Grüne: Kampfansage gegen die Plastikplage
Plastikpfand: Kleine Lebensmittelhändler benachteiligt

Ab 2025 kommt der Pfand auf Plastikflaschen

Über die geplante Einführung des Plastikpfands freut sich der Stv. Grüne Klubobmann Georg Kaltschmid. Der Lebensmittelhandel übt Kritik und sieht die kleinen Lebensmittelhändler im Nachteil. 

TIROL. „Mit der im Ministerrat beschlossenen Mehrwegquote und Pfand für Plastikflaschen geht es dem Plastikmüll jetzt schon und besonders ab 2025 an den Kragen. Das ist eine echte Kampfansage und wird die Plastikplage in den heimischen Regalen zurückdrängen“ zeigt sich der Grüne Wirtschaftssprecher erfreut. Wer ab dem 1.1.2025 in Österreich ein Getränk in einer Plastikflasche oder Dose kauft, bezahlt Pfand. Und das gibt es nur zurück, wenn man diese wieder retour bringt. 
Mit der Einführung von Plastikpfand in Österreich ab 2025 werde eine langjährige Grüne Forderung erfüllt, die die Tiroler Grünen in einer umfassenden „Pfiat di“ Plastik Kampagne auch in Tirol zum Thema gemacht haben.  „Wir wissen, dass sich die ÖsterreicherInnen ein Pfandsystem für Plastikflaschen wünschen,“ erklärt Kaltschmid und verweist auf mehrere Umfragen bei denen sich 80 Prozent der Befragten für ein Pfandsystem aussprechen.

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„Während die großen Handelsketten das Einwegpfand in bewährter Weise umsetzen werden, drohen insbesondere kleineren Nahversorgern durch die Einführung massive Mehrbelastungen und Wettbewerbsnachteile. Deswegen muss gesetzlich garantiert werden, dass insbesondere kleinen und mittleren Händler in der Abwicklung des Einwegpfandes keine zusätzlichen Kosten entstehen", fordert Stefan Mair, der Obmann des Tiroler Lebensmittelhandels.
Außerdem müssen Betriebe, die Einweggebinde zurücknehmen, für sämtliche erforderlichen Investitionen, beispielsweise in Rücknahmeautomaten und bauliche Maßnahmen, sowie für den dauerhaften Mehraufwand für die Pfandabwicklung angemessen entschädigt werden. Wichtig wird es auch sein, dass Rückgabemöglichkeiten außerhalb des Lebensmittelhandels geschaffen werden, um Druck von den kleinen Händlern zu nehmen.

"Dazu sollten etwa innovative digitale Lösungen für die Leergutrückgabe über die gelben Tonnen bzw. Sammelstellen, wie sie aktuell bereits getestet werden, berücksichtigt werden. Dafür werden wir uns in den nun anstehenden Verhandlungen mit aller Kraft einsetzen.“

Zahlen:

32kg häuft jeder Tiroler pro Jahr an Plastikmüll an. 30 Millionen Plastikflaschen werden laut Schätzungen jedes Jahr nach Tirol importiert. 60 Prozent des Plastikmülls wird nur einmal verwendet.

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