Gemeindertaswahl 2026
Kinderbetreuung, Integration - Das wollen die Parteien in St. Pölten

Walter Heimerl-Lesnik, Matthias Stadler, Bernd Pinzer, Max Zirngast, Florian Krumböck und Martin Antauer. | Foto: Foto: MeinBezirk/FPÖ/ÖVP/SPÖ/GRÜNE/KPÖ/NEOS
  • Walter Heimerl-Lesnik, Matthias Stadler, Bernd Pinzer, Max Zirngast, Florian Krumböck und Martin Antauer.
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Gemeinderatswahl: Im fünften Teil unserer Serie äußern sich die Kandidaten zum Thema Soziales.

ST. PÖLTEN. Alle Parteien sehen Handlungsbedarf im sozialen Bereich, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.

So sieht's aus

Einigkeit besteht beim Ausbau der Kinderbetreuung und bei besserer Unterstützung für Familien. Die Unterschiede liegen in der Bewertung der aktuellen Situation und den Lösungsansätzen: FPÖ und ÖVP betonen Migration, Integration und Defizite, NEOS und Grüne fokussieren auf Chancengleichheit und Zusammenhalt, die KPÖ auf soziale Absicherung für einkommensschwache Menschen. Die SPÖ hebt bestehende Leistungen und Investitionen hervor und sieht die Stadt insgesamt gut aufgestellt, mit weiterem Ausbau in Planung.

Eine Stadt für alle

Walter Heimerl-Lesnik wünscht sich: "Eine Stadt, die für Jugendliche und Familien genauso lebenswert ist wie für die ältere Generation und für Menschen mit Migrationsgeschichte. So entsteht echter Zusammenhalt – und Chancen für alle." Max Zirngast (KPÖ) hat eine klare Vorstellung: "Sicherheit heißt vor allem soziale Sicherheit. Hier sollte die Stadt eingreifen. Wir fordern eine Sozialcard für St. Pölten, wie es sie sogar im schwarz regierten Tulln gibt." Kinder von Familien mit Sozialcard sollten Schulstartgeld bekommen. "So können wir garantieren, dass alle am gesellschaftlichen Leben teilhaben können", so Zirngast. "Wir als Volkspartei werden den Turbo bei der Kinderbetreuung zünden, die Pflicht zur Integration einfordern, nach über 20 Jahren eine neue Jugendstrategie entwickeln und gegen die Einsamkeit im Alter vorgehen", betont Florian Krumböck.

"Wir wollen ausreichend Betreuungsplätze, die eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, sowie eine engere Zusammenarbeit von Stadt, Vereinen und sozialen Einrichtungen." - Bernd Pinzer (NEOS)

"Es braucht mehr Kinderbetreuungsplätze, bessere Öffnungszeiten, mehr soziale Unterstützung für Österreicher und die Massenmigration muss eingedämmt werden." - Martin Antauer (FPÖ)

Ausbau und Zusammenhalt

Matthias Stadler (SPÖ) betont, dass St. Pölten bereits vieles leistet und plant zugleich konkrete Ausbauten für die Zukunft: Weitere Kindergarten- und Tagesbetreuungsplätze – auch für Kinder ab dem ersten Lebensjahr – sollen geschaffen werden. Außerdem sollen betreubare Wohnformen für ältere Menschen ausgebaut und Inklusionsangebote personell gestärkt werden. Zusätzlich will die Stadt ihre Angebote in der Sozialarbeit weiterentwickeln und insbesondere Hilfe für Jugendliche, wohnungslose Menschen und sozial benachteiligte Gruppen verbessern. Mit dem Büro für Diversität setzt die Stadt auch langfristig auf gesellschaftlichen Zusammenhalt und gleiche Teilhabe.

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