17.09.2014, 09:02 Uhr

"Kompost tut gut!"

Rudolf Friewald, Obmann ARGE Kompost und Biogas NÖ und Energie-Landesrat Stephan Pernkopf präsentieren die Aktion: „Kompost tut gut!“ (Foto: NLK Reinberger)

NÖ Kompostbauern und Landesrat Pernkopf präsentieren Aktion vor Herbst-Garten-Saison.

MICHELHAUSEN / ST. PÖLTEN. Rechtzeitig zur bevorstehenden Gartensaison im Herbst präsentieren die NÖ Kompostbauern mit Landesrat Stephan Pernkopf „Kompost tut gut!“. Die Aktion der LEADER Region Donauland-Traisental-Tullnerfeld, der ARGE Kompost und Biogas NÖ sowie der Umweltverbände Tulln, St.Pölten-Land, Krems-Land und Lilienfeld, soll das Bewusstsein für die ordnungsgemäße Sammlung und Kompostierung der Bioabfälle stärken und die Bedeutung von mit Kompost gedüngten, regional produzierten Lebensmitteln für Klimaschutz und Wertschöpfung im ländlichen Raum aufzeigen, damit die wilden Grünschnittablagerungen im Herbst nicht zunehmen.

Jetzt heißt's aufräumen

Im Herbst wird der Garten aufgeräumt. Abgestorbene Stauden, Laub und Rasenschnitt sollten Konsumenten – genauso wie ihre Küchenabfälle – fachgerecht im Biomüll bzw. bei Grünschnitt-Sammelstellen entsorgen. In Niederösterreich verwerten 59 Kompostbauern seit den 1990er Jahren die getrennt gesammelten Bioabfälle aus unseren Haushalten direkt am Ort ihrer Entstehung und ohne lange Transportwege. Sie produzieren daraus 50.000 Tonnen wertvollsten Kompost. Landesrat Stephan Pernkopf: „Kompost sorgt als natürlicher Dünger auf unseren Feldern für hochwertige Lebensmittel aus der Region. Kompost kann aber noch weit mehr: Er erhält die wertvolle Humusschicht und hilft so, dass der Boden seine Funktion als CO2-Speicher erfüllen kann. Das ist ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz!“

Gegen wilde Ablagerungen: Bioabfall ist wertvoller Rohstoff

Michelhausens Bürgermeister Rudolf Friewald, Obmann ARGE Kompost und Biogas NÖ: „Die niederösterreichischen Haushalte sammeln ihre Bioabfälle grundsätzlich sehr ordentlich. In letzter Zeit jedoch, haben die wilden Ablagerung von Strauch- und Grünschnitt zugenommen“. Grund für die Kompostbauern gemeinsam mit der Leader Region Donauland-Traisental-Tullnerfeld und den Umweltverbänden Tulln, St.Pölten-Land, Krems-Land und Lilienfeld auf diesen Missstand aufmerksam zu machen und das Bewusstsein für die ordnungsgemäße Sammlung und Kompostierung unserer Bioabfälle wieder zu stärken.

Kompost tut gut: Broschüre und Info-Veranstaltungen

„Regional produzierte Lebensmittel stehen hoch im Kurs“, weiß Franz Redl, Obmann LEADER-Region Donauland-Traisental-Tullnerfeld, „es gilt, den ökologischen Fußabdruck klein zu halten. Dass damit aber auch das „Wohin mit den Reststoffen?“ zusammenhängt, wird gerne aus dem Bewusstsein gedrängt.“ Die Broschüre zur gleichnamigen Aktion „Kompost tut gut“, setzt genau hier an: Sie zeigt den Weg vom Bioabfall aus Küche und Garten über die regionale Abfallverwertung bis hin zu unseren Äckern und Gärten auf. Für Konsumenten hat sie Tipps und Tricks zur richtigen Entsorgung parat. In Kooperation mit Natur im Garten greift sie auch das Thema der Eigenkompostierung auf. Bei Veranstaltungen zum Thema – wie etwa dem Tag der offenen Tür am 18. September samt gratis Kompost-Workshop können sich Interessierte vor Ort ein Bild von der professionellen Kompostierung in den bäuerlichen Kompostanlagen überzeugen.

Zur Sache: Zahlen und Fakten:
Von NÖ Kompostbauern verarbeitete Menge an Bioabfällen und Grünschnitt: 160.000 Tonnen; Produzierte Kompostmenge: 50.000 Tonnen

Anwendungen der Komposte direkt vom Bauern als Dünger und Bodenverbesserer:
Landwirtschaft: 25.000 Tonnen (50 Prozent)
Private Zier- und Nutzgärten: 5000 Tonnen (10Prozent)
Gärtnereien: 5000 Tonnen (10Prozent)
Landschaftsparks/Landbau: 15.000 Tonnen (30Prozent)

Infos für Konsumenten zu Veranstaltungen, Bestellung gratis Broschüre
Veranstaltungshinweis:
Tag der offenen Tür & Workshop Eigenkompostierung: 18. September 2014, 13.00 - 18.00 Uhr (Workshop um 16:00 Uhr);
Kompostanlage Fam. Herbst in 3385 Markersdorf (Nähe Sportplatz)
Hier geht's zum Programm.
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Anton Gsandtner aus Tulln | 20.09.2014 | 19:25   Melden
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