Florianiübung in Scheffau
Feuerwehr probt Ernstfall mit vermissten Personen und Brandobjekt
- Brandbekämpfung im Außenangriff unter realitätsnahen Bedingungen.
- Foto: Freiwillige Feuerwehr Scheffau
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Ein simulierter Brand nach Blitzschlag stellte die Einsatzkräfte bei der Florianiübung der Feuerwehr Scheffau vor anspruchsvolle Aufgaben. Im Mittelpunkt standen neben der Menschenrettung vor allem der Aufbau einer stabilen Löschwasserversorgung und die Koordination im Straßenverkehr.
SCHEFFAU. Am 17. April 2026 führte die Feuerwehr Scheffau ihre diesjährige Florianiübung durch. Als Szenario wurde ein Brand eines landwirtschaftlichen Objekts infolge eines Blitzschlags angenommen. Mehrere Personen galten als vermisst, während sich bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte eine deutliche Rauchentwicklung im Dachbereich zeigte. Nach der Sirenenalarmierung um 17:41 Uhr begann die Übung wenige Minuten später mit einem koordinierten Einsatzablauf unter möglichst realistischen Bedingungen.
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Unter der Leitung von Ortsfeuerwehrkommandant (OFK) Blasius Bernhofer standen insgesamt 51 Feuerwehrmitglieder im Übungseinsatz. Unterstützt wurden sie von der Feuerwehr Golling sowie der Polizei, die insbesondere Aufgaben im Bereich Verkehrsmanagement übernahm. Zu Beginn konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf die rasche Suche und Rettung der vermissten Personen. Diese Maßnahmen wurden unter schwerem Atemschutz durchgeführt, um die realistischen Bedingungen eines Innenangriffs zu simulieren. Parallel dazu erfolgte die Brandbekämpfung über einen Außenangriff, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Die Übung legte großen Wert auf das Zusammenspiel mehrerer Trupps und Fahrzeuge, die unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig bewältigen mussten.
- Brandbekämpfung von erhöhter Position über ein Hubrettungsgerät im Dachbereich.
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Herausforderung Löschwasserversorgung
Ein zentrales Element der Übung war der Aufbau der Löschwasserversorgung. Dazu wurden an der Lammer auf Höhe des Fußballplatzes zwei Saugstellen eingerichtet. Von dort aus führten Zubringleitungen sowohl zur Kirche als auch direkt zum Brandobjekt. Besonders anspruchsvoll war die notwendige Querung der stark befahrenen Bundesstraße. Diese musste kurzzeitig gesperrt werden, bevor die Leitungen mithilfe von Schlauchbrücken verlegt werden konnten. Anschließend wurde der Verkehr durch Lotsen geregelt, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten.
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Zusätzliche Unterstützung kam durch die Teleskopmastbühne der Feuerwehr Golling. Dabei handelt es sich um ein Hubrettungsfahrzeug mit ausfahrbarem Mast und Arbeitskorb, das Einsätze in der Höhe ermöglicht. Über diese Bühne konnte die Brandbekämpfung im Dachbereich von der Westseite aus durchgeführt werden, was eine gezielte Bekämpfung des simulierten Brandherds aus erhöhter Position erlaubte.
- Aufbau einer Zubringleitung vom Gewässer zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung.
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Die eingesetzten Fahrzeuge arbeiteten nach klar definierten Einsatzaufträgen: Das Rüstlöschfahrzeug (RLF) sowie das Tanklöschfahrzeug (TLF) wurden sowohl zur Menschenrettung als auch für den sogenannten Außenangriff eingesetzt. Das Löschfahrzeug mit Allrad (LFA) übernahm den Aufbau der Wasserentnahmestellen. Das Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) unterstützte insbesondere beim Verkehrsmanagement.
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