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Kein Tiroler Bezirk erreichte im Vorjahr das Ziel „null Verkehrstote“

In Tirol wurden im Vorjahr im Straßenverkehr 42 Menschen tödlich verletzt und 1.085 Menschen schwer verletzt. | Foto: Johanna Bamberger (Symbolfoto)
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  • In Tirol wurden im Vorjahr im Straßenverkehr 42 Menschen tödlich verletzt und 1.085 Menschen schwer verletzt.
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Im vergangenen Jahr gab es in ganz Tirol 42 Verkehrstote und 5.015 Verletzte, davon 1.085 schwer.

TIROL. Wenn es um tödliche Verkehrsunfälle geht, dann gibt es nur eine akzeptable Anzahl, nämlich null. Dieses Ziel wurde im Vorjahr von keinem Bezirk in Tirol erreicht, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Die Unterschiede zwischen den Bezirken waren groß. 
Österreichweit gab es außerhalb von Wien nur drei Bezirke ohne tödlichen Verkehrsunfall, Dornbirn in Vorarlberg, Hermagor in Kärnten und Güssing im Burgenland, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt.

42 Menschen in Tirol tödlich verletzt

In Tirol wurden im Vorjahr im Straßenverkehr 42 Menschen tödlich verletzt und 1.085 Menschen schwer verletzt. Zwischen Tirols Bezirken waren die Unterschiede bei der Anzahl der tödlichen Verkehrsunfälle sehr groß, wie die VCÖ-Analyse verdeutlicht.
Die niedrigste Anzahl weist der Bezirk Kitzbühel mit einem Todesopfer auf, in der Landeshauptstadt Innsbruck kamen zwei Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, im Bezirk Kufstein drei. Die mit Abstand meisten tödlichen Verkehrsunfälle gab es in Innsbruck-Land, wo zwölf Menschen im Straßenverkehr tödlich verletzt wurden. Das ist gemeinsam mit dem Bezirk St. Pölten-Land österreichweit die höchste Anzahl an Verkehrstoten in einem Bezirk, wie die VCÖ-Analyse zeigt. Innerhalb Tirols weist der Bezirk Lienz mit sechs tödlich Verunglückten die zweithöchste Opferzahl auf, vor den Bezirken Imst und Landeck mit jeweils fünf Todesopfern.

Tausende Handy-Delikte im Straßenverkehr

Die Hauptursachen tödlicher Unfälle sind Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit. Insbesondere Handy am Steuer ist ein zunehmendes Problem. Im Vorjahr hat Tirols Exekutive 13.004 Handy-Delikte im Straßenverkehr geahndet, obwohl die Kontrolle von Handy am Steuer schwierig ist.
„Im Ortsgebiet ist es wichtig, den Verkehr so zu gestalten, dass die Schwächsten – Kinder und ältere Menschen – sicher unterwegs sein können“, betont VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Wirksame Maßnahmen dafür sind Verkehrsberuhigung, mehr Tempo 30 statt 50, übersichtliche Kreuzungen und Straßenübergänge, ausreichend breite Gehwege.

Überblick über die Tiroler Bezirke:

  • Bezirk Kitzbühel: ein Verkehrstoter, 417 Verletzte, davon 111 schwer
  • Innsbruck: zwei Verkehrstote, 1.018 Verletzte, davon 190 schwer
  • Bezirk Kufstein: drei Verkehrstote, 594 Verletzte, davon 145 schwer
  • Bezirk Schwaz: vier Verkehrstote, 562 Verletzte, davon 128 schwer
  • Bezirk Reutte: vier Verkehrstote, 285 Verletzte, davon 71 schwer
  • Bezirk Imst: fünf Verkehrstote, 456 Verletzte, davon 97 schwer
  • Bezirk Landeck: fünf Verkehrstote, 273 Verletzte, davon 61 schwer
  • Bezirk Lienz: sechs Verkehrstote, 399 Verletzte, davon 106 schwer
  • Bezirk Innsbruck-Land: zwölf Verkehrstote, 1.011 Verletzte, davon 176 schwer
  • Tirol gesamt: 42 Verkehrstote, 5.015 Verletzte, davon 1.085 schwer

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In Tirol wurden im Vorjahr im Straßenverkehr 42 Menschen tödlich verletzt und 1.085 Menschen schwer verletzt. | Foto: Johanna Bamberger (Symbolfoto)
Im Bezirk Kitzbühel kam ein Mensch bei einem Verkehrsunfall ums Leben, im Bezirk Innsbruck-Land waren zwölf Todesopfer zu beklagen. | Foto: stock.adobe.com/at/DRasa (Symbolfoto)
Innerhalb Tirols weist der Bezirk Lienz mit sechs tödlich Verunglückten die zweithöchste Opferzahl auf, vor den Bezirken Imst und Landeck mit jeweils fünf Todesopfern. | Foto: <a href="https://pixabay.com" onclick="window.open(this.href); return false;" rel="nofollow">pixabay</a> / Kollinger
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