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Auch wenn noch kein akuter Engpass bestehe, ist die Lieserstadt keine Ausnahme im Abwärtstrend bei Zivildienern.
SPITTAL. Das Rote Kreuz Kärnten ist auf das Zusammenspiel von hauptberuflichen Mitarbeitern, Freiwilligen sowie Zivildienstleistenden angewiesen. Von den rund 290 vorgesehenen Plätzen für Zivildiener pro Jahr können jährlich aber nur etwa 220 besetzt werden.
Bundesheer bevorzugt
Besonders deutlich soll sich der Mangel laut ÖRK Pressesprecherin Melanie Reiter in den Einrückungsmonaten Jänner und April zeigen. Im Bezirk Spittal konnten 2025 alle vorgesehenen Zivildienststellen besetzt werden. Insgesamt haben 29 Zivildienstleistende ihren Dienst begonnen. "Auch wenn aktuell kein akuter Engpass besteht, ist die Entwicklung Teil des landesweiten Trends und wird entsprechend genau beobachtet", so Reiter. Neben geburtenschwachen Jahrgängen sei ein ausschlaggebender Faktor, dass sich in Kärnten traditionell viele junge Männer für den Präsenzdienst beim Bundesheer entscheiden. Es brauche Maßnahmen, um den Zivildienst attraktiv zu halten.
"Wir beobachten beim Roten Kreuz Kärnten bereits seit mehreren Jahren einen Rückgang bei den Zivildienstleistenden."
Für den Leiter des Sozialhilfeverbands Spittal Thomas Schell handelt es sich beim Zivildiener-Mangel um ein klassisches, demografisches Problem: "Der Nachwuchs fehlt überall." Eine Verlängerung des Zivildienstes komme als Gegenmaßnahme nur infrage, sofern auch der Wehrdienst verlängert würde. Für Schell stelle sich zumal die Frage, warum nicht junge Frauen zum "Dienst am Staat" verpflichtet werden. Im SHV Spittal bestehe jedenfalls noch kein Mangel, aktuell seien sogar drei ehemalige Zivis nun beruflich im Einsatz: Daniel Preiml, Bernd Pacher und Raphi Hanke. Bereits vier "Zivildiener des Jahres Kärnten" kamen aus dem SHV Spittal. "Das bedeutet uns sehr viel. Denn es zeichnet sowohl die Leistung der jungen Männer als auch uns als Pflegeheimbetreiber aus. Uns ist es ein großes Anliegen, der Bevölkerung zu zeigen, wie toll junge Erwachsene sein können."
"Eine Verlängerung des Zivildienstes auf zwölf Monate könnte dazu führen, dass sich mehr junge Männer für den Wehrdienst entscheiden", warnt Sonja Sattlegger, Pflegedienstleiterin im Haus Bethesda der Diakonie in Spittal. Sie setzt fort: "Wir wünschen uns einen Zivildienst als attraktive Alternative zum Wehrdienst, mit gleicher Dauer und gleicher finanzieller Abgeltung". Das Pflegeheim Haus Bethesda habe aktuell nur eine von zwei Zivildiener-Stellen besetzt. All jene, die sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entscheiden, seien eine große Hilfe. "Wir finden aber nicht genug, um den Mangel an Zivildienstleistenden zu kompensieren. Dafür würden sich Zivildienstleistende oft für eine Ausbildung im Sozialbereich entscheiden und dem Netzwerk der Diakonie erhalten bleiben. "Schon einige Teamleitungen haben als Zivi angefangen", so Sattlegger.
"Über den Zivildienst gelingt es, Männer für den Sozialbereich und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu begeistern."
Sonja Sattlegger, Pflegedienstleiterin im Haus Bethesda der Diakonie in Spittal
Ein erster Schritt ist gemacht - weitere müssen folgen. Damit die Entlastung spürbar bei den Unternehmen ankommt. Hinter Österreichs Wachstumsprognosen steht ein Fragezeichen. Die geopolitischen Krisenherde verursachen neue Kosten. Und es gilt weiterhin, das Budget zu sanieren. Die gute Nachricht: Bürokratie-Abbau kostet den Staat nichts, bringt aber Spielraum für Investitionen und somit Wachstum. Allein eine Reduktion der Regelungswut und Vorschriftenflut um 5 bis 10 Prozent könnte Österreichs...
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