Mit Beeinträchtigung erfolgreich
"Ich will auch anderen Mut machen"

Der junge Mann hat die Ausbildung mit Auszeichnung hinter sich gebracht. Nun möchte er auch anderen Mut machen.
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Der Kärntner Michael Rassinger schaffte seinen HAK-Abschluss mit Auszeichnung. Und das trotz einer schweren körperlichen Beeinträchtigung. Er möchte jungen Menschen, welchen es ähnlich geht, Mut zusprechen. 

VILLACH, KLAGENFURT. Eigentlich ist er ein ganz normaler junger Mann, der mit ganz normalen Problemen zu kämpfen hat, erzählt Michael Rassinger aus St. Jakob im Rosental. Aktuell etwa hält er ganz gerne Ausschau nach einer Frau an seiner Seite, verrät der 30-Jährige und lächelt.

Körperlich beeinträchtigt

Nicht allein die Unbekümmertheit, mit welcher Rassinger dies erzählt, macht ihn zu einem besonderen jungen Mann. Seit seiner Geburt ist der 30-jährige Kärntner körperlich beeinträchtigt. Als Einziger von Drillingen überlebte er, es blieb eine spastische Lähmung. Betroffen ist die gesamte Motorik, hat er weitere Strecken zu überwinden, kommt ein Rollstuhl ins Spiel. 

Die Schulzeit

Die Beeinträchtigung begleitet das Leben des jungen Mannes, von einer Einschränkung jedoch will er nicht sprechen. So absolvierte der 30-Jährige die Hak in Klagenfurt mit Auszeichnung, hat einen Job in St. Jakob, ein funktionierendes soziales Leben.
In Erinnerung geblieben ist ihm aber die prägende Zeit der Schule. Wobei seine schulischen Leistungen stets, auch dank der Bemühungen seiner Eltern, gut waren. Sogar sehr gut. "Meine Beeinträchtigung hat mir diesbezüglich nie einen Nachteil verschafft", erinnert er sich.
Allein zwischenmenschlich hätte er es "nicht immer ganz einfach" gehabt. Ging es um Klassenfahrten oder Ähnliches, verzichtete er lieber, "meine Mitschüler wollten sich nicht wirklich mit mir abgeben", erinnert er sich. Oft hätte er sich ausgegrenzt gefühlt. "Vielleicht fehlte es an Verständnis, vielleicht gab es Berührungsängste", sinniert er.

Ende gut ...

Nichtsdestotrotz ging auch diese Phase seines Lebens an ihm vorüber, berichtet er. "Am Ende ging alles gut aus, ich machte meinen Abschluss mit Auszeichnung", erzählt Rassinger, der jungen Menschen, denen es ähnlich geht, Mut zusprechen möchte. "Oft traut man sich so eine Schule nicht zu oder gibt dann auf", weiß er. Auch er hätte zwischenzeitlich seine Zweifel gehabt, verrät er. Doch er fand Rückhalt, besonders in seiner Familie.
"Heute habe ich einen guten Job und einen Freundeskreis", sagt der Eishockeyfan. "Auch wenn es manchmal schwierig ist, zahlt es sich immer aus den Abschluss zu machen. Heute bin ich stolz auf das, was ich erreicht habe", ergänzt er.
Das Einzige, was ihm nun noch zu seinem großen Glück fehlen würde, wäre eine Begleiterin an seiner Seite. "Eine Partnerin, mit der ich etwas zusammen unternehmen könnte", sagt er mit einem Augenzwinkern.

Die Situation in Kärnten

Derzeit gibt es knapp 40 Schüler mit Beeinträchtigungen, die eine berufsbildende oder allgemeinbildende höhere Schule in Kärnten besuchen. In den meisten Schulen wird seit Jahren Inklusion gelebt, dazu gibt es Hilfestellungen. Wie die Möglichkeit einer Assistenz, etwa am CHS Villach. "Es mag nicht immer leicht sein, aber die Bereitschaft zur Rücksichtnahme und der gemeinsamen Unterstützung innerhalb der Mitschüler und des Kollegiums führt meistens zu einem erfolgreichen Schulabschluss", sagt Schulleiterin Petra Mayer.

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Zur Sache

Mit Stand Oktober 2019 besuchten 30 Schüler mit Beeinträchtigung eine berufsbildende höhere Schule, davon fünf im letzten Jahrgang. Acht Schüler mit Beeinträchtigung besuchten eine allgemeinbildende höhere Schule, davon zwei im letzten Jahrgang. Vorrangig handelt es sich hierbei um Sinnesbehinderungen wie Hörbeeinträchtigung oder Sehbeeinträchtigung. (Quelle: Bildungsdirektion Kärnten)

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