Neidling Gemeinderatssitzung
Streit und Beschlüsse - Das ändert sich für Neidlinger Bürger ab 2027
- Gemeinderatssitzung in Neidling am 29. September 2026.
- Foto: Tanja Handlfinger
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Die letzte Gemeinderatssitzung von Ortschefin Egerer verlief laut: Geplanten Erhöhungen sorgten für Diskussion.
NEIDLING. Nachdem die Gemeinderatssitzung am 15. September mit dem Rücktritt von Bürgermeisterin Barbara Egerer und ihrem Vize Steven Roland Mayer (VP) aufgrund fehlender Mitglieder vorzeitig beendet werden musste, wurde sie am 29. September fortgesetzt. Es war eine hitzige letzte Gemeinderatssitzung für Bürgermeisterin Egerer. Zu mehreren Tagesordnungspunkten kam es zu Diskussionen zwischen SPÖ und ÖVP – auch gegenseitige Beleidigungen fielen des Öfteren. Der geschäftsführende Gemeinderat der SPÖ, Jürgen Kranawetter, verließ zweimal, Brigitte Klammer (SPÖ) einmal die Sitzung.
Gebührenerhöhungen
Für Diskussionen sorgten die geplanten Erhöhungen der Wasser- und Kanalgebühren. Diese wurden seit 1998 nicht mehr erhöht und sollen mit 1. Jänner 2027 angepasst werden. Die Kanalbenützungsgebühr wird von 1,82 auf 2,45 Euro erhöht, die Wasserbezugsgebühr von 1,30 auf 1,95 Euro. Auch die Bereitstellungsgebühr steigt von 25 auf 54 Euro. Die Beschlüsse wurden jeweils mit neun Ja- zu sechs Nein-Stimmen gefasst. Kranawetter stimmte nicht mit und verließ den Sitzungssaal. Gleichzeitig beschloss der Gemeinderat einstimmig eine Entlastung für einkommensschwache und schutzbedürftige Bürger.
Raumordnung
Auch die Änderung der Raumordnung sorgte für erhitzte Gemüter. Insgesamt lagen die Änderungspunkte bereits mehrere Monate öffentlich auf. Die Opposition äußerte Bedenken, dass mit einem Gesamtbeschluss sämtliche Punkte genehmigt würden. Auf Wunsch der SPÖ wurde daher über die einzelnen Punkte getrennt abgestimmt. Zu jedem Änderungspunkt wurde zudem die jeweilige Stellungnahme vorgelesen.
Neues Feuerwehrfahrzeug
Auch für die Freiwillige Feuerwehr wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst, denn das alte Fahrzeug muss ersetzt werden. Geplant ist die Anschaffung eines Mannschaftstransportfahrzeugs (MTF) um rund 108.000 Euro. Der Ankauf soll in die Voranschlagsplanung 2027 aufgenommen werden. Das Förderansuchen soll noch 2026 unterzeichnet werden. Auch wenn es hier Diskussionen seitens der SPÖ gab, wurde der Antrag einstimmig beschlossen.
Kindergartentransport
Auch beim Kindergartentransport ändert sich die Kostenaufteilung. Künftig sollen die Eltern 32,5 Prozent der Kosten tragen, den Rest übernimmt die Gemeinde. Bisher entfielen sieben Prozent auf die Eltern und 83 Prozent auf die Gemeinde. Die neue Regelung betrifft acht Kinder und wurde einstimmig beschlossen. Für die Eltern wird der Transport damit aber nicht teurer, die Gemeinde übernimmt weiterhin den größeren Anteil der Kosten.
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