Hitzewelle
Schlechte Zeiten für unsere Störche
- ein Elternvogel versucht etwas Schatten zu spenden
- hochgeladen von A. Gasselsberger
Bezirk Vöcklabruck. Die derzeitige Hitze und die damit resultierende Trockenheit macht auch unserer neuen Storchenpopulation im Bezirk offensichtlich zu schaffen.
Alle drei bekannten bezogenen Horste in St.Georgen im Attergau, Neukirchen an der Vöckla und in Ampflwang haben bereits einen Verlust von jeweils mindestens einem Jungvogel lt. privatem Monitoring zu verzeichnen. Ob das jetzt direkt oder indirekt nahrungsbedingt ist, kann jedoch nur vermutet werden.
Bei einem zu knappen Nahrungsangebot kann es bei Weißstörchen zum Töten des eigenen Nachwuchses kommen. In der Regel opfern die Altvögel in solchen Fällen das schwächste Junge, um die Überlebenschancen für den Rest der Brut zu erhöhen.
Der Weißstorch ernährt sich von Kleintieren wie Regenwürmern, Insekten, Schnecken, Maulwürfen, Mäusen, Ratten, Spitzmäusen, Eidechsen, Schlangen und eventuell auch von Aas. Er ist auf keine Nahrung spezialisiert, sondern frisst Beute, die gerade häufig vorhanden ist.
Er steht aber speziell bei den Kleinsäugern in direkter Nahrungskonkurrenz zu den ebenfalls auf den Wiesen nach Nahrung suchenden Turmfalken, Bussarden aber auch Graureihern und Silberreihern, die bei Fischknappheit ebenfalls auf das Land ausweichen.
Ganz selten ist jedoch für einen Birdwatcher, den extrem scheuen und seltenen Schwarzstorch auf einer freien Wiesenfläche anzutreffen, ein absoluter Zu-und Glücksfall, da er als reiner Waldbewohner eher in Kleingewässern nach Futter sucht.
Bleibt zu hoffen, dass diese schönen und imposanten Storchenvögel, die nebenbei auch als Glücksbringer gelten, diesen gerade beginnenden Sommer gut mit ihrem Nachwuchs überstehen und dann auch wieder nächsten Jahr die Horste in unserem Bezirk wieder beziehen werden.
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