Wasser für Emil
Heißer Tag endet mit Feuerwehreinsatz im Tullnerfeld

- Emil brauchte Donnerstagabend Hilfe von der Feuerwehr. Die Hitze setzte dem Elch zu.
- Foto: DOKU-NÖ
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Ein Feuerwehreinsatz, der nicht alltäglich ist: Emil tauchte wieder im Bezirk Tulln auf und schien durstig zu sein. Am Donnerstag, 28. August, rückte die Florianis aus, um dem Elch angesichts der Hitzewelle zu helfen.
TULLNERFELD/BEZIRK TULLN. Kaum ein Tag vergeht, an dem Emil nicht für Schlagzeilen sorgt. Am Abend wuchs die Sorge um den Durst des Tieres. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius machten sich die Feuerwehrmitglieder Baumgarten auf den Weg zum Elchbullen, der kurz vorher im Tullnerfeld gesichtet worden war.
Sommertage machen ihm zu schaffen
Ein besorgter Tierarzt hatte die Einsatzkräfte zuvor gebeten, dem Tier Wasser zukommen zu lassen, um seinen Kreislauf zu stabilisieren. Die Feuerwehr stellte daraufhin mehrere Wasserbehälter bereit, die sie in der Nähe des Elchs hinstellten. Gleichzeitig behielten sie Emil aufmerksam im Blick, da sich der Elch auf der Böschung der Hochleistungsbahn befand. Das Wildtier sollte ja nicht aufgeschreckt werden.

- Aus weiter Ferne wurde das Tier beobachtet, da in unmittelbarer Nähe die Bahngleise verliefen.
- Foto: DOKU-NÖ
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Offenbar suchte Emil aufgrund der hohen Temperaturen Zuflucht und Schatten unter üppigen Apfelbäumen. Er hatte es auf die knackigen Äpfel abgesehen und knabberte in aller Seelenruhe an den reifen Früchten, um sich etwas Abkühlung und Flüssigkeit zu holen. Als die Werte allmählich sanken, machte sich Emil wieder auf den Weg, begleitet von den neugierigen Blicken zahlreicher Schaulustiger.
Eskorte für Emil
Der Elch bewegte sich gemächlich entlang einer Straße, was die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei vor zusätzliche Herausforderungen stellte. Sie mussten sowohl die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden als auch die des Tieres gewährleisten.
Aus Sicherheitsgründen wurde die Fahrbahn in sicherem Abstand zum Elch mit Blaulicht abgesichert und Warndreiecke aufgestellt. Die gemeinsame Koordination von Rettungskräften trug dazu bei, dass Emil unversehrt weiterziehen konnte, während Passantinnen und Passanten Abstand hielten. Das war allerdings gar nicht so leicht. Ein ungewöhnlicher, aber dennoch gelungener Einsatz für Mensch und Tier.
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