MeinMed in Villach
Moderne Wege bei Schulterarthrose „Aktive Therapie wirkt am nachhaltigsten“
- Referent Markus Gregori und Jasmin Otto (Moderatorin)
- Foto: MeinMed
- hochgeladen von Birgit Gehrke
MeinMed-Vortrag in Villach: Schulterbeschwerden lindern und Beweglichkeit wiederherstellen
VILLACH. Markus Gregori, Facharzt für Orthopädie, Traumatologie, Unfallschirurgie und Sporttraumatologie an der Privatklinik Villach, erklärte im Paracelsussaal des Rathauses Villach, wie Arthrose entsteht, welche Beschwerden speziell bei der Schulter typisch sind und welche Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen. Abendpartner für diese Veranstaltung war Humanomed, unterstützt von der Stadt Villach und dem Land Kärnten.
Arthrose und Bewegung
Der Knorpel nutzt sich ab, die Schulter schmerzt und wird steif. Das Kugelgelenk der Schulter ist, im Gegensatz zur stabil geführten Hüfte, stark von der Muskulatur rund um das Schulterblatt abhängig. Kommt es durch Risikofaktoren wie Abnutzung, Verletzungen, Fehlbelastung oder erbliche Veranlagung zu typischen Symptomen wie Schmerzen bei Überkopf-Bewegungen oder eingeschränkter Beweglichkeit, sollte man das rasch medizinisch abklären lassen. „Wissen, was los ist, und früh handeln – das nimmt Angst und bringt Kontrolle zurück“, betonte Gregori. Dabei sind am Beginn konservative Behandlungsmethoden wie die Physiotherapie zu bevorzugen.
„Aktive Therapie ist der Schlüssel“
Der Mediziner verweist auf exakt angeleitetes Muskeltraining und klare Übungsroutinen für nachhaltige Effekte. Passivmaßnahmen aus der physikalischen Therapie wie Strombehandlungen oder Massagen brächten zwar meist kurzfristig Entlastung, hätten aber ohne aktive Kräftigung der Muskulatur keinen dauerhaften Effekt. Sind die Grenzen von konservativen Maßnahmen erreicht, müssten weitere Schritte besprochen und individuell abgewogen werden. Die Behandlungsmöglichkeiten reichen, neben einer angemessenen Schmerztherapie, von Physiotherapie über Injektionen bis hin zur Eigenblutbehandlung oder Stoßwellentherapie. „Nicht jede Methode passt für jeden – die Mischung macht’s, und sie muss zur Person und zum Alltag passen“, fasste Gregori zusammen. Früh zu reagieren trägt dazu bei, größere Eingriffe zu vermeiden. Denn trotz moderner Operationsmöglichkeiten sollte dieser Schritt nicht grundsätzlich die erste Wahl sein.
Weitere Informationen und Termine finden Sie auf meinmed.at
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