Sonderausstellung im Museum
Die Bahn brachte einen Wandel für Vöcklamarkt
- Die Sonderausstellung gibt Einblicke in die Zeit.
- Foto: Museumsverein
- hochgeladen von Hannah Hingsamer
Eine Sonderausstellung im Uhrmacher-Handwerkmuseum beleuchtet die Auswirkungen der Bahn auf Vöcklamarkt.
VÖCKLAMARKT. Von 2. Mai bis 18. Juli zeigt das Uhrmacher-Handwerkmuseum eine Sonderausstellung, wie der Bau der Kaiserin-Elisabeth-Bahn (heute Westbahn) 1860 die Region veränderte. Mit der Fertigstellung wurde Vöcklamarkt an eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Monarchie angeschlossen. Menschen, Waren und Nachrichten konnten nun schneller, regelmäßiger und über größere Entfernungen transportiert werden.
Preis des Fortschritts
Die Bahn schuf neue Gewinner, aber auch Verlierer. Traditionelle Erwerbsformen gerieten unter Druck, weil industrielle Waren schneller, billiger und in größerer Menge in die Region gelangten. Besonders deutlich zeigt sich das am Beispiel der Leinweber: Um 1853 gab es in Vöcklamarkt noch rund 18 Betriebe, 1903 nur mehr zwei. Auch andere ältere Erwerbszweige wie Färber, Seifensieder, Flößer oder Fuhrwerke verschwanden.
Mittelfristig gewann Vöcklamarkt durch seine Lage an der Bahn weiter an Bedeutung. Mit der Bahnanbindung an den Attersee 1913 wurde Vöcklamarkt zu einem großen Holzumschlagplatz und schaffte Zugang zum Attergau für den beginnenden Tourismus.
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