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FiT – Frauen in Technik
"Handwerk ist etwas Beständiges"

(Anmerkung: Beitrag vom 16.8.2017) FiT bei Wetscher: Gerlinde Derger (AMS Unternehmerservice), Lisa Huber, Robert Tanner (Werkstättenleiter) und Martin Wetscher
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  • (Anmerkung: Beitrag vom 16.8.2017) FiT bei Wetscher: Gerlinde Derger (AMS Unternehmerservice), Lisa Huber, Robert Tanner (Werkstättenleiter) und Martin Wetscher
  • Foto: dkh
  • hochgeladen von Laura Sternagel

Lisa Huber hat mit Mitte zwanzig noch eine Lehre begonnen - als Tischlereitechnikerin bei Wetscher.

Bericht vom 16. August 2018:

Frauen und Technik? Das ist für manche nach wie vor noch eine unvorstellbare Paarung. Dass es jedoch längst anders ist, beweist Lisa Huber. Sie ist Tischlereitechnikerin in Lehre und hat mit Mitte 20 mit ihrer Ausbildung begonnen. In der Firma Wetscher hat sie einen Arbeitgeber gefunden, der die Rahmenbedingungen zur Verfügung stellt, um ihr Talent zu fördern. Das AMS unterstützt die junge Zillertalerin mit dem FiT-Programm (Frauen in Handwerk und Technik).

„Jetzt oder nie“

Lisa Huber hat eine Ausbildung an der Glasfachschule in Kramsach mit dem Schwerpunkt Hohlglasveredelung im Aufbaulehrgang gemacht. Doch ihr Herz lag beim Werkstoff Holz. Bereits ihr Vater ist Tischler und somit ist Lisa mit der Thematik aufgewachsen. „Handwerk ist meiner Meinung nach etwas Beständiges, das bleibt“, meint Lisa Huber. Mit Mitte zwanzig hat sie sich entschieden, noch eine Ausbildung von vorne zu starten. „Ich dachte mir, jetzt oder nie mehr“, erklärt Huber. Mittlerweile befindet sie sich im zweiten Lehrjahr und sie hat noch viel vor. „Jetzt werde ich auf jeden Fall einmal meine Ausbildung fertig machen. Danach mache ich vielleicht die Meisterausbildung oder auch ein Fernstudium nebenbei“, zeichnet sie ihren ambitionierten Weg vor.

AMS hilft

Bevor sie sich endgültig für ihre Ausbildung entschieden hat, stand das Arbeitsmarktservice (AMS) unterstützend zur Seite. Mit dem FiT-Programm „Frauen in Handwerk und Technik“ wurde sie auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Auch die Jobsuche wurde mit Hilfestellung des AMS vollzogen. Gerlinde Berger vom AMS Service für Unternehmen, freut es natürlich besonders, dass diese Kooperation so gut läuft: „Sowohl für Lisa als auch für den Betrieb ist dieses Arrangement toll.“

Mädels auf dem Vormarsch

Bei der Firma Wetscher in Fügen sind Frauen in der Werkstatt bereits seit Jahren ein fixer Bestandteil. „Die maschinelle Adaption hat Tür und Tor für Mädchen und Frauen in der Tischlerei geöffnet. Wir sind sehr zufrieden mit ihren Leistungen. Unser erster weiblicher Tischler-Lehrling ist mittlerweile selbst schon in der Ausbildung tätig“, erklärt Geschäftsführer Martin Wetscher. „Wir haben derzeit fünf junge Frauen bei uns in Ausbildung und wir machen sehr gute Erfahrungen mit unseren Mädels. Wir sind ein gutes Team in der Lehrlingsgruppe und alle helfen sich untereinander. Es gibt keinen Konkurrenzkampf, sondern gegenseitige Motivation. Lisa macht als erste bei uns die Lehre zur Tischlereitechnikerin mit Schwerpunkt Planung“, erklärt Werkstättenleiter Robert Tanner. Mit Lisa Huber ist er auf jeden Fall sehr zufrieden: „Der Wille war von Anfang an da und die Bewerbungsvorbereitung war top. Sie gibt zurück, was sie bei uns erhält.“ „Es ist nicht selbstverständlich, dass mich in meinem Alter noch ein Unternehmen als Lehrling genommen hat. Die Unterstützung, auch in finanzieller Hinsicht durch das AMS für den Betrieb über das FiT-Programm, ist hier sicher von Vorteil. Es gefällt mir hier“, resümiert Lisa Huber abschließend.

„FiT“ – Frauen in Handwerk und Technik

Was bietet „FIT“?
Die Frauen erhalten zum Einstieg einen Überblick über neue Berufsfelder und Anforderungen des Arbeitsmarktes und erarbeitetn einen individuellen Ausbildungsplan. Im Rahmen von Praktika und Exkursionen erfahren sie konkret, wie der Arbeitsalltag aussieht. Zielgruppe sind arbeitslose Mädchen und Frauen.

Vorbereitung auf den Beruf
In der „FiT-Basisqualifizierung“ werden Frauen gezielt auf ihre folgende Ausbildung vorbereitet: fachlich (mit Mathematik- und Physikeinheiten), praktisch (durch Workshops) und auch in Sachen Kommunikation. Der Kurs dauert rund 13 Wochen – ein Praktikum ist bereits inkludiert – und man schließt mit einem Karriereplan ab.

Ausbildung
Dann steigen die Frauen in die Ausbildung (Lehre, Schule, Bachelorstudium an einer technischen FH ...) ein und absolvieren eine solide Berufsausbildung. Auch während dieser Zeit werden sie von ExpertInnen begleitet und erhalten bei Bedarf laufend Unterstützung. Das AMS fördert die Ausbildung vom Vorbereitungsgang bis zum Ausbildungsabschluss.

AMS Tirol
Weitere Informationen zu FiT

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