Wiener Schulen
In diesen Bezirken gibt's die meisten Schulschwänzer - mit Umfrage!

Eltern von Schulschwänzern zahlen bis zu 440 Euro Strafe. | Foto: Archiv
  • Eltern von Schulschwänzern zahlen bis zu 440 Euro Strafe.
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  • hochgeladen von Mathias Kautzky

Im Schuljahr 2018/19 gab es in Wien 2.780 Anzeigen wegen Schulschwänzens.

WIEN. Seit Schulbeginn 2018 gibt es in Österreich ein neues Gesetz, das "ungerechtfertigtes Fernbleiben vom Schulunterricht" strenger bestraft. Schwänzen Schüler mehr als drei Tage den Unterricht, wird von der Schule Anzeige erstattet - Strafen in einer Höhe bis zu 440 Euro können folgen.

Mit großem Abstand an der Spitze der Schulschwänzer-Bezirke steht der Bezirk Favoriten mit 391 Anzeigen im Schuljahr 2018/19, dann folgt Ottakring mit 278 und die Leopoldstadt mit 242 Anzeigen. Besonders gern gehen die Schüler in den Bezirken Innere Stadt und Josefstadt in die Schule, dort gab es nur jeweils 29 Anzeigen nach dem Schulschwänzergesetz.

Die Schulschwänzer-Zahlen werden wohlgemerkt in jenen Bezirken registriert, in dem die schulschwänzenden Kinder hauptgemeldet sind, und nicht in den Bezirken, in denen sich die Schulen der Kinder befinden.

Die Eltern zahlen bis 420 Euro Strafe

Insgesamt gab es in Wien im vergangenen Schuljahr 2.780 Anzeigen: In der Folge kam es zu 1.904 rechtskräftigen Strafen und 695 eingestellten Strafverfahren, 181 Fälle sind bisher unerledigt.

Bei den rechtskräftigen Strafen wurde 488 Mal die Mindeststrafe von 110 Euro verhängt, 47 Eltern mussten 420 Euro zahlen. Die hohen Strafen von 420 Euro wurden nur bei wiederholtem oder exzessivem Schulschwänzen verhängt. Die Höchststrafe (440 Euro) wurde nie verhängt. 63 Eltern wurden nur abgemahnt.

2019 wird weniger schulgeschwänzt

2019 scheinen die Kinder vom Schulschwänzen tendenziell genug zu haben: Von September bis Oktober gab es bisher nur 215 Anzeigen, das sind um elf weniger als im selben Zeitraum 2018.

In der Wiener Bildungsdirektion warnt Bildungsdirektor Heinrich Himmer: "Schuleschwänzen ist kein Kavaliersdelikt. Es führt oft zum Schulabbruch und damit zu schlechteren Lebenschancen."

Übrigens: Nehmen Schulkinder an den "Fridays-For-Future"-Demos teil, führt das nicht automatisch zu Anzeigen wegen Schulschwänzens, weil viele Schuldirektoren die Teilnahme als "entschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht" qualifizieren. Allerdings nur dann, wenn die Demo von einer Lehrkraft begleitet und im Rahmen eines passenden Projekts in der Schule vor- und nachbereitet wird.

Sind die strengeren Regeln fürs Schulschwänzen gerechtfertigt?

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