Knappheit bei Trinkwasserversorgung
In Edelschrott soll das Trinkwasser abgekocht werden
- Die Quellen der Stadtwerke Köflach in Salla haben noch ausreichend Wasser.
- Foto: Stadtwerke Köflach
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Die Grundwasserstände sind in vielen Teilen der Steiermark auch aufgrund des trockenen Herbsts besorgniserregend. In Edelschrott müssen zur Sicherstellung der laufenden Wasserversorgung externe Wassertransporte den zentralen Hochbehälter auffüllen. Als reine Vorsichtsmaßnahme rät Bürgermeister Georg Preßler der Bevölkerung, das Trinkwasser vor dem Verzehr drei Minuten abzukochen.
EDELSCHROTT. Aufgrund der niederschlagsarmen Herbstmonate versiegten bei vielen Haushalten in Edelschrott die privaten Quellen, sodass die Wasserabnahme im örtlichen Versorgungsnetz deutlich anstieg. "Wir hatten zuletzt eine viel größere Abdeckung als normal und so baten wir die Bevölkerung via Gemeinde-App, sehr sorgsam mit dem Trinkwasser umzugehen", erklärt Bürgermeister Georg Preßler.
- In Edelschrott und St. Martin wurde die Bevölkerung aufgerufen, sorgsam mit Wasser umzugehen.
- Foto: pixabay
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Zwar liefern die Quellen der Gemeinde Edelschrott weiterhin Wasser, die Schüttung ist aber leicht rückläufig. Um die Sicherstellung der laufenden Wasserversorgung zu gewährleisten, ließ Preßler den Hochbehälter mit externen Wassertransporten auffüllen. Der Hochbehälter in Edelschrott hat ein Fassungsvermögen von 200.000 Liter. "Wir haben bei den Stadtwerken Köflach zusätzlich Wassermengen angefordert. Diese wurden mit dem großen Tanklastwagen der FF Voitsberg, der 12.000 Liter fasst, nach Edelschrott transportiert.
Reine Vorsichtsmaßnahme
Als Vorsichtsmaßnahme rät Bürgermeister Preßler der Edelschrotter Bevölkerung, das Trinkwasser vor dem Konsum drei Minuten abzukochen. "Wir können bei den Transporten nicht ausschließen, dass es zu einer Verkeimung kommt. Es wurde zwar noch keine Verunreinigungen nachgewiesen, aber das Wasser ist bis auf Widerruf als nicht genusstauglich einzustufen. Diese Maßnahmen ist rein präventiv, aber wir wollen gerade beim Trinkwasser extreme Vorsicht walten lassen."
- Der Edelschrotter Bürgermeister Georg Preßler bittet die Bevölkerung, als Vorsichtsmaßnahme das Trinkwasser abzukochen.
- Foto: Gemeinde Edelschrott
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Schon vor vier Jahren kam es in Edelschrott zu einer längeren Trockenperiode, damals wurden neue Quellen gefasst. Auch jetzt überlegt man vorausschauend, kurzfristig neue Quellen zu fassen, denn das Problem könnte sich in den nächsten Jahren wiederholen. "Wir ziehen laufend Proben, aber bis wir alle Ergebnisse haben, könnte die Vorsichtsmaßnahme noch ein bis zwei Wochen weiterlaufen", so Preßler. Die Trinkwasserversorgung von Modriach ist nicht betroffen, hier gibt es eigene Quellen.
Engpass im Sommer
Edelschrott ist aber nicht die einzige Gemeinde im Bezirk Voitsberg, die mit Wasserknappheit zu kämpfen hat. Seit den Sommermonaten ist auch in St. Martin am Wöllmißberg die Trockenheit ein Dauerthema. Am 3. August war die Gemeinde mit Bürgermeister Markus Holzer auch auf Wassertransporte angewiesen und das Wasser musste mehrere Wochen abgekocht werden. "Seit 20 Jahren ging die Schüttung der Quellen fast um die Hälfte zurück, außerdem erhöhte sich der Wasserverbrauch unserer Bevölkerung", so Holzer.
Seit fünf Tagen ist die Marke im Hochbehälter wieder kritisch, daher rief Holzer die Bevölkerung auf, sorgsam mit dem Wasserverbrauch umzugehen. "Noch geht es sich aus!" Inzwischen wurden drei neue Quellen ausgegraben, die gefasst werden müssen. Daher bat Holzer das Land Steiermark um eine Förderung, bekam aber eine Absage, weil die Wassereinnahmen in St. Martin nicht wirtschaftlich und zu niedrig sind. "Wir sind aber ein Härtefall, damit wir unsere Quellen fassen können, und hoffen auf eine kurzfristige Förderung", so Holzer.
Die Stadtwerke Köflach mit Direktor Michael Stolz spüren zwar auch den Rückgang der Schüttung, haben aber genug Reserven, um Gemeinden wie Edelschrott sofort aushelfen zu können. "Unsere Wasserversorgung steht auf zwei Standbeinen. Zum einen die Quellen in Salla, zum anderen die Brunnenanlagen in Köflach. Wir sind in der glücklichen Lage, Gemeinden, die Wasser brauchen, unterstützen zu können", so Stolz.
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