Aktion „Nimm dir Zeit“
Geschwindigkeitsmessung vor der Volksschule Langlebarn
- Foto: KFV/Michael Sabotha
- hochgeladen von Birgit Schmatz
Diese Woche führten die Schulkinder der Volksschule Langlebarn gemeinsam mit der Polizei vor der Schule Geschwindigkeitsmessungen durch und hielten die Fahrzeuglenkenden anschließend auf.
LANGENLEBARN. Wer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielt, wurde gelobt und erhielt einen „süßen“ Apfel. Wer zu schnell unterwegs war, wurde höflich ermahnt und erhielt eine „saure“ Zitrone. Denn gerade im Ortsgebiet – insbesondere in Tempo-30-Zonen bei Schulen – wird die erlaubte Geschwindigkeit von fast 60 Prozent der Fahrzeuglenkenden überschritten.
„Nimm dir Zeit“
Die Aktion „Nimm dir Zeit“ von der AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) und dem KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) sensibilisiert Fahrzeuglenkende dafür, besonders bei Schulen und auf Schulwegen aufmerksam zu sein und auf eine angemessene Geschwindigkeit zu achten. Dies geschieht mit Unterstützung der Kinder, die aktiv die Verkehrserziehung der Erwachsenen übernehmen.
Wie wichtig Verkehrssicherheitsaktionen für unsere Kleinsten sind, zeigt die Unfallstatistik: Österreichweit wurden im ersten Halbjahr 2025 bei Straßenverkehrsunfällen 316 Schulkinder verletzt und ein Schulkind getötet. Mit der Aktion „Nimm dir Zeit für meine Sicherheit“ verfolgen die AUVA und das KFV das Ziel, bei Kraftfahrzeuglenkenden mehr Bewusstsein für die Risiken überhöhter Geschwindigkeit –insbesondere im Umfeld von Schulen – zu schaffen.
Bernd Toplak, Präventionsexperte der AUVA-Landesstelle Wien, erklärt: „Mit der Aktion erfüllen wir zwei wichtige Aufgaben auf einmal: Die Schulkinder erlernen spielerisch richtiges Verhalten im Straßenverkehr und übernehmen gleichzeitig Verantwortung in der Verkehrserziehung von Erwachsenen. Mithilfe einer Messpistole können sie die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge selbst messen und lernen so, die Geschwindigkeit besser einzuschätzen. Gleichzeitig werden die Fahrzeuglenkenden unterstützt durch die Kinder – zu mehr Achtsamkeit und Rücksicht im Umfeld von Schulen animiert“.
Christian Kräutler, Verkehrsexperte des KFV, ergänzt: „Die teilnehmenden Schulkinder arbeiten aktiv mit und haben Spaß an der Kommunikation mit den angehaltenen Fahrzeuglenkenden. Eine KFV-Evaluation hat gezeigt, dass diese Aktion einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leistet und von Erwachsenen wie Kindern sehr gut angenommen wird“.
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