Vereinigung für Frauenintegration
Hilfe von Frau zu Frau
- Seit 22 Jahren setzt sich das Team der Vereinigung für Frauenintegration dafür ein, "Raum für Frauen zu schaffen".
- Foto: zVg
- hochgeladen von Andrea Peetz
Ob Job, Wohnen oder Beziehung: Ein Neubauer Verein unterstützt sozial benachteiligte Migrantinnen.
WIEN. Zugegeben: Etwas versteckt gelegen ist die "Vereinigung für Frauenintegration" im verwinkelten Amerlinghaus schon. Den Weg in den Raum 14 im ersten Stock in der Stiftgasse 8 finden jetzt, nach der Corona-Krise, aber bereits wieder viele Frauen.
Dort setzt sich das neun-köpfige Team seit 22 Jahren dafür ein, "Raum für Frauen zu schaffen": sprich Frauen und Mädchen aus unterschiedlichsten Sprach- und Kulturkreisen Bildung und soziale Betreuung zugänglich zu machen. Die Angebote reichen von anonymen und kostenlosen Beratungen zu Themen wie Wohnen, Bildung oder Scheidung über Workshops und Ausflüge bis hin zu Deutschkursen nur für Frauen: "So können sich die Teilnehmerinnen untereinander austauschen. Viele Freundschaften wurden bereits über Ländergrenzen hinweg geschlossen", so Eva Hoffmann, neben Anna Danter im Projektteam.
Zu wenig Betreuungsplätze
Wichtigster Beitrag der Vereinigung: die Deutschkurse mit Betreuung für Kinder von sechs Monaten bis drei Jahren. "Fünf Anmeldungen kommen auf einen von rund 55 Plätzen, die wir zur Verfügung haben", so Hoffmann.
Betreuung für den Nachwuchs ist für viele Frauen essentiell, um Deutschkurse belegen zu können und sich so zu integrieren: "Das Angebot dafür ist in den vergangenen Jahren in Wien leider schlechter geworden. Trotz Gratis-Kindergarten bekommt man dort schwerer einen Platz, wenn man keine Arbeit hat", sagt Danter. "Und einen Job zu finden, ist wiederum schwer, wenn man kein Deutsch spricht".
Unabhängigkeit fördern
Auch Frauen zu ermutigen, eine Ausbildung zu machen und arbeiten zu gehen, ist eine essentielle Aufgabe der Vereinigung: "Es ist wichtig, unabhängig von einem Mann zu sein – vor allem, wenn es zur Trennung kommt", so Hoffmann. "Die Anerkennung von bereits abgeschlossenen Ausbildungen in Österreich ist leider schwierig und teuer. Viele Frauen, die zu uns kommen, würden sich schon über einen Job als Reinigungskraft freuen, obwohl sie sehr gut ausgebildet sind. Frustrierend." Das zeigt auch die Statistik: Die Erwerbstätigkeit von Frauen mit Migrationshintergrund lag 2018 bei 20 bis 60 Prozent, bei Frauen ohne Migrationshintergrund bei 72 Prozent. "Hier muss sich in den nächsten Jahren noch viel tun", plädieren Danter und Hoffmann.
Kontakt:
Vereinigung für Frauenintegration
Stiftgasse 8/1. Stock/Raum 14 (Amerlinghaus)
1070 Wien
Öffnungszeiten: Di.-Do. 10-16 Uhr, Fr. 10-15 Uhr
01/5240615 bzw. info@frauenintegration.at
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