Sommerheld bei der Müllabfuhr
"Ich fahre bei jedem Wetter"

Christian Grutschnig auf seinem LKW, mit dem er täglich für leere Mülltonnen in Oberkärnten sorgt
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  • Christian Grutschnig auf seinem LKW, mit dem er täglich für leere Mülltonnen in Oberkärnten sorgt
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SEEBODEN (ven). Das einsammeln, was die Menschen täglich wegwerfen: Das ist Christian Grutschnigs Beruf bei der FCC Austria Abfall Service AG, mit Standort in Seeboden. Und zwar bei jedem Wetter, das ganze Jahr über.

Zu zweit am LKW

Egal, ob Restmüll, Papier oder die Biotonne - der Müll muss bei jedem Wetter weg. Und in den heißen Sommermonaten kann man sich weitaus wohlriechendere Jobs vorstellen. Grutschnig hat sich bereits daran gewöhnt. "Ich mache das jetzt schon 16 Jahre lang. Früher waren wir noch zu dritt am Wagen, heute nur mehr zu zweit. Also ein Fahrer und ich am LKW hinten oben." Das bedeutet dann - zum Beispiel donnerstags bei der monatlichen Restmüll-Abholung - 600 Kübel von den Haushalten zum LKW rollen, ausleeren lassen, und wieder zurückstellen. 
Der Tag beginnt dabei um 6 Uhr morgens und dauert zwischen acht und zehn Stunden. "Es ist reine Gewohnheit. Ich fahre bei minus 20 Grad, aber auch bei plus 40 Grad", so der Routinier. 

Guter Magen

Der Lendorfer ekelt sich mittlerweile selten vor etwas. "Außer vor zwei Jahren. Da hat jemand Fleischreste zwei Tage lang in der Mülltonne in der Sonne stehen lassen. Die waren voller Würmer. Diese Tonne hab ich dann stehen gelassen", erzählt er. Im Winter machen vor allem Asche und Staub in den Tonnen Probleme. 

Vater im Betrieb

Mit Gernot Berlinger ist er seit 15 Jahren gemeinsam am Wagen, mit seinem Vater Josef, der selbst 35 Jahre lang im Unternehmen beschäftigt war, fuhr er eineinhalb Jahre gemeinsam. "Er hat die Tonnen rausgestellt, ich auf den LKW gestellt. Perfekte Teamarbeit." Grutschnigs achtjähriger Sohn hat ebenfalls schon Interesse am Beruf von Vater und Großvater bekundet. "Zuerst muss er eine Lehre absolvieren", lacht er. 

Eingespieltes Team

Dabei sei es gar nicht so einfach, gutes und verlässliches Personal zu bekommen. "Viele sind nach einer Woche wieder weg. Und der benötigte LKW-Führerschein (mit Hänger) ist ja heutzutage auch sehr teuer", erklärt er. Derzeit arbeiten neun Kollegen mit ihm am Standort, drei sind im Büro beschäftigt. "Wir sind ein eingespieltes Team, es macht Spaß und wir passen aufeinander auf." Dabei sei besonders der Straßenverkehr gefährlich, wenn Grutschnig am LKW oben steht. "Es sind auch schon schwere Unfälle passiert."
Er und seine Kollegen sind dabei in den Gebieten Lendorf, Seeboden, Malta, Krems und Treffen bei Villach unterwegs und sorgen dafür, dass die Kärntner nicht in ihrem Müll untergehen.

Autor:

Verena Niedermüller aus Spittal

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