winterliche Wildtierfütterung
Dem Wild auf der Spur

- Neugierig erkunden die Tiere die Fütterung.
- Foto: Barbara Gutleben
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Der heurige Winter war intensiv und schneereich. Was für die WintersportlerInnen die größte Freude bedeutet, ist für Wildtiere jedoch eine tägliche Herausforderung. Damit die Tiere des Waldes gut über diese Jahreszeit kommen, ist der Einsatz der Jäger gefragt. Thomas Huber aus Oberperfuß nimmt uns zur Wildfütterung mit.
Der fallende Schnee bedeckt den Wald und wandelt ihn erneut zu einer ruhigen Winterlandschaft um. Ausgerüstet mit festem Schuhwerk und Wanderstöcken, geht es mit dem Jäger Thomas Huber die alte Naturrodelbahn am Rangger Köpfl hinauf. Thomas ist seit acht Jahren in Oberperfuß als Jäger tätig. Er beobachtet leidenschaftlich gern die Tiere in freier Wildbahn und ist dazu immer mit Fernglas und Kamera ausgestattet. Die Wanderung führt uns durch frischen Neuschnee und nach einem guten Stück aufwärts, erreichen wir den Skidoo, welcher unter einer Plane hervorgeholt wird. Das Schneemobil erleichtert die winterliche Arbeit ungemein und wird für den Transport von Mann und Futter verwendet. Lachend erzählt Thomas, dass auch das Wild das Geräusch des Skidoos kennt und weiß, dass jetzt frisches Futter gebracht wird.

- Thomas bereitet frisches Heu für das Rotwild auf.
- Foto: Barbara Gutleben
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Wichtige Nahrungsquelle im Winter
Bei der Rotwildfütterung angekommen, bereitet Thomas frisches Heu vor. Es ist noch einiges vom letzten Mal übrig, was zeigt, dass der Bedarf in der vorherigen Woche nicht groß war. „Wahrscheinlich sind die Tiere auf die andere Talseite gewechselt, da dort schon frisches Gras am Waldrand zu finden ist“, meint Thomas. Die schneereichen Tage sind jedoch noch nicht ganz vorbei, darum ist die Bestückung des Futterplatzes nach wie vor wichtig. Speziell bei meterhohem Schnee, wie es dieses Jahr der Fall war, sind die Tiere auf die Hilfe der Jäger angewiesen.
Die Fütterung
Gefüttert wird Heu und Heusilo, und das drei- bis viermal pro Woche in den Wintermonaten. Die 11 Mitglieder des 1.700 Hektar großen Jagdgebietes „Oberperfuß-Unterperfuß“ wechseln sich bei dieser Arbeit ab. „Im Gebiet gibt es eine Rotwildfütterung und sieben Rehwildfütterungen“, erklärt Thomas. Der Weg führt uns weiter zu einer Rehwildfütterung, welche ebenfalls mit frischem Futter nachbestückt werden muss. Zusätzlich zum Heu bekommen die Rehe hier auch noch Kraftfutter. Wo die Futterplätze zu finden sind, lernen die Jungtiere von ihren Eltern. Daher ist es auch wichtig, dass diese Standorte erhalten und nicht geändert werden. Zudem brauchen die Tiere viel Ruhe, betont Thomas, denn in dieser ohnehin schon schweren Jahreszeit, sollten die scheuen Waldbewohner nicht von Wanderern und Skitourengehern noch zusätzlich gestresst werden.

- Das Rehwild bekommt nicht nur Heu, sondern auch Kraftfutter.
- Foto: Barbara Gutleben
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Den Rehen ganz nah
Nach erledigter Arbeit verstecken wir uns im Vorrats-Stadl und blicken durchs Fenster hinaus in die Winterlandschaft. „Die Tiere haben gute Augen, sehr gute Nasen und noch bessere Ohren“, flüstert Thomas. Daher heißt es ab jetzt: Ganz still sein und Ausschau halten. Ein Tier muss uns wohl trotzdem entdeckt haben, denn plötzlich ertönen die lauten Rufe, welche die anderen Rehe vor Gefahr warnen sollen. Wir hatten die Befürchtung, die Chance auf ein paar Rehe im Blickfeld vertan zu haben.

- Das erste Reh traut sich aus dem dichten Wald.
- Foto: Barbara Gutleben
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Glücklicherweise war wohl der Hunger größer als die Vorsicht, denn eine halbe Stunde später schleichen sich die Rehe an die Fütterung heran. Auch junge Böcke kommen vorbei und es ist unglaublich spannend, diesen scheuen, aber dennoch anmutigen Tieren zusehen zu dürfen! Nachdem die Tiere sich in den Wald zurückgezogen haben, kommen wir aus unserem Versteck und machen uns auf den Heimweg. Ein wunderbares Erlebnis geht für mich zu Ende. Für Thomas und den anderen Jägern, ist die Fütterungsarbeit jedoch erst erledigt, sobald sich der Winter entschließt, dem Frühling endgültig Platz zu machen.

- in mittelalter Bock links, eine Geiß mit einem jungen Bock rechts.
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