28.11.2017, 17:05 Uhr

Viel Zeit für "ihre" Kinder

Anita Seber mir ihren illustrierten Kurzgeschichten. Sie liebt es, den Kindern im Kindergarten Winklern vorzulesen

Anita Seber liest einmal wöchentlich im Kindergarten Winklern ihre selbstgeschriebenen und illustrierten Geschichten vor.

WINKLERN, SPITTAL (ven). Anita Seber hat viel Freizeit. Die weiß die rüstige Pensionistin auch sinnvoll zu nutzen: Sie verbringt im Kindergarten Winklern viel Zeit mit den Kleinen, mit denen sie malt, zeichnet und selbstgeschriebene Märchen vorliest.

Eine Aufgabe

Die gebürtige Spittalerin ist seit 18 Jahren in Winklern, war beruflich kaufmännische Angestellte und Filialleiterin. Seit drei Jahren ist sie Witwe. "Ich habe auch immer meinem 14-jährigen Enkelsohn vorgelesen und immer gerne gezeichnet. Und ich brauche ja auch eine Aufgabe", schmunzelt sie. 

Eigene Geschichten

Die Geschichten, die sie vorgelesen hat, waren ihr selbst immer zu langweilig. "Bei den Gute-Nacht-Geschichten bin ich selbst immer eingeschlafen", lacht sie. Deshalb schreibe ich lieber selbst", so die Pensionistin, die auch als Lesementorin tätig ist.
"Die Kinder freuen sich immer sehr, wenn ich komme, und das gefällt mir natürlich auch." Ihre Geschichten sind thematisch bunt gemixt, behandeln aber auch aktuelle Problematiken. "Wir diskutieren anschließend, beantworten auch Fragen. Die Ideen dazu sprießen von selbst", sagt sie.
In ihrem Leben habe sie viel erlebt, aber ihre Fantasie und das kindliche Denken habe sie ein bisschen behalten. "Das Leben ist ohnehin so kurz. Ich mache es für mich und weil es mir Spaß macht."

Lachen ist der Lohn

Über 20 Geschichten hat sie bisher geschrieben und illustriert, sie könne sich auch durchaus vorstellen, sie in Buchform eines Tages zu veröffentlichen. "Das Zeichnen ist mir schon als Kind gelegen. Ursprünglich wollte ich Modezeichnerin werden, aber damals war leider kein Geld für die Ausbildung vorhanden", erinnert sie sich. Sie ist der Meinung: "Die Zuneigung, die man einem Kind geben kann, ist durch nichts zu ersetzen. Wenn ich sie lachen sehe, ist das für mich der schönes Lohn", schließt Seber. 
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