Männerheilkunde und Lebensqualität

Expertenvortrag zu „Prostata, Schlafqualität und Sexualität“ im Roten Kreuz Telfs. V.l.: OA Dr. Germar-Michael Pinggera, PLL.M (Univ.-Klinik für Urologie Innsbruck) mit MR Dr. Maximilian Zimmermann (Moderation).
  • Expertenvortrag zu „Prostata, Schlafqualität und Sexualität“ im Roten Kreuz Telfs. V.l.: OA Dr. Germar-Michael Pinggera, PLL.M (Univ.-Klinik für Urologie Innsbruck) mit MR Dr. Maximilian Zimmermann (Moderation).
  • hochgeladen von Tugba Sababoglu

TELFS (tusa). Auch im Jahr 2018 finden im Rahmen des Mini-Med-Studiums zahlreiche Vorträge zu verschiedenen Gesundheitsthemen im Roten Kreuz Telfs statt. So startete das neue Jahr mit den Ausführungen von OA Dr. Germar-Michael Pinggera, PLL.M (Univ.-Klinik für Urologie Innsbruck) zu Männerheilkunde. Dabei stellte der Experte seinem Publikum neue Konzepte und Erkenntnisse rund um Prostata, Schlafqualität und Sexualität vor.

Vergrößerte Prostata und ihre Symptome

Die Prostata ist eine Geschlechtsdrüse, die unterhalb der Harnblase liegt und den Harnleiter bis zum Beckenboden umschließt. „Statistiken zeigen, dass die Größe des Organs zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr unverändert bleibt. Jedoch kann es mit zunehmendem Alter zu einer Vergrößerung der Prostata kommen, weshalb die Harnröhre durch die vergrößerte Vorsteherdrüse eingeengt wird. Eine gutartige Vergrößerung der Drüse wird zunächst durch Probleme beim Wasserlassen bemerkbar“, erläuterte Dr. Pinggera und fasste die Symptome der benignen Prostatahyperplasie zusammen: Fortwährender Harndrang und häufiges Wasserlassen auch während der Nacht sind neben der Abschwächung des Harnstrahls sowie dem Gefühl, dass sich Restharn in der Blase ansammelt, Symptome der Erkrankung. Durch medikamentöse Behandlung können die Komplikationen sowie die Lebensqualität verbessert und Funktionsstörungen im Bereich von Prostata und Blase vorgebeugt werden. Eine Biopsie muss nur dann vorgenommen werden, wenn eine bösartige Veränderung der Prostata vorliegen könnte.

Auswirkungen des männlichen Sexualhormons auf den Schlaf

Den zweiten Schwerpunkt des Vortrags bildete das männliche Sexualhormon Testosteron, das nicht nur für das Sexualleben wichtig ist, sondern auch für die Aktivität im Alltag. Dabei verdeutlichte Dr. Pinggera den Zusammenhang der Testosteronproduktion mit dem Schlaf. „Testosteron hat einen circadianen Rhythmus. Der Anstieg des Hormons beginnt mit dem Zeitpunkt des Schlafs. Je länger es dauert, in die REM-Phase (sog. „Traumphase“) zu kommen, desto mehr sinkt die Produktion von Testosteron. Somit kommt es mit der Zeit, insbesondere im Alter, zu Testosteronmangel, der die Schlafqualität des Mannes negativ beeinflusst“, so Dr. Pinggera. Typische Kennzeichen sind das häufige Erwachen (in den ersten drei bis vier Stunden des Schlafs), weniger Tiefschlaf und folglich der Bedarf nach mehr Schlaf am Tag. Doch nicht jeder Mann entwickelt Testosteronmangel. Durch körperliche Fitness und einer gesunden Lebensweise kann der Hormonspiegel reguliert werden.

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