Rasende Kälber verletzten Feuerwehrmann schwer - Polizei musste schießen

Aus sicherer Entfernung erschoss ein Beamter das rasende Tier nachdem es einen Feuerwehrmann schwer verletzt hatte.
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  • Aus sicherer Entfernung erschoss ein Beamter das rasende Tier nachdem es einen Feuerwehrmann schwer verletzt hatte.
  • Foto: BFK Waidhofen a. d. Thaya / Stefan Mayer
  • hochgeladen von Peter Zellinger

THAYA/PFAFFENSCHLAG. Die Besitzer der Tiere verständigten in der Früh die Feuerwehr Groß Gerharts und die Polizei, um bei der Suche nach den Kälbern zu helfen. Die Tiere brachen ein Gatter im Stall auf und öffneten selbstständig ein Scheunentor.

Nach Zeugenhinweisen waren die fünf Jungtiere jedoch bereits nahe Groß Eberharts (Gemeinde Pfaffenschlag) gesichtet worden. Daher wurden weitere Feuerwehren angefordert. Anschließend gelang es die Tiere wieder nach Groß Gerharts zu treiben.

Eines der Tiere ist jedoch in dem Waldgebiet zwischen Groß Eberharts und Groß Gerharts entkommen. Die restlichen vier Kälber nahmen vorerst Kurs Richtung ihres Stalles in Groß Gerharts. Da die Tiere immer wieder gefährlich nahe zu Landesstraßen kamen, wurde die Suchaktion gemeinsam mit der Polizei abgestimmt.

Attacke auf Traktor

Kurz vor dem Heimatstall drehten sie plötzlich um und ergriffen erneut die Flucht über die Felder Richtung Modellflugplatz. Wegen der Nähe zu den stark befahrenen Straßen LB 36 und LB 5 wurden zwei weitere Polizeistreifen hinzugezogen. Drei Kälber flüchteten in ein Maisfeld, ein Kalb versteckte sich in einem weiteren Maisfeld. Auf der Flucht griff eines der Kälber einen Traktor an, bei dem die Fensterscheiben zu Bruch gingen.

Betäubung war wirkungslos

Durch das erhöhte Gefahrenpotenzial wurde zu Mittag beschlossen, den Amtstierarzt zu verständigen. Dieser unternahm mehrere Versuche eines der Tiere mit einem Betäubungspfeil zu beruhigen. Durch den Knall des Gewehres rannten zwei Kälber aus dem Maisfeld heraus und versteckten sich in einem nahen Waldgebiet. Die Betäubung zeigte nach rund einer Stunde Wirkung und es wurde versucht das 500 Kilogramm schwere Tier zu fangen. Das Betäubungsmittel konnte das Tier jedoch nicht zur Gänze beruhigen und so wurde dem Tier eine weitere Injektion verabreicht. Nach einer weiteren Stunde schien das Rind endlich ruhig zu werden und blieb im Maisfeld liegen. Die Feuerwehrmänner näherten sich langsam dem offensichtlich regungslosen Kalb und versuchten dem Tier ein Seil anzulegen. Plötzlich sprang das Kalb hoch und flüchtete.

Ein Feuerwehrmann konnte in letzter Sekunde ausweichen, ein Anderer wurde von dem Tier überrannt und blieb schwer verletzt im Feld liegen. Sofort sicherten die Einsatzkräfte mit Fahrzeugen den Verletzten gegen eine weitere Attacke ab. Das Rote Kreuz Waidhofen brachte den 40-jährigen Feuerwehrmann ins Krankenhaus.

Abschuss wurde angeordnet

Da die Gefahr zu groß war, einen neuerlichen Einfangversuch zu starten, wurde von der Bezirkshauptmannschaft der Abschuss des Tieres angeordnet. Ein Beamter der Polizei Waidhofen erschoss das Tier wenig später aus sicherer Entfernung im Maisfeld. Die Suche nach den vier noch freilaufenden Kälbern wurde eingestellt.

Die Bevölkerung wird nun ersucht, bei der Sichtung eines Kalbes die Polizei über die Notrufnummer 133 zu verständigen. Auf keinen Fall soll man sich den Tieren nähern!

Nach zehn Stunden wurde der Einsatz beendet. Bei der Suchaktion waren die Feuerwehren Groß Gerharts, Groß Eberharts und Pfaffenschlag mit insgesamt 16 Mitgliedern eingesetzt. Die Polizei Waidhofen und Dobersberg mit je einer Streife sowie eine Zivilstreife standen ebenfalls im Einsatz.

Aus sicherer Entfernung erschoss ein Beamter das rasende Tier nachdem es einen Feuerwehrmann schwer verletzt hatte.
Die Suche nach den verbliebenen vier Kälbern wurde eingestellt. Nähern Sie sich den Tieren keinesfalls, sondern wählen Sie den Notruf 133!
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