25.10.2016, 11:56 Uhr

Großraming und Sierning machen den „Willkommens-Check“

RMOÖ-Projektmanagerin Michaela Hofmann (li.) mit der Großraminger Amtsleiterin Hermine Riegler. (Foto: RMOÖ)

Regionalmanagement OÖ begleitet Entwicklungsprozess: Was ist zu tun, um als Wohn- und Arbeitsort für zu- und rückgewanderte Fachkräfte attraktiv zu sein?

GROSSRAMING/SIERNING. Die Gemeinden Großraming und Sierning im Bezirk Steyr-Land haben den „Willkommens-Check“, den das Regionalmanagement im Rahmen des Projekts „Willkommenskultur OÖ“ entwickelt hat, durchgeführt. Der Willkommens-Check ist ein Analyseinstrument, mit dem festgestellt wird, in welchen Bereichen eine Gemeinde oder ein Unternehmen bereits eine gute Willkommenskultur lebt und welche Bereiche noch ausbaufähig sind.

Kostenloser Beratungsservice

Das Projekt „Willkommenskultur OÖ – ein Beitrag zur Standortsicherung“, das das Regionalmanagement OÖ mit dem Netzwerk Human Ressourcen der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria als Partner umsetzt, ist ein kostenloser Beratungsservice zur Standortsicherung, den Gemeinden und Unternehmen in Anspruch nehmen können. Das Projekt ist ein Impulsprojekt der OÖ Wachstumsstrategie des Wirtschaftsressorts des Landes OÖ.

Wirtschaftslandesrat Michael Strugl: „Das Projekt Willkommenskultur OÖ hat zum Ziel, zu- und rückgewanderte Fachkräfte mithilfe einer hochwertigen und strukturierten Willkommenskultur gut in ihrer neuen Heimat zu integrieren und langfristig hier zu halten. Der Erfolg unserer heimischen Unternehmen hängt davon ab, wie attraktiv unser Bundesland als Wohnort und Arbeitsplatz für internationale Fachkräfte ist. Deshalb wollen wir unsere Willkommenskultur in Gemeinden und Betrieben durch gezielte Maßnahmen verbessern.“

Der Willkommens-Check, den Gemeinden und Unternehmen durchführen können, beinhaltet allgemeine Fragen zu deren Größe und Struktur, sowie Fragen zu den Bereichen Familie, Beruf, Wohnen, Bildung, Freizeit usw. Welche Maßnahmen setzt die Gemeinde, um Neubürgern den Start im neuen Umfeld zu vereinfachen? Wie versucht die Gemeinde bzw. das Unternehmen, den Arbeitnehmer in das soziale Gefüge außerhalb des Jobs zu integrieren? Wo sind eventuelle Problemfelder wie zum Beispiel fehlende Wohnungen oder Kinderbetreuungsplätze? Welche individuellen Lösungswege sind möglich?

Willkommens-Check in Großraming

Die Gemeinden führen mit einem RMOÖ-Regionalmanager den Willkommens-Check durch, Unternehmen können eine Begleitung durch das Netzwerk Human Ressourcen in Anspruch nehmen.
Amtsleiterin Hermine Riegler führte den Willkommens-Check für die Gemeinde Großraming durch. „Der Willkommens-Check war für uns eine Möglichkeit, sich gezielt mit der Integration von zu- und rückgewanderten Arbeitnehmern zu beschäftigen. Durch den Check ist uns bewusst geworden, dass wir noch zu wenig mit konkreten Serviceangeboten, wie beispielsweise einer Willkommensmappe, auf diese Personen zugehen. Grundlegend für eine erfolgreiche Gemeindeentwicklung ist natürlich die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Gemeinde bzw. der Region, speziell auch für Teilzeitkräfte und Höherqualifizierte. Parallel ist die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen für unter 3-Jährige ein Thema, dem wir uns widmen werden.“

Leistbares Bauland bzw. leistbarer Wohnraum

In Sierning haben Bürgermeister Manfred Kalchmair, Vizebürgermeisterin Maria Brameshuber und Amtsleiter Rudolf Zeindlinger den Willkommens-Check gemeinsam mit RMOÖ-Projektmanagerin Michaela Hofmann durchgearbeitet. „Um Sierning als Wohngemeinde für zu- und rückgewanderte Fachkräfte attraktiv zu machen, müssen wir uns verstärkt um leistbares Bauland bzw. um leistbaren Wohnraum kümmern. Ein wichtiges Thema ist auch die Ansiedlung von Fachärzten, um eine optimale Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Für Familien ist eine bedarfsorientierte Kinderbetreuung essentiell, um deren Ausbau werden wir uns ebenfalls kümmern“, sagt Bürgermeister Kalchmair.

Vorschläge für die Zukunft

Die Antworten und Selbsteinschätzungen aus dem Willkommens-Check werden auf zweierlei Weise ausgewertet: einerseits erfolgt eine automatische Auswertung durch das Analysetool, andererseits werden die Antworten von dem oder der begleitenden Regionalmanager/in bewertet und mit der gecheckten Gemeinde oder dem gecheckten Unternehmen besprochen. In diesem Gespräch werden von Seiten des Regionalmanagements Vorschläge für die weitere Vorgangsweise gemacht.
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