Neue Impulse für Tirols Museen
Studierende bringen frische Perspektiven ein

Ab Herbst 2026 bringen Studierende der Universität Innsbruck im Rahmen des Scientist-in-Residence-Programms neue Perspektiven in Tirols Museen ein. | Foto: Alexander Haider
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  • Ab Herbst 2026 bringen Studierende der Universität Innsbruck im Rahmen des Scientist-in-Residence-Programms neue Perspektiven in Tirols Museen ein.
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Mit einem neuen Scientist-in-Residence-Programm und der öffentlichen Ringvorlesung „Museum im Werden“ setzt Tirol ab Herbst 2026 neue Akzente in der Museumsarbeit. Studierende der Universität Innsbruck erhalten die Möglichkeit, direkt in Museen mitzuarbeiten, während eine Vortragsreihe aktuelle Entwicklungen der Museumslandschaft für die breite Öffentlichkeit beleuchtet.

TIROL. Das neue Scientist-in-Residence-Programm soll den Austausch zwischen Wissenschaft und Museumsarbeit stärken. Organisiert wird das Pilotprojekt von der Servicestelle für Museen und regionale Kulturarbeit gemeinsam mit dem Verband Tiroler Museen (tiMus), gefördert wird es von der Abteilung Kultur des Landes Tirol.

„Ohne Erinnerung gibt es keine Kultur – und ohne Kultur gäbe es unsere Gesellschaft nicht. Museen sind das kollektive Gedächtnis unseres Landes. Das Scientist-in-Residence-Programm bringt junge Studierende und die heimische Museumslandschaft enger zusammen. Davon profitieren sowohl der wissenschaftliche Nachwuchs als auch die Museen in allen Regionen Tirols“

betont Landeshauptmann und Kulturreferent Anton Mattle.

Praxisnahe Ausbildung für den akademischen Nachwuchs

Das Programm umfasst 240 Arbeitsstunden und verbindet wissenschaftliche Ausbildung mit praktischer Museumsarbeit. Studierende der Empirischen Kulturwissenschaft und der Archäologie können ihr Fachwissen in konkreten Projekten anwenden und Erfahrungen in Bereichen wie Ausstellungsplanung, Digitalisierung oder Vermittlung sammeln.
Zum Start der Pilotphase im Oktober 2026 werden zehn Tiroler Museen Projekte ausschreiben, auf die sich zehn Studierende der Universität Innsbruck bewerben können. Die Mitarbeit kann in der Regel auf das Studium angerechnet werden und ermöglicht einen direkten Einblick in den Museumsalltag.

„Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln gemeinsam mit den Tiroler Museen Lösungen für aktuelle Herausforderungen. Kulturelles Erbe lebt davon, dass jede Generation neue Fragen stellt und neue Perspektiven einbringt“

erklärt Mattle.

Vor allem kleinere Museen in den Tiroler Bezirken sollen von der Initiative profitieren. Analog zum Artist-in-Residence-Programm wird empfohlen, die Studierenden während ihres Einsatzes in der jeweiligen Gemeinde unterzubringen. Das Land Tirol fördert die Vergütung der Studierenden mit bis zu 80 Prozent der Kosten, maximal jedoch 1.400 Euro pro Projekt.

Öffentliche Ringvorlesung über die Zukunft der Museen

Ergänzend startet die Universität Innsbruck am 7. Oktober 2026 die öffentliche Ringvorlesung „Museum im Werden“. Jeden Mittwoch – mit Ausnahme des 14. Oktober – diskutieren Fachleute aus Wissenschaft und Museumspraxis über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Museumsarbeit.

Im Mittelpunkt stehen Themen wie Barrierefreiheit, Partizipation, Digitalisierung, moderne kuratorische Konzepte und neue Formen der Wissensvermittlung. Die Vorträge finden jeweils von 17.15 bis 18.45 Uhr im Hörsaal 7 der Universität Innsbruck (Innrain 52e) statt und können ohne Anmeldung besucht werden.

„Museen entwickeln sich ständig weiter. Sie bewahren Geschichte, greifen gesellschaftliche Fragen auf und schaffen Räume für Begegnung und Austausch. Mit der Ringvorlesung wollen wir dieses Wissen nicht nur einem akademischen Publikum, sondern auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen“

so Mattle.

Alle Infos zur Vortragsreihe „Museum im Werden“ sind auf der Website der Universität Innsbruck zu finden.


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Foto: Stadt Innsbruck
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