Regionalmedien in Gefahr
Bürgermeister fordern Umdenken in Wien
- Bürgermeister Manfred Dullnig (ÖVP), Bürgermeister Claus Faller (LJJ) und Bürgermeister Günther Novak (SPÖ) schätzen die ortsnahe Berichterstattung der kostenlosen Regionalmedien.
- Foto: ÖVP/meinbezirk.at/Alen Grabic/Gemeinde Mallnitz
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Die geplante Zustellförderung für Zeitungen, für die der Bund 2027 und 2028 jeweils 22,5 Millionen Euro zur Verfügung stellt, schließt kostenlose Regionalmedien aus. Wie wichtig kostenlose Lokalmedien für das Leben im Bezirk Spittal sind, heben drei Bürgermeister aus der Region hervor.
- Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht vor, dass Gratismedien von der Zustellförderung ausgeschlossen sind.
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SPITTAL. Die hitzige Debatte um die Möll. Die Welle der Hilfsbereitschaft nach dem Rüsthausbrand in Lieserhofen. Oder einfach nur der wöchentliche Terminkalender. Ohne die Berichterstattung von MeinBezirk würde ein wesentlicher Faktor für das Leben im Bezirk Spittal fehlen. Während andere Medien aus der Entfernung berichten, sind unsere Mitarbeiter wöchentlich bei Ihnen im Bezirk unterwegs, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Die Nachrichten kommen wöchentlich gratis selbst in die entlegensten Winkel unseres Bezirks. Nun hat die Bundesregierung in Wien eine Entscheidung getroffen, die unverständlich ist: Für diesen Einsatz sollen kostenlose Regionalmedien keinen Cent aus der neuen Zustellförderung des Bundes erhalten. Kaufzeitungen hingegen werden mit 22,5 Millionen Euro gefördert. Bürgermeister aus dem Bezirk stellen sich gegen dieses Vorhaben und fordern die Bundesregierung zum Umdenken auf.
"Eine Ungleichstellung"
Claus Faller (LJJ), Bürgermeister von Gmünd: „Aus Sicht eines Bürgermeisters sind kostenlose Regionalmedien am Land besonders wichtig, weil sie jeden Haushalt erreichen. MeinBezirk berichtet neutral und verlässlich. Es wäre daher sehr schade und eine Ungleichstellung, wenn diese Medien gegenüber Kaufzeitungen benachteiligt würden.“
"Gleiches Recht für alle"
Günther Novak (SPÖ), Bürgermeister von Mallnitz: "Gleiches Recht sollte für alle Medien gelten – auch für kostenlose Regionalmedien. Sie informieren über lokale Ereignisse, Veranstaltungen und Vereine und sind für unsere Gemeinden unverzichtbar. Ich fordere die Bundesregierung auf, sie in die Zustellförderung aufzunehmen.“
Unverzichtbar am Land
Manfred Dullnig (ÖVP), Bürgermeister von Irschen: „Kostenlose Regionalmedien wie MeinBezirk erfüllen eine unverzichtbare Funktion für das gesellschaftliche Zusammenleben und die Information in unseren ländlichen Regionen. Für viele Bürgerinnen und Bürger sind sie die wichtigste Informationsquelle über das direkte Geschehen vor Ort. In der Zusammenarbeit schätze ich besonders die verlässliche, objektive und ortsnahe Berichterstattung. Sie gibt unserem Vereinsleben, den lokalen Initiativen und wichtigen kommunalen Projekten eine sichtbare Bühne und stärkt das Gemeinschaftsgefühl sowie die regionale Identität. Den geplanten Ausschluss kostenloser Regionalmedien von der Zustellförderung halte ich für gesellschaftspolitisch bedenklich und nicht nachvollziehbar. Gerade im ländlichen Raum ist der flächendeckende Vertrieb bis in entlegene Ortsteile mit erheblichem Aufwand verbunden. Ein Ausschluss trifft genau jene Medien, die den täglichen Informationsfluss der Bevölkerung sichern."
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