Spinnt seit dreißig Jahren

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RADENTHEIN (pgfr). S`Bergweibl, wie sie sich nennt, ist Handwerkskünstlerin Iris Kiechl, die sich mit ihrem Ehemann vor zwei Jahren hoch über Radenthein niedergelassen hat und dort ihrer Kreativität freien Lauf lässt. "Eine Gegend, die inspiriert", ist die überzeugte Wahl-Radentheinerin begeistert. 

Vielseitiges Handwerk

Spezialisiert hat sie sich auf das Spinnen, Filzen, Färben mit Pflanzen und Stricken. Vor über dreißig Jahren hat ihr eine alte Dame das Spinnen gezeigt. Das Feuer war entfacht und Iris Kiechl kaufte ihr erstes Spinnrad um, für die damaligen Verhältnisse viel Geld, DM 300,--. "Ein bisschen etwas an Begeisterung ist mir in die Wiege gelegt worden. Die Mutter war Schneiderin, die Oma hat gestrickt und der Onkel züchtete Schafe", erzählt Kiechl. "Schafe sind meine Lieblingstiere", setzt sie dem nach und appelliert an alle Schafzüchter, ihre Schafwolle selber zu spinnen. 

Beruf, Hobby, Leidenschaft

"Ich hätte Werklehrerin werden sollen, meinten meine Eltern", erzählt Iris Kiechl. Von Kind auf kreativ lebte sie als Freigeist sofern der Beruf als Röntgenassistentin es zuließ. Sie fuhr Motorrad, LKW und flog mit dem Paragleiter. "Die Fotografie faszinierte mich ebenso", so die Künstlerin. Sie selbst bezeichnet sich als Recyclingmensch, daher arbeitet sie leidenschaftlich gerne mit Naturfasern. Ständig neue Arbeitsprojekte im Kopf, denkt sie heute an gefilzte Buch-Einbände oder Windlichter aus Naturmaterialien. 

Gruppe inspiriert

Sie gibt ihr Know How in Kursen weiter und weckt bei den Teilnehmern, die Lust kreativ zu sein. Auf Schloss Krastowitz bei Klagenfurt, in der Volkshochschule Villach und im Sagamundo in Döbriach, wo am Mittwoch, den 15. November filzen am Programm steht, finden Workshops statt. Für Anmeldungen oder Fragen will die Künstlerin auch gerne persönlich unter der Telefonnummer 0699 - 10 44 7990 angerufen werden.

Färbetechnik Ecoprint

Ihre Leidenschaft beginnt im Wald, wenn sie mit Ehemann und Hund in die Natur geht, um die Pflanzen für Ecoprint und Pflanzenfärben zu sammel. Der Bogen im Pflanzenreich spannt sich von Löwenzahn-, Brennessel- und Birkenblätter, über Schilfblüten und Ackerschachtelhalm bis hin zu Zwiebelschalen und sogar Pilzen, um einige zu nennen. Nicht nur die Farbe gewinnt Kiechl aus den gesammelten Pflanzen, sondern auch die Motive. Für dieses Handwerk kommt vorwiegend Pongè-Seide zum Einsatz, aber auch Leinen und Baumwolle. 

Keine Grenze der Vielfalt

Die Werkstücke sind vielfältig. Auch die Handwerkstechnik beim Filzen, für das Kiechl verschiedene Naturfasern je nach Arbeitsstück verwendet. Patschen, Stulpen und Handschuhe sind angenehm zu tragen und sind vor allem selbstgemacht schöne Geschenke. Gefilzte Schals sind weich und flauschig, eventuell kombiniert mit Seide, ergeben sie edle Unikate mit denen die Trägerin bestimmt Blicke auf sich zieht. 

Am Christkindlmarkt

Zum Gustieren oder zum Erwerben Kiechls Unikate bietet der Adventsmarkt beim Hotel Ronacher in Bad Kleinkirchheim die Gelegenheit. Ihn gibt es vier Mal samstags ab 2. Dezember. 

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