Kras in Seeboden
Gemeinde will sich "Kirchenforst"-Flächen sichern
- Bürgermeister Thomas Schäfauer (SPÖ) und 1. Vizebürgermeister Thomas Grasser (ÖVP) wollen die zukünftige Entwicklung selbst in die Hand nehmen.
- Foto: Marktgemeinde Seeboden
- hochgeladen von Alen Grabic
Die Marktgemeinde Seeboden möchte die „Kirchenforst“-Flächen in Kras ankaufen, um die künftige Entwicklung selbst steuern zu können. Der Antrag wurde in der Gemeinderatssitzung eingebracht.
SEEBODEN. Bürgermeister Thomas Schäfauer und 1. Vizebürgermeister Thomas Grasser haben im Namen von SPÖ und ÖVP in der Sitzung des Gemeinderates am 20. August 2026 den Antrag zum Ankauf jener Grundstücke eingebracht, die vom geplanten Projekt „Kirchenforst“ im Ortsteil Kras umfasst sind. Mit dem Ankauf will die Gemeinde die zukünftige Entwicklung selbst in die Hand nehmen und die Entscheidung über deren Nutzung und den notwendigen Gestaltungsspielraum schaffen, um die Flächen langfristig ressourcenschonend und im Interesse der Gemeinde zu entwickeln. „Mit dem Ankauf schaffen wir die Möglichkeit mit den Bürgerinnen und Bürgern, der Raumplanung und den zuständigen Fachleuten ergebnisoffen zu prüfen, welche Nutzung für Kras und die gesamte Gemeinde langfristig die beste Lösung ist.“
Entwicklung mit Augenmaß
Das starke Wachstum der vergangenen Jahrzehnte stellt die Marktgemeinde als eine der wenigen Zuzugsgemeinden vor die Herausforderung, zukünftige Entwicklungen mit Weitblick zu steuern. Im Rahmen des Örtlichen Entwicklungskonzeptes (ÖEK) wurden die räumlichen Potenziale und der langfristige Bedarf der Gemeinde umfassend geprüft. Im Mittelpunkt stehen dabei leistbarer Wohnraum für junge Familien und die heimische Bevölkerung, die Vermeidung zusätzlicher Zweitwohnsitze sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Grund und Boden. Gleichzeitig soll damit der Natur- und Landschaftsraum bei künftigen Entwicklungen entsprechend berücksichtigt werden. „Es geht nicht darum, möglichst viel Fläche möglichst schnell zu verbauen. Wir wollen vorhandene Flächen sparsam, sinnvoll und ressourcenschonend entwickeln und dabei die Gestaltungsmöglichkeiten der Gemeinde sichern“, so Schäfauer und Grasser. Mit dem bereits umgesetzten Baulandmodell Panoramaweg am Lurnbichl verfügt die Gemeinde über ein Paradebeispiel dafür, wie durch aktive kommunale Bodenpolitik leistbarer Wohnraum geschaffen werden kann.
Künftige Nutzung ungewiss
„Wir möchten die Flächen nicht kaufen, weil heute schon feststeht, was dort entstehen soll, sondern schaffen damit vielmehr die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was für die Gemeinde, die Bevölkerung und den Ortsteil Kras langfristig sinnvoll ist“, betonen Schäfauer und Grasser. Mit dem Antrag im Gemeinderat wurde die Grundlage für Gespräche mit dem Grundeigentümer geschaffen, wobei der Kaufpreis Gegenstand der Verhandlungen sein wird. Damit setzen SPÖ und ÖVP auf eine vorausschauende Gemeindeentwicklung und eine aktive Bodenpolitik. „Wer die Entwicklung einer Gemeinde langfristig gestalten will, muss auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Mit diesem Antrag schaffen wir den Handlungsspielraum, den wir für die Zukunft brauchen“, so Bürgermeister Thomas Schäfauer und 1. Vizebürgermeister Thomas Grasser abschließend.
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