13.10.2014, 21:13 Uhr

Söding hat sich prächtig entwickelt

Der Södinger Bgm. Peter Kohlbacher mit der Aktivgruppe "Gesunde Gemeinde" (Foto: KK)
Am 1. Jänner werden Söding und St. Johann fusioniert. Wie sieht die Bilanz in Ihrer Ära als Södinger Bürgermeister aus?
Peter Kohlbacher: Ich würde gerne meine Bilanz in sieben Bereiche gliedern: Kinder- & Jugendförderung, Brauchtum & Bildung, Kultur & Sport, Gesundheit & Soziales, Infrastruktur & Wirtschaft, Umwelt & Ortsbild sowie Tourismus. Denn in all diesen Bereich ist in den letzten zehn Jahren sehr viel passiert.
Okay, beginnen wir mit dem Nachwuchs. Ist Söding ein Ort für Kinder?
Kohlbacher: Ja, das war uns immer wichtig, denn Söding ist eine Zuzugsgemeinde mit vielen jungen Familien. Wir von der Gemeinde haben uns um die Infrastruktur wie Kinderspielplätze, Skaterbahn und den Sportanlagen gekümmert. Aktivitäten wie die Kinderferienaktion, Schwimmkurse, die Sicherheitsolympiade, Kindermaskenball, Kinderorientierungslauf, Verkehrserziehung und Jugendtreff zielten darauf ab, dass sich Kinder und Jugendliche bei uns wohl fühlen.
Eng in Zusammenhang mit Kindern stehen die Bildungseinrichtungen. Hier steht Söding ja auch gut da?
Kohlbacher: Im letzten Sommer wurden der Eingang und die Außenspielflächen neu gestaltet. Schon zuvor organisierten wir einen Neubau für die Zentralgarderobe. Unsere Bildungs-Infrastruktur ist hervorragend, denn wir haben Neben dem Kindergarten und der Ganztagsschule auch die Musikschule Söding, die Musikschule Fröhlich, einen Kinderbetreuungsverein St. Sebastian und fördern viele verschiedene schulische Veranstaltungen. Stichwort Veranstaltungen. Mir liegt auch die Brauchtumspflege am Herzen und da haben wir ein paar einzigartige Veranstaltungen wie die Präsentation des Södinger Dirndlkleids oder das Maschtasingen. Weiters möchte ich auch die Erstellung unserer Ortschronik erwähnen.
Söding ist ein Ort des Wohlfühlens, da sind die Vereine maßgeblich beteiligt.
Kohlbacher: Ja, natürlich. Wir sind stolz auf unsere erfolgreichen und rührigen Vereine, egal ob im kulturellen oder sportlichen Bereich. Ich kann hier nicht alle aufzählen, stellvertretend die Ortsmusikkapelle, den Kulturverein "KuS", der derzeit gerade das Stück "Amadeus" aufführt, und das Männerballett Söding. Die verschiedenen Sportvereine werden von der Gemeinde jährlich gefördert.
Sport hat auch mit Gesundheit zu tun. Wie sieht es da aus?
Kohlbacher: Söding hat mit der "Gesunden Gemeinde" um Silvia Hörmann eine eigene Initiative gegründet, die jetzt am 4. Oktober den Rote Nasen-Lauf veranstaltet. Die Gesundheit ist uns ganz wichtig, wir haben den geh&lauftreff, das Männerturnen, verschiedenen Turngruppen, Kochkurse und ein Gesundheitsfest. Die ärztliche Versorgung in unserer Gemeinde ist bestens und in der Volksschule gilt das Motto: Gesunde Jause. Wir halten die Nachbarschaftshilfe hoch, die Gemeinde organisiert Ausflüge der Bediensteten und die traditionelle Muttertagsfeier.
Der fünfte Bereich - Infrastruktur und Wirtschaft - ist für viele Gemeinden schwierig. Auch für Söding?
Kohlbacher: Wir haben das große Glück, eine direkte Autobahnanbindung zu haben und so wächst das Areal rund um den B70-Kreisverkehr erfreulicherweise stark. Dieser Entwicklung trugen wir mit der Errichtung des Kreisverkehrs Rechnung. Unsere Verkehrsinfrastruktur ist dank Straßenneubauten - und sanierungen, Schutzwegebau und neue Straßenleuchten hochmodern. Unser Bauhof wurde modernisiert und bezüglich des Hochwasser-Risikomanagement sind die Projektunterlagen mit Ende des Jahres fertig. 2015 wird dazu eine Bürgerversammlung stattfinden. Der Södingbach hängt mit dem Abfluss der Kainach zusammen und die Auswirkungen betreffen auch Söding. Aufatmen durften wir beim Musterprozess gegen die GKB wegen der Eisenbahnkreuzungen. Der OGH hat uns bestätigt, dass die Gemeinden nicht zu Zahlungen verpflichtet sind, beim VgH ist die Causa noch anhängig. Ich hoffe, dass der Bund eine für uns passende Lösung findet.
Das Thema Hochwasser ist ein Umweltthema.
Kohlbacher: Auch hier haben wir viele Maßnahmen in den letzten Jahren gesetzt. Wir haben die Berg- und Naturwacht sowie die Bergrettung gefördert, es gibt einen Ökolehrpfad in der Rollau. Unsere Aktionen rund um Obstbäume und Nistkästen sowie die "Saubere Gemeinde" waren erfolgreich. Wir haben mehrmals beim Blumenschmuckwettbewerb teilgenommen, setzten Maßnahmen für den Umweltschutz und kümmerten uns auch um unser Ortsbild. So wird jährlich das Riegelfest zur Erhaltung der Sebastianikirche gefeiert und wir fördern Kapellenrenovierungen.
Das letzte große Thema ist der Tourismus.
Söding: Wir haben in Söding einen Tourismusverein, der jetzt eine neue Info-Tafel beim Kreisverkehr und zehn neue Sitzbänke aufstellen ließ. Wir fördern verschiedene Vorhaben rund um die Sebastianikirche und ließen Hundekotsackerlspender aufstellen, damit Söding wirklich sauber bleibt.
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