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Natürliche Baumaterialien – Teil 1
Passivhaus: Auf die Substanz kommt es an

Bei einem Passivhaus sollte man ein besonderes Augenmerk auf die Ökobalance der Baustoffe werfen.
  • Bei einem Passivhaus sollte man ein besonderes Augenmerk auf die Ökobalance der Baustoffe werfen.
  • Foto: Netzwerk Passivhaus, Hypo Tirol
  • hochgeladen von Laura Sternagel

TIROL. Beim Passivhaus kommt es vorallem auf die richtigen Baumaterialien an. Bei der Auswahl der Baumaterialien stellen sich grundsätzlich vier Fragen:

  1. Wo wird das Material erzeugt, unter welchen Bedingungen und welche Umweltschäden verursacht die Herstellung?
  2. Welche Auswirkungen hat der Einsatz des Materials auf die Handwerker, die damit arbeiten?
  3. Entstehen für die Nutzer bzw. Bewohner Schadstoffbelastungen bzw. gesundheitliche Risiken?
  4. Lassen sich die Materialien recyceln oder wiederverwenden und wie hoch ist der Entsorgungsaufwand bzw. welche Umweltbelastungen ergeben sich?

Vorsicht bei diesen Materialien

  1. Ein großes Thema ist „versteckter“ Kunststoff. Sogar Türklinken aus Edelstahl sind mittlerweile häufig mit einer dünnen Kunststoffschicht überzogen. Am besten den Hersteller bzw. den Händler diesbezüglich fragen. In den meisten Fällen braucht man eine solche Schutzschicht nämlich nicht.
  2. PVC – wegen des schlechten Images heute meist als Vinylboden bezeichnet – enthält Weichmacher. Diese wirken im Körper wie Östrogen und haben vor allem auf Männer sowie Buben starke Auswirkungen und beeinflussen langfristig den Stoffwechsel. Am besten nicht verwenden!
  3. Ein geölter Holzboden ist wunderbar. Jedoch finden sich in den Ölen oft chemische Lösungsmittel, die man eigentlich nicht bräuchte. Beim Hersteller nachfragen, um welche Zusatzstoffe es sich handelt. Leinöl wäre zwar ein sehr gutes Lösemittel, riecht allerdings lange sehr intensiv.
  4. Auch bei teuren Küchen kommen oft billige Materialien wie Spanplatten zum Einsatz. Bei diesen kann die Formaldehydabgabe problematisch sein.
  5. Lösungsmittelfrei heißt noch nicht, dass das Produkt unbedenklich ist. Epoxidharzprodukte zum Beispiel enthalten meist keine Lösungsmittel. Aus den Produkten entstehen tolle Bodenbeläge – langlebig, pflegeleicht, unbedenklich –, sobald der Belag ausgehärtet ist. Für den Handwerker aber, der das Harz aufbringt, sind die Inhaltsstoffe gesundheitsgefährdend. Das Material ist krebserregend, enthält Weichmacher und wirkt hochallergen. Epoxidharz enthält also keine Lösungsmittel, dafür andere giftige Stoffe!
  6. Materialien mit Polyurethanen sind krebserregend, giftig für die Verarbeiter, jedoch schwer zu vermeiden. Sie sind in vielen Baustoffen enthalten, z. B. im Montageschaum, in Klebern, Lacken usw.

„Klimafreundliches Bauen hat nicht das Geringste mit Qualitätsverzicht zu tun – ganz im Gegenteil! Die Passivhausmethode garantiert Top-Qualität bei der Bauweise und beim Wohnerlebnis.“

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Expertentipp: Die österreichische Öko-Datenbank

Es gibt zwar zu jedem Chemieprodukt ein Sicherheitsdatenblatt, für Laien sind die Informationen aber meist schwer einzuordnen – siehe Beispiel Epoxidharz/lösungsmittelfrei (5). Tipp: www.baubook.at, die österreichische Öko-Datenbank im Bereich Bauen, verfügt über eine hervorragende Produktdatenbank. Ökologische Materialien sind mit einem grünen Haken versehen.
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Kontaktieren Sie Ihren Wohnbauexperten der Hypo Tirol Bank. Alle Standorte und Kontaktdaten finden Sie unter hypotirol.com

Jede Woche gibt es in unseren Printausgaben sowie online unter meinbezirk.at/klimafreundlich einen neuen Teil der Serie „Klimafreundliches Bauen und Wohnen“.

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Passivhaus: Auf diese ökologischen Aspekte bei Baumaterialien sollten Sie achten
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