Wussten Sie, dass...?
Über die Gemeinde Lendorf
- Wissenswertes über Lendorf
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Die Wunderblume am Hühnersberg, das einstige römische Zentrum Teurnia und der Landschaftssee als Rückzugsraum für den Edelkrebs beweisen die außergewöhnliche Vielfalt der Gemeinde Lendorf.
LENDORF. Wussten Sie, dass am Fuße des Hühnersberges ein botanisches Juwel besonderer Art wächst? Die „Gelbe Alpenrose“ begeistert Wanderinnen und Wanderer, Spaziergänger sowie Botanikbegeisterte gleichermaßen. Von Mitte Mai bis Anfang Juni präsentiert sich der Strauch in einer prachtvollen orangegelben Blütenfülle. Dieses außergewöhnliche Exemplar ist der einzige wild wachsende Vertreter seiner Art in Österreich. Wie die Wunderblume nach Lendorf gelangte, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Verschiedene Theorien reichen von einem Relikt aus der Eiszeit über eine Anpflanzung durch einen Römer aus Teurnia bis hin zu einem Samenkorn, das von einem Vogel hierhergebracht wurde. Fest steht jedoch: Bis heute ist es nicht gelungen, den Strauch an anderen Standorten erfolgreich anzusiedeln. Am 1. Juli 1973 wurde die Wunderblume unter Naturschutz gestellt und später zum Naturdenkmal erklärt.
- Die Blüten erinnern an jene des Almrausches. Deshalb bezeichnen Botaniker die Pflanze als Rhododendron luteum Sweet.
- Foto: Gemeinde Lendorf
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Hier lag einst eine Hauptstadt des Römischen Reiches
Wussten Sie, dass die Siedlung Teurnia im 5. Jahrhundert zeitweise die Hauptstadt der römischen Provinz Noricum war? Damit zählte sie zu den bedeutendsten Verwaltungs- und Handelszentren im Gebiet des heutigen Österreichs. Schätzungen zufolge lebten während ihrer Blütezeit bis zu 30.000 Menschen in Teurnia – deutlich mehr als heute in der Gemeinde Lendorf. Die Wirren der Völkerwanderungszeit sowie die Ansiedlung slawischer Gruppen um das Jahr 600 führten schließlich zum Niedergang der antiken Stadt. Archäologische Ausgrabungen brachten unter anderem eine frühchristliche Friedhofskirche außerhalb der Stadtmauern ans Licht. Als bedeutendster Fund gilt jedoch der prachtvolle Mosaikboden – eines der schönsten und besterhaltenen Mosaike der späten Römerzeit.
- Der jahrhundertealte Mosaikboden ist gut erhalten.
- Foto: K. Allesch, LMK
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Naturruhezone für Edelkrebse
Wussten Sie, dass der Landschaftssee Lendorf einen wichtigen Beitrag zum Schutz des seltenen Edelkrebses leistet? Der Edelkrebs ist durch die Krebspest, Gewässerverschmutzung und den Verlust seines Lebensraums stark zurückgegangen. Mit dem Landschaftssee Lendorf wurde ein Genpool für heimische Edelkrebse geschaffen, der zum Erhalt dieser besonderen Tierart beiträgt. Im Jahr 2008 wurden heimische Edelkrebse im See ausgesetzt. Entwickelt sich der Bestand weiterhin erfolgreich, können Tiere für Wiederansiedlungs- und Schutzprojekte entnommen werden. Der Landschaftssee hat sich inzwischen zu einem wertvollen Lebensraum für zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten entwickelt.
- Lendorf trägt zum Erhalt des heimischen Edelkrebses bei. (Symbolfoto)
- Foto: stock.adobe.com/bunteWelt
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