Totengedenkfeier in Mooskirchen
Erinnern und Verantwortung bewahren
- hochgeladen von Erwin Wutte
Der Kameradschaftsbund Mooskirchen und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Mooskirchen und Söding luden am Sonntag zur traditionellen Totengedenkfeier ein. Vom Pfarrheim aus marschierten die Abordnungen unter den Klängen der Bauernkapelle und Ortskapelle Söding zur Kirche.
Mit der Aufforderung „In die Kirche abtreten!“ fand der gemeinsame Einzug seinen Abschluss. Zu den Klängen der Schubertmesse begann anschließend der Gottesdienst, den Provisor Mag. Wolfgang Pristavec zelebrierte. In seiner Predigt bezog er sich auf das Matthäusevangelium, in dem ein Gesetzeslehrer Jesus nach dem wichtigsten Gebot fragt. Jesu Antwort stellt die Liebe zu Gott und, unmittelbar damit verbunden, die Liebe zum Nächsten in den Mittelpunkt.
Nach dem Gottesdienst stellten sich die Kameraden am Kirchplatz zur Gedenkfeier auf. Nach den Worten des Provisors und der Segnung des Gefallenendenkmals ergriff Obmann RegRat Walter Hojas das Wort. Er begrüßte die Ehrengäste, darunter Bürgermeister Peter Fließer sowiedie Bürgermeister a. D. Engelbert Huber und Peter Kohlbacher.
Hojas erinnerte an die Gefallenen beider Weltkriege, an die zivilen Opfer und an die Menschen, die den Gräueltaten des Nationalsozialismus zum Opfer gefallen waren. Besonderes Gedenken galt auch Ferdinand Fromm, dem im heurigen Jahr im 104. Lebensjahr verstorbenen letzten Weltkriegsteilnehmer Mooskirchens.
Der Obmann nannte drei wesentliche Gründe für das Totengedenken. Neben dem christlichen Gedanken, der auch in den sonntäglichen Gottesdiensten seinen Ausdruck findet, stehe der humanistische Auftrag, die Erinnerung an Verstorbene zu bewahren. Dazu verwies er auf einen Gedanken, der Konfuzius zugeschrieben wird: Ein Volk, das seine Toten nicht ehrt, hört auf zu existieren.
Als dritten Beweggrund führte Hojas die völkerrechtliche Verpflichtung an, die Würde der Kriegstoten zu achten und ihnen würdige Gedenkstätten zu schaffen. Die Feier in Mooskirchen war damit nicht nur ein Zeichen des Erinnerns, sondern auch ein Aufruf, Frieden, Menschlichkeit und Verantwortung für kommende Generationen zu bewahren.
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