären ohne die wichtige Unterstützung der Freiwilligen nur schwer stemmbar.
- Der Gesundheits- und Sozialsprengel ist seit mehr als 40 Jahren eine wichtige Stütze für die Menschen in Stumm und Umgebung.
- Foto: Florian Haun
- hochgeladen von Martina Obertimpfler
2.800 Stunden freiwillige Arbeit im Jahr
Wie groß der Beitrag der Ehrenamtlichen ist, zeigen auch die Zahlen: Im Jahr 2025 wurden vom Sprengel insgesamt 9.591 Leistungsstunden erbracht. Die Stunden der Freiwilligen sind dabei noch gar nicht eingerechnet. Die ehrenamtlichen Helfer sind bis zu 2.800 Stunden jährlich im Einsatz. Diese ehrenamtliche Arbeit hat auch einen erheblichen wirtschaftlichen Wert. Würde man die rund 2.800 freiwillig geleisteten Stunden entsprechend bezahlen, würde dies das Land rund 100.000 Euro kosten, erklärte Landesrätin Cornelia Hagele beim Besuch. Gleichzeitig bedankte sie sich bei den anwesenden Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Auch Bürgermeister Franz Kolb betonte wichtig die Arbeit der hauptamtlichen Mitarbeiter und den freiwilligen Helfern ist. „Ohne Ehrenamt geht es nicht“, steht auch für Obmann Gesundheits- und Sozialsprengel Stumm und Umgebung Fritz Brandner fest.
Beim Besuch im Gesundheits- und Sozialsprengel waren sich alle einig, dass Pflege und soziale Betreuung nicht allein durch professionelle Strukturen funktionieren. Es braucht auch Menschen, die bereit sind, ihre Zeit zu schenken.
Pensionisten packen an
Besonders bemerkenswert ist, dass ein großer Teil der Freiwilligen selbst bereits im Ruhestand ist. „Die Gesellschaft funktioniert nur, weil es so viele Menschen gibt, die sich freiwillig um andere kümmern“, so Landesrätin Cornelia Hagele beim Besuch. Viele der Pensionistinnen und Pensionisten haben jahrzehntelang gearbeitet und möchten jetzt, auch in ihrem wohlverdienten Ruhestand etwas für andere tun. Häufig bleibt es nicht bei einem einzigen Ehrenamt. Wer erlebt, wie wertvoll die eigene Hilfe für andere ist, möchte mitanpacken und motiviert so oft auch weitere Menschen, erklärten die anwesenden ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer Maria, Theresia, Erwin und Thomas.
- Ehrenamtliche schenken ihre Zeit und Unterstützung – für viele ältere Menschen ist dieser persönliche Kontakt besonders wertvoll.
- Foto: pixabay / sabinevanerp
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