Alltag trifft Zukunft
Wie ein Roboter den Service im Handel verändert
- Im Bild (v.l.): Simon Kranzer (Department Information Technologies and Digitalisation), Georg Reichl (Geschäftsführer SPAR Supermarkt Puch), Tina Neureiter (Researcher, Department Business and Tourism) und Robert Zniva (Department Business and Tourism).
- Foto: FH Salzburg/wildbild
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Ein Serviceroboter, der Kundinnen und Kunden anspricht und Kostproben verteilt – was nach Zukunftsmusik klingt, wurde Anfang Dezember im Sparmarkt Puch Realität. Ein Forschungsprojekt der FH Salzburg testete, wie Mensch und Maschine gemeinsam das Einkaufserlebnis verbessern können.
PUCH/SALZBURG. Wie kann der Verkostungsservice im stationären Handel verbessert werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich Forscherinnen und Forscher sowie Studierende im Rahmen des Forschungsprojekts Retailization 4.0. Anfang Dezember war dazu der Serviceroboter KettyBot für mehrere Tage im Sparmarkt in Puch im Einsatz.
Verkostungen sind im Handel ein bewährtes Mittel, um Aufmerksamkeit zu schaffen und Kaufentscheidungen zu fördern. Gleichzeitig erfordern sie viel Personal und sind aufwendig zu planen. Der Serviceroboter KettyBot soll hier unterstützen: Er bewegt sich selbstständig durch den Markt, spricht Kundinnen und Kunden an und bietet Kostproben an. Ergänzt wird der Service durch ein Display, auf dem Produktinformationen und Werbeinhalte gezeigt werden.
- Der Einsatz eines Service-Roboters in einer realen Supermarktumgebung wurde im Dezember im Rahmen eines Forschungsprojekts evaluiert.
- Foto: FH Salzburg/wildbild
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Zusammenarbeit statt Ersatz
Im Mittelpunkt des Projekts steht das Zusammenspiel von Mensch und Maschine. „Wir möchten herausfinden, wie Mensch und Maschine optimal zusammenarbeiten können, um für die Kundinnen und Kunden ein besseres Erlebnis zu schaffen“, erklärt Robert Zniva, Leiter des Forschungsschwerpunkts Future Service Industries und Studiengangsleiter des Masterprogramms Retail & Technology an der FH Salzburg.
Untersucht wird dabei nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die Akzeptanz bei Kundinnen und Kunden sowie bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Roboter sollen keine Arbeitsplätze ersetzen, sondern das Verkaufspersonal entlasten – etwa bei wiederkehrenden Aufgaben. „Denn Technologie ist nicht Selbstzweck und nicht alles, was technologisch machbar ist, ist automatisch sinnvoll“, betont Simon Kranzer, Leiter der Forschungsgruppe Digitalisierung und digitale Transformation.
- Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in den neuen Masterstudiengang Retail & Technology der FH Salzburg ein.
- Foto: LMZ/Otto Wieser
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Praxisnahes Lernen
Das Projekt zeigt, wie neue Technologien im Handel unter realen Bedingungen getestet werden können. Gleichzeitig fließen die Erfahrungen direkt in die Lehre ein. „Experimente wie dieses sind ein wichtiger Grundstein für den neuen Masterstudiengang Retail & Technology – ein in Österreich einzigartiges Angebot, welches Technologie mit Handelsmanagement verbindet und die Führungskräfte des Handels der Zukunft ausbilden soll“, so Robert Zniva.
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